Archiv 2002

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Archiv

 

Dezember

Eiserner Zusammenhalt                                                                                                                 SZ 20.12 Foto zwi

Herta und Fritz Sander feiern am Sonntag ihren 65. Hochzeitstag

Außer ihrer großen Familie pflegen Herta und Fritz Sander ein weiteres Hobby mit Hingabe. Die beiden Senioren spielen gern - allein oder in Gesellschaft - Rommee. Doch morgen bleiben die Karten im Schrank, denn ein seltenes Ehejubiläum wird gefeiert. Herta (81) und Fritz (89) Sander sind seit 65 Jahren miteinander verheiratet.
„Jung gefreit, nie bereut", blickt Herta Sander auf die lange Zeit zurück. Mit einer wahren Liebe auf den ersten Blick begann das eiserne Glück. „Wir waren beide bei einem Bauern in Nützen in Stellung und sind uns dort das erste Mal begegnet. Schon bald danach sorgte mein Fritz dafür, dass ich nicht mehr auf dem Feld arbeiten musste: Wir haben geheiratet, erinnert sich die Seniorin. Zwei Tage vor Heiligabend im Jahr 1937 wurde nach der standesamtlichen Trauung auf dem Bauernhof der Brauteltern in Heidmoor gefeiert. Das Jawort vor dem Altar in der Maria-Magdalenen-Kirche in Bad Bramstedt folgte am zweiten Weihnachtsfeiertag. „Wir mussten sogar die Schlafstube ausräumen, um Platz für alle Gäste zu haben. Braten und Suppe ab es damals, und Musik kam aus der Quetschkommode", kann sich die 81-Jährige noch gut an das Fest zu Hause erinnern. Geboren ist sie in Willenscharen, aufgewachsen in Heidmoor, wo sie auch zur Schule ging.
Fritz Sander stammt aus Bad Bramstedt. Er lernte die Landwirtschaft von der Pike auf und arbeitete nach der Zeit in Nützen und beim Militär auf dem staatlichen Versuchsgut in Lentföhrden. In dem Dorf wohnt das Ehepaar seit 1939. Ihr Eigenheim haben sie 1960 gebaut. Zur Großfamilie gehören die Kinder Hans, Helmut, Christa, Kurt und Marianne sowie elf Enkel und 15 Urenkel......
.....Herta Sander war im Altenclub aktiv. Gerühmt wird in der Familie und im Bekanntenkreis ihr Butterkuchen, der bei kaum einer Feier fehlen darf.
Auch Fritz Sander, der seit 1976 Rentner ist, wird oft nach einem Geheimrezept gefragt: Was muss man tun, um mit fast 90 Jahren noch so fit zu sein? Darauf hat der Senior eine ebenso einfache wie einleuchtende Antwort: „Man muss nur aufpassen, dass man vorher nicht tot bleibt".


Senioren berichten zu Weihnachten                                                                                         SZ 11.12.

Ernst Möller wuchs in Lentföhrden als Sohn einer Landwirtsfamilie in einem großen Familienverbund auf. Die Generationen wohnten unter einem Dach, was früher auf dem Lande allerdings auch üblich war. In der Landwirtschaft musste jeder mit anpacken, das galt auch für mich und meine vier Geschwister. So war es ganz selbstverständlich, dass auch am Heiligabend erst einmal das Vieh versorgt werden musste, bevor wir uns - frisch rausgeputzt - vor dem geschmückten Christbaum zusammenfanden. Die Frauen unserer Familie hatten währenddessen die gute Stube festlich geschmückt und das Weihnachtsessen vorbereitet. Es gab Gänsebraten mit allem, was dazu gehört. Das war auch naheliegend, denn wir zogen auf unserem Hof selbst Gänse auf, die dann zum Fest verkauft wurden. Weihnachtsgeschenke fielen bei uns eher bescheiden aus. Aber darauf kam es uns merkwürdigerweise auch gar nicht so an. So bekamen mein Bruder und ich einmal einen Holzzug geschenkt. Im Jahr darauf gab es dann den dazugehörenden Anhänger. Wir waren zufrieden und freuten uns, dass wir überhaupt etwas bekamen," erinnert sich Ernst Möller.


15 Jahre Dienst für alte Menschen                                                                                                        SZ 11.12 

Wieder einmal gab es im Alten- und Pflegeheim Zur Waldburg in Lentföhrden ein Dienstjubiläum zu feiern. Diesmal hieß die Jubilarin Helga Kurt, die seit 15 Jahren bei Edith und Andreas Schulz als Altenpflegerin tätig ist.
Die gebürtige Lentföhrdenerin begann ihre soziale Laufbahn in Bad Bramstedt, wo sie zunächst beim Deutschen Roten Kreuz in der Häuslichen Pflege mitarbeitete. 1987 kam sie in das Alten- und Pflegeheim Zur Waldburg und wurde dort als Pflegehelferin im Nachtdienst eingesetzt. Am Anfang hielt sich ihre Begeisterung in Grenzen, aber schon nach kurzer Zeit der Eingewöhnung war sie von ihrem neuen Aufgabengebiet so begeistert, dass sie sich im Mai 1993 für eine Ausbildung zur examinierten Krankenpflegerin entschied. Im Mai 1998 konnte sie, ein halbes Jahr früher als vorgesehen, ihre Ausbildung mit Erfolg abschließen. Seit dem übt sie im Hause Zur Waldburg die Position einer Schichtleiterin aus.Frau Kurt ist nach den Worten der Inhaber bis heute sowohl bei der Geschäftsführung als auch bei den Mitarbeitern und vor allem bei den Bewohnern eine beliebte und angesehene Pflegekraft, die sich mit ihrer Arbeit identifiziert und stets ein offenes Ohr für die Belange ihrer Mitmenschen bewahrt hat.
Mit einer festlichen Kaffeetafel und Präsenten bedankten sich Edith und Andreas Schulz bei ihrer langjährigen Mitarbeiterin für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen fünfzehn Jahren. Vom Team der Kollegen überreichte Mitarbeiterin Mary Ruf der Jubilarin einen selbstgeferigten Adventkalender mit vielen Überraschungen.


Fünf Einbrüche an einem Abend                                                                                         SZ 12.12

Eine Serie von fünf Einbrüchen im Raum Bad Bramstedt beschäftigt die Kriminalpolizei seit Dienstagabend.
... Bereits am späten Dienstagnachmittag war in ein Haus in Lentföhrden eingebrochen worden. Der Bewohner war gegen 17.20 Uhr nach Hause gekommen und hörte in der Wohnung Klappern und Rumpeln. Doch die Einbrecher hatten die Rückkehr offenbar bemerkt, denn der Eigentümer sah nur noch, dass auf dem Nachbargrundstück das Licht durch einen Bewegungsmelder ansprang, offenbar ausgelöst durch die flüchtenden Täter. Auch hier war die ganze Wohnung durchwühlt worden. Fündig wurden die ungebetenen Gäste allerdings nicht.......

Oktober

Neues Geschäft eröffnet                                                                                                                    SZ 19.10

Mit einer Informationsveranstaltung eröffnete Miro´s Esoterik- und Seminarstübchen im Weißdornring 31....
...Im Sortiment sind unter anderem esoterische Literatur, Schmuck, Mineralien, Räucherwerk, Blütenessenzen und Öle. Ins Auge fallen die Zimmerbrunnen aus Rosenquarz und anderen Natursteinen. Inhaber Kirstin Warmer, Lutz Arnolds und Rüdiger Warmer beraten die Kunden.
Ab November können sich die Besucher auch mit Aromaölen massieren lassen oder sich ihren Problemen und Konflikten in Kartenlegesitzungen oder esoterischen Beratungsgesprächen widmen. Ein Seminarangebot ist ebenso noch in Vorbereitung wie die Einrichtung einer Heilpraxis....
 


Hochwertige Fahrräder gestohlen                                                                                    umschau.de

Vorzugsweise auf hochwertige Mountainbikes hatten es bislang unbekannte Täter abgesehen, die in den frühen Morgenstunden des 10.
Oktobers in ein Fahrradgeschäft in der Kieler Straße eingestiegen sind. Nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei hebelten die
Einbrecher in der Nacht mit einem Kuhfuß eine rückwärtige Brandschutztür auf. Aus dem Geschäften entwendeten sie 23
Fahrräder mit einem Gesamtwert von rund 21000 Euro und nahmen auch gleich noch Zubehör mit. Den Reifensspuren nach zu
schließen, wurden die Räder mit einem LKW abtransportiert. Damit hatten die Diebe allerdings noch nicht genug, brachen sie doch auch noch in eine angrenzende Werkstatthalle ein. Von den darin stehenden Fahrzeugen suchten sie sich einen Audi aus, brachen ihn auf und fanden offenbar nichts Stehlenswertes. Die Polizei bittet aufmerksame Bürger, die vielleicht etwas beobachtet haben, sich bei der
Polizei zu melden.

September

Lentföhrden hat am 22. gewählt


Schularbeitenhilfe                                                                                                                            umschau.de

Vom Verein ,,Kontra Langeweile" wird seit Anfang September an der Grundschule eine Schularbeitenbetreuung angeboten. Hier bekommen Kinder Hilfe bei ihren täglichen Hausaufgaben. Gemeinsam mit der Grundschule wurde das Konzept erarbeitet. Das Projekt soll zu einer festen Einrichtung in der Gemeinde werden. Doch dafür wird noch finanzielle Hilfe benötigt. Wer wissen möchte, wie er diese Aktion unterstützen kann, wende sich direkt an den Verein ,,Kontra Langeweile" unter der Telefonnummer 04192 / 8192852.

August

Sozialdemokraten feierten den Sommer                                                                                UMSCHAU (es)

Bei strahlendem Wetter fand kürzlich das traditionelle Sommerfest des SPD-Ortsvereines auf dem Vorplatz des Jugend- und Kulturzentrums statt. Neben Klönschnack, Grillwurst und Kaffee gab es auch so manch seltenes Stück auf dem gleichzeitig veranstalteten Flohmarkt zu ersteigern. So war für Alt und Jung etwas dabei und die Besucher konnten bei diesem Anlaß auch ihre poetische Ader zeigen, denn es wurden alle aufgerufen ein Gedicht über Lentföhrden zu verfassen. Als Siegerin wurde Rosemarie Bernin ermittelt. Sie verfasste folgende Zeilen:
Lentföhrden, du bist keine Stadt
aber mein Heimatdorf, das viel zu bieten hat.
Grüne Auen, viel Moor mit schönen Wanderwegen
ab und an kommt leise tuckernd ein Traktor entgegen.
Ansonsten Ruhe pur
und doch fehlt auch nicht die gute Infrastruktur.
Schwimmbad, Kindergarten, Schule, viele lebendige Vereine, Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus,
dies alles macht die gute Lebensqualität von Lentföhrden aus.
Jeder noch seinen Nachbarn kennt,
man hilft einander und nicht nur wenn es brennt.
Manch guter Tipp kommt über'n Gartenzaun,
hier kann man den Menschen vertrauen.

Lentföhrden, lebenswert - liebenswert.

Juli

Aus der Gemeindevertretung                                                                                                                                 UMSCHAU (zb) 31.6

Während der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden unterschiedliche Anregungen und Fragen der Gemeindevertreter und Gemeindevertreterinnen gestellt und Bürgermeister Norbert Dähling unterrichtete den Rat über verschiedene Punkte. Zum wiederholten Mal war der Brückendurchlass unter der Bundesstraße 4 durch Treibgut verschlossen. Gemeindearbeiter mussten dieses entfernen, da die Gefahr bestand, dass die tiefer liegenden Häuser bei starkem Regen unter Wasser gesetzt worden wären. Die Gemeinde gab die Empfehlung aus, dass an Kinder appelliert werden sollte, keine Gegenstände in die Au zu werfen. Ende Juni wurde das Freibad vom Amt und von der Unfallkasse überprüft. Neben kleineren Mängeln wurde festgestellt, dass keine Notwendigkeit zur Nachrüstung von Chlor und Flockungsmitteln besteht.
Die Ausbesserung der Straßen und Wege entspricht nicht den gemeindlichen Vorstellungen. Die Gemeindevertreter Bernd Specht und Jürgen Götsch werden darum einen Ortstermin mit der ausführenden Firma, dem Unternehmen Fock, machen. Gemeinsam, von Anlieger, Gemeindevertreterinnen und interessierten Bürgern, wurde der Spielplatz Eichenweg auf Vordermann gebracht und schön gemacht. Dafür lobte der Bürgermeister seine Bürger und dankte ganz besonders den Gemeindevertreterinnen Kerstin Köbel und Christine Rehder, die die Beschaffung der Spielgeräte initiiert hatten.
Der Schulerweiterungsbau geht mit Riesenschritten voran. Das Dach ist fertig und es sieht so aus, als könne der Fertigstellungstermin Ende August gehalten werden. Auf ein Richtfest wurde verzichtet, dafür soll aber nach Fertigstellung eine feierliche Einweihung zusammen mit Schülerinnen und Schülern stattfinden.
Die Gemeinde wird demnächst bei passenden Anlässen feierlich geflaggt haben. An der Schule und an der Feuerwehr werden jetzt entsprechende Masten gesetzt und gegebenenfalls die Europa-, Bundes-, Landes- und Gemeindeflagge gehisst.


Hans Pump seit 20 Jahren Gemeindevertreter                                                                                              SZ 22.7. (gmg)

Seit 20 Jahren arbeitet Hans Pump (59) in der Gemeindevertretung mit. Zuvor war er bereits bürgerliches Ausschussmitglied. Zur Zeit bekleidet er den Vorsitz des Haupt- und Finanzausschusses. Seit 1990 ist der CDU-Ortsvorsitzende auch stellvertretender Bürgermeister und Fraktionssprecher.
In den zwei Jahrzehnten seiner Arbeit für die Gemeinde ist viel bewegt worden: der Bau und die Erweiterung der Schule und des Kindergartens, die Errichtung der Sporthalle und des Feuerwehrhauses, der Um- und Ausbau des Kultur- und Jugendzentrums sowie der Ausbau der Schulstraße.
Pump hat stets die Beschlüsse des Gemeinderates mitgetragen, auch wenn seine Fraktion eine andere Meinung dazu hatte. Es gab auch zu den SPD-Bürgermeistern Holger Pohlmann und Norbert Dähling nie einen tiefgreifenden Parteienzwist. „Für das Wohl der Gemeinde muss die Zugehörigkeit zu einer Partei zurückstehen", ist die Meinung des verdienten Kommunalpolitikers.
Mit Stolz kann Hans Pump darauf verweisen, dass die Gemeindefinanzen im Lot sind und dass die Gemeinde ihren Verpflichtungen immer nachkommen konnte.
Der verheiratete Bankkaufmann, dessen Sohn und Tochter bereits erwachsen sind, wurde während der Gemeinderatssitzung mit einem Präsent und einem schönen Blumenkübel geehrt. Bei dieser Gelegengeit wünschten ihm Bürgermeister Dähling und alle seine Kollegen noch viele Jahre Schaffenskraft für Lentföhrden..........


Lentföhrdener Rentner überfiel Bäckerei in Barmstedt                                                                                  SZ 16.7 (tö)

Weil er mit seiner kargen Rente die Miete nicht mehr bezahlen konnte, wurde ein 60-jähriger Lentföhrdener zum Gangster. Der Mann überfiel eine Bäckerei in Barmstedt. Weit kam der Lentföhrdener nach seiner Flucht aber nicht. Schon kurze Zeit nach der Tat wurde in seinem Opel in Offenau von einer Streife des Polizeireviers aus Elmshorn gestellt.
„Zwei normale Brötchen bitte", sagte der 65-Jährige, als er die Stadtbäckerei in der Straße Kuhberg 5 in Barmstedt betrat. Als die 22-jährige Verkäuferin ihm die Brötchentüte übergeben wolle, blickte sie in den Lauf einer Pistole. Der Täter schob der Angestellten eine Beutel rüber und forderte: „Und hier das Geld hinein."........
............Der Räuber lief von der Bäckerei zu seinem Opel, den er auf dem kleinen Markt vor dem Geschäft abgestellt  hatte. Die überfallene Verkäuferin hatte den Rentner verfolgt. Der hatte noch vorschriftsmäßig an einer roten Ampel gehalten, bevor er in Richtung Innenstadt davon fuhr. Die Verkäuferin hatte sich das Kennzeichen gemerkt, ihr Kollegin mittlerweile die Polizei informiert. Schon Minuten später wurde das Fahrzeug von Ordnungshütern entdeckt und gestoppt. Der Rentner ließ sich widerstandslos festnehmen.
Der 65-Jährige gab bei seiner Vernehmung durch Kriminalbeamte als Motiv an, dass er seine Miete nicht mehr bezahlen konnte. Er war bisher unbescholten und kommt auch für weitere Straftaten nicht in Betracht. Bei der Waffe handelte es sich um eine Gaspistole.
Nach seiner Vernehmung wurde der 65-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt. Er hat einen festen Wohnsitz, und es besteht weder Flucht- noch Wiedeholungs- oder Verdunklungsgefahr. 


Naturnahe Umgestaltung der Krummbeek                                                                                            

Juni

Bürgerinformation


Lentföhrdener Schüler waren Spitzenreiter                                                                   Donnerstags-Anzeiger 25.6 (ein)

32. Internationaler Jugendmalwettbewerb   - Der diesjährige Malwettbewerb der Volksbanken und Raiffeisenbanken wurde mit einer großen Schlussveranstaltung im Kieler Schloss beendet. Nach Ehrung der Landessieger wurde den Gewinnern des Malwettbewerbes und den Quizgewinnern mit Lasershow, artistischen Einlagen, Zauberern und Clowns ein buntes Programm geboten.
Vorangegangen war der Malwettbewerb unter dem diesjährigen Motto "Komm mit in eine andere Welt. Märchen-Mythen-Sagen«. Insgesamt über 550 Bilder und 417 Quizscheine aus dem Geschäftsgebiet in und um Bad Bramstedt und Henstedt-Ulzburg erreichten die Raiffeisen- und Volksbank eG. Die Jury, die aus Fachlehrern bestand, hatte die schwierige Aufgabe, aus den Bildern die 20 schönsten Arbeiten auszuwählen. Hiervon wurden für die Altersgruppe I (1. und 2. Klasse) von Laura Homfeldt, Lentföhrden, und Björn Nagel, Henstedt-Ulzburg, gemalt. Für die Altersgruppe II (3. und 4. Klasse) wurden die Bilder von Daniel Menken, Heidmoor, und Marcin Stürwohld, Lentföhrden, eingeschickt.
Die Maler der 20 Bilder erhielten als Gewinn ein mit ihrem Bild bedrucktes T-Shirt und die Einladung zur Schlussveranstaltung im Kieler Schloss. Die Quizgewinner bekamen als Preise T-Shirts, Mousepads und Anstecker des 32. Jugendmalwettbewerbs. Zehn dieser Gewinner konnten als Sonderpreis die Einladung nach Kiel zur Schlussveranstaltung entgegennehmen.
An die Grundschule Lentföhrden überreichte die Raiffeisen­und Volksbank einen Sonderpreis in Höhe von 150 Euro für die größte Beteiligung am Malwettbewerb. Mit 139 Bildern war die Schule wie schon in den Vorjahren Spitzenreiter.          '


Streit über die Autobahn A 20                                                                                                    nord express 19.5.

Rund ein Dutzend Bürgerinitiativen (BI) im Kreis Segeberg kämpfen auch nach der Vorstellung der geplanten Trasse weiter gegen die geplante Autobahn A 20, unter anderem in Lentföhrden. Deren Vertreter sind zur Zeit schlecht zu sprechen auf Hans Möller, den Vorsitzenden des örtlichen Gewerbevereins. Er hatte sich positiv über die neue Autobahn geäußert und deshalb den Zorn der BI zugezogen. „Herr Möller hat in einem Interview ein Zustimmungsbild gezeichnet, das der Wirklichkeit im Gewerbeverein nicht entspricht", sagte die Sprecherin der BI „Lentföhrden contra A 20", Angelika van der Weide.
Gewerbevereinsvorsitzender Möller hatte in einem Gespräch mit der Segeberger Zeitung geäußert, dass der Gewerbeverein der A 20 positiv gegenüber stehe. Diese Aussage hat Frau van der Weide auf die Palme gebracht. Es könne nicht angehen, sagte sie, dass Möller seine und die Meinung eines zweiten Vorstandsmitgliedes als die des ganzen Gewerbevereins verkaufe. Dort seien fast alle von ihr befragten Mitglieder ebenso gegen die Autobahn wie die nicht organisierten Unternehmer. Und auch die Bürger des Ortes stünden wie eine Mauer hinter der BI. „Unser Widerstand ist ungebrochen", verkündete Olaf van der Weide von der BI.
Dass die Bürgerinitiative breite Unterstützung im Dorf habe, betont auch Dirk Schröder, der ebenso wenig Verständnis für die Äußerungen des Gewerbevereinsvorsitzenden hat. Schröder, ein bekannter Reiter, hat rund 70 Privatpferde im Stall stehen. Die A 20 soll gut 20 Meter neben seinen Stallungen verlaufen. “Da ist doch klar, dass die Pferdebesitzer ihre Tiere woanders unterstellen, da auch die guten Ausreitmöglichkeiten beschnitten werden."
Auch die Landwirte plagen große Sorgen, da die Autobahntrasse ihre Felder durchtrennt, was die Bewirtschaftung nicht nur erschwert, sondern auch an die Existenz geht. Horst Krüger, der im Dorf den Edeka-Markt betreibt, spricht dem Gewerbeverein die Berechtigung ab, für die Betriebe des Ortes zusprechen. Von 80 Gewerbetreibenden gehören doch nur 39 dem Verein an. Die Lentföhrdener wollen nach Krügers Worten keine Zusätzlichen Betriebe mehr, um so den Wohnwert des Dorfes zu erhalten. Den Bau der A 20 lehnt auch der Kaufmann strikt ab, weil es sich auch wirtschaftlich nicht auszahlen werde. Peter Schmeling, Mitglied im Gewerbeverein und Inhaber vom Fahrradgeschäft „PMS bikes", hält Möllers Vorgehen für eigenmächtig und seine Aussage für Unsinn. Es habe keinen Vereinsbeschluss für die A 20 gegeben, sagte er.
Möller hingegen bleibt bei seiner Aussage. Eine neue Umgehung von Hamburg ist nötig, unabhängig wo die Trasse verläuft", sagte er. Verwundert zeigte er sich darüber, dass zum Beispiel BI-Sprecherin Angelika van der Weide nicht das persönliche Gespräch gesucht habe.Möller erläuterte noch einmal, wie es zu den Äußerungen des Gewerbevereins zur A 20 gekommen sei. Bei der Jahreshauptversammlung stand der Punkt auf der Tagesordnung. Damals habe die Trassenführung noch nicht festgestanden. Aus dieser Aussprache habe sich das Meinungsbild pro A 20 herauskristallisiert. Das habe ich dann für die Mitglieder zusammengefasst. Es regte sich kein Widerspruch dagegen."

Mai

3000 Besucher bei Lentföhrdener Gewerbemesse                                                                            SZ 26.5 (ach)

Hans Möller, Vorsitzender des Gewerbevereins Lentföhrdens und Mitinitiator des Lentföhrdener Dorffestes mit angeschlossener Gewerbeschau, war zufrieden.
Rund 3000 Besucher waren am Sonnabend zur zweiten Veranstaltung dieser Art zum Gemeindezentrum gekommen. Über zwanzig Unternehmer aus Handel, Handwerk und Gewerbe sowie Vereine, Verbände und Parteien präsentierten sich. Insbesondere die jungen Besucher hatten Spaß an dem bunten Cocktail aus Gewerbe und Entertainment.....
......Carsten und Dirk Rehder, die Inhaber des Lentföhrdener Unternehmens „Heizungsbau Rehder" sagten, dass eine Gewerbeschau für den Ort wichtig sei: „Mit einer solchen Resonanz haben wir nicht gerechnet. Insbesondere das Interesse an Solaranlagen und Brennern überraschte uns. Das zeigt, wie interessiert unsere Mitbürger an den Angeboten unserer örtlichen Betriebe sind", brachte Dirk Rehder die Meinung seiner Mitaussteller auf einen Nenner.
Am Abend wurde es dann noch richtig gesellig. DJ Klaus Harupka aus Trappenkamp sorgte mit fetzigen Rhythmen vom Plattenteller dafür, dass im Festzelt echte Dorffeststimmung aufkam.


A 20 in Lentföhrden - Fluch oder Segen?                                                                                                 SZ 22.5

Wenn am Sonnabend, 25. Mai, die Gewerbeschau rund um das Lentföhrdener Gemeindezentrum stattfindet, werden Geschäftsleute und Besucher bestimmt auch über diese Frage diskutieren: Was bringt der geplante Bau der Autobahn A 20 für die Gemeinde, über deren Gebiet die Trasse verlaufen soll? „Die A 20 hat für unsere Gemeinde viele positive Aspekte", glaubt Hans Möller, Vorsitzender des Lentföhrdener Gewerbevereins. Welche Vorteile die Autobahn seiner Meinung nach bringt, und wie er Lentföhrden als Wirtschaftsstandort zurzeit einschätzt, erklärte Hans Möller in einem Gespräch mit der Segeberger Zeitung.

Gewerbevereinschef Hans Möller über die wirtschaftliche Zukunft Lentföhrdens


A 20-Beschluss: Kommentar                                                                                                             SZ 15.5.

Norbert Dähling, Bürgermeister in Lentföhrden: Wir lehnen die Trasse ab. Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Landwirte werden benachteiligt, deren Äcker durchschnitten. Schon heute ist die Bewirtschaftung der Felder durch ein Wasserschutzgebiet beeinträchtigt. Zum Zweiten wird die B4, die mitten durch den Ort geht, wohl Zubringer zur A20. Dann haben wir noch mehr Stau im Dorf. Zum Dritten erschwert die A20 unser Werben für unsere Erholungsangebote in der Natur. Mit der A7 haben wir ja schon heute eine Autobahn in der Nachbarschaft. Zum Vierten befürchten wir, dass die A20 weg vom Bramstedter Kur- und Golfgebiet in unsere Richtung verschoben wird. Insgesamt sind wir aber realistisch: Am Bau der A20 wird nichts zu machen sein. Wir können höchstens im Detail was ändern.

  A20 Detailkarte, Stand Mai 2002


A 20: Südlich an Bramstedt und Forst vorbei - Land beschließt Trassenführung                                            SZ 14.5.

Kreis Segeberg (ger) Für den Bau der Autobahn A20 zwischen Bad Segeberg und der Elbe westlich Hamburg fällt heute eine wichtige Vorentscheidung. Die Landesregierung berät über die Trasse, die sie dem Bund als Bauherrn vorschlagen will. Nach Informationen der Segeberger Zeitung liegt dem Kabinett ein Entwurf des Landesverkehrsministeriums vor. Enthalten sind auch Knackpunkte für den Kreis Segeberg: Die A20 soll jeweils südlich von Bad Bramstedt und südlich der B 206 geführt werden.
Die Vorschläge überraschen nicht. Sie zeichneten sich bereits in früheren Stellungnahmen des Landes ab. In beiden Fällen gehen die Planer den so genannten Nordtrassen aus dem Weg. Sie könnten mit erheblichen Belangen des Naturschutzes kollidieren.
Bei Bad Bramstedt würde im Norden die Osterau gequert, ein hochrangiges Schutzgebiet. Ein Nebenaspekt: Mit einer nördlichen Autobahntrasse würden die langjährigen Planungen der Stadt für eine Umgehungsstraße Nord unterlaufen.
Die Nordvariante im Bereich des Segeberger Forstes mit der B206 als Haupttrasse lassen die Planer ebenfalls außen vor. Die A20 würde mitten zwischen zwei Schutzgebiete führen, die die EU-Kommission zu einem zusammenlegen könnte. Die Planer favorisieren die Trasse südlich Bark und Hartenholm.
Ob Nord- oder Südtrassen: Rund ein Dutzend Bürgerinitiativen im Kreis lehnt die A20 prinzipiell ab. Die BI´s werben hinter den Kulissen für ihre Ziele. Vor wenigen Wochen hatten sie in einem Geheimtreffen Verkehrsminister Bernd Rohwer und seine Chefplaner privat zu Gast. Bei Kaffee, Kuchen und Häppchen plauschten sie zweieinhalb Stunden in einem Hartenholmer Haus miteinander.

Information der Landesregierung

April

Blut zu spenden ist fast sein Hobby                                                                                            SZ 25.4 Text und Foto gmg

Schon 75 Mal hat Manfred Studt aus Nützen-Kampen Blut gespendet und damit sicherlich beigetragen, unbekannten Empfängern das Leben zu retten. Der großzügige Landwirt ist 46 Jahre alt, ein Kerl wie ein Baum und Vater zweier Jungen von 20 und 22 Jahren. Die erste Blutspende hat er bereits mit 18 Jahren geleistet. Seitdem ist er so oft es geht dabei, der regelmäßige Besuch beim Deutschen Roten Kreuz ist schon fast zu einem Hobby geworden. Geboren ist der Landwirt in Lentföhrden, wo er sich seit vielen Jahren anzapfen lässt, um sich hinterher besonders wohl zu fühlen. Studt meint, dass seine Leistungsfähigkeit durch die Blutspende erhöht werde. Lisa Pappel, seit drei Jahren Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, ist keine Frau der großen Worte. Ihren Dank an Manfred Studt drückte sie in Form eines flüssigen Präsents aus. Sie hofft, ihren eifrigsten Spender auch zur hundertsten Blutabgabe begrüßen zu dürfen.


Holger Pohlmann räumte Bürgermeisterposten in Lentföhrden - Norbert Dähling (SPD) zum Nachfolger gewählt                                                                                                                                          Auszug   SZ 20.4. Foto zwi

Nach seinem freiwilligen Abschied vom Bürgermeisterposten zeigte Holger Pohlmann in der jüngsten Gemeindevertretersitzung, wie er künftig seine Freizeit nutzen will. Auf einem Kinderrad drehte der Sozialdemokrat, der zwölf Jahre an der Spitze der Lentföhrdener Gemeindevertretung stand, im Kultur- und Jugendzentrum einige Runden. .....
....Den frei gewordenen Bürgermeisterstuhl nahm Norbert Dähling ein. Die SPD-Fraktion hatte das Vorschlagsrecht und den Genossen benannt. 13 der 17 Gemeindevertreter votierten in geheimer Abstimmung für den 52-jährigen Lehrer, der keinen Gegenkandidaten hatte. Dähling und Pohlmann haben in der Vertretung nur die Plätze getauscht, denn der Ex-Bürgermeister will kommunalpolitisch aktiv bleiben.

Bevor Norbert Dähling (rechts) in der Lentföhrdener Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend auf dem Bürgermeisterstuhl Platz nehmen durfte, musste er den Amtseid ablegen. Der stellvertretende Bürgermeister Hans Pump verpflichtete den Sozialdemokraten. Holger Pohlmann hatte am Tag zuvor das Bürgermeister-Ehrenamt niedergelegt, deshalb brauchte er die Sitzung nicht zu leiten. 

Holger Pohlmann erhielt an dem Abend jede Menge Lob aus dem Dorf und dem Amtsbereich. Klaus Brakel, Amtsvorsteher und Bürgermeister in Nützen, betonte Pohlmanns soziale Einstellung. ...
...Die Ordnungsliebe hat Pohlmann, der in der Amtsverwaltung Kaltenkirchen-Land seine Verwaltungslaufbahn begann und nun bei der Stadt Neumünster als Abteilungsleiter beschäftigt ist, auch als Bürgermeister ausgezeichnet. In den vergangenen zwölf Jahren hat sich das Dorf kräftig entwickelt. Unter anderem wurden ein neues Feuerwehrhaus und ein Kindergarten gebaut. „Die Infrastruktur stimmt, und du übergibst sehr geordnete Verhältnisse an deinen Nachfolger", lobte der stellvertretende Bürgermeister Hans Pump (CDU...
Norbert Dähling - Vater von fünf Kindern - übernahm den Posten in der Zuversicht, für mehrere Jahre die Aufgaben des Bürgermeistern mit den beruflichen Pflichten und den Ansprüchen der Familie vereinbaren zu können. Der Sozialdemokrat will deshalb bei der Kommunalwahl im Frühjahr nächsten Jahres als SPD-Spitzenkandidat antreten.


Hobbypflüger fast so gut wie echte Bauern                                                                                SZ 16.4. Text und Foto

Ein eisiger Wind strich über den Acker, als das kalte Metall sich seinen Weg durch die feuchte Erde bahnte. Die Lentföhrdener Mitglieder des Vereins Schlepperfreunde Henstedt-Ulzburg (Foto) ließen sich bei ihrem Leistungs-Wettpflügen auf einem Feld in der Nähe der Weddelbrooker Straße jedoch nicht vom Wetter beeindrucken. Die zehn Hobbypflüger gaben sich größte Mühe, die Furchen gerade und gleichmäßig zu ziehen. Dabei starteten je fünf Hobbypflüger mit zum Teil über 50 Jahre alten Treckern und Pflügen, die teils mit, teils ohne Regelhydraulik arbeiteten. Ihre Leistung stand auf hohem Niveau, lobten die Preisrichter am Ende der von Hans Rickert (64) organisierten Veranstaltung. Dabei war kein einziger Teilnehmer gelernter Landwirt. Doch auch die Juroren mussten sich ganz schön ins Zeug legen. Während die Schlepper-Fans hoch auf ihren Metallrossen ihre Bahnen zogen, wateten die Begutachter von früh bis zum späten Nachmittag mit der Messlatte in der Hand durch den Matsch. Die meisten eingesetzten Oldtimertraktoren stammten von den Herstellern McCormick und Fendt. Für die Sieger gab es prächtige Wanderpokale. Den Cup für Schlepper mit Regelhydraulik errang Bernd Heeren aus Lentföhrden. Lars Buhmann, ebenfalls aus Lentföhrden, konnte sich über den Pokal freuen, der für Schlepper mit einfacher Hydraulik vergeben wurde. Im Oktober soll in Kisdorf auf dem Acker von Holger Jakobs voraussichtlich eine noch größere Veranstaltung, an bis zu 40 Pflüge teilnehmen werden, stattfinden. Dazu ist auch ein Baumstammziehen geplant.


Kindergartengebühren werden erhöht                                                                                        UMSCHAU 10.4.

Auf der jüngsten Gemeindevertretersitzung stand auch das Thema Kindergartengebühren auf der Tagesordnung. Nach Auskunft von Bürgermeister Holger Pohlmann hatte sich der Haupt- und Finanzausschuss mit der Neukalkulation der Gebühren befasst und eine Anpassung für die Kindergartenjahre 2002/2003, 2003/2004 und 2004/2005 ab August diesen Jahres empfohlen. Wie der Bürgermeister in der Versammlung erklärte, sei die geplante Anpassung im Vergleich zu den Umlandgemeinden noch relativ günstig: „Obwohl in der Regel cirka 40 Prozent der Betriebskosten durch Elternbeiträge gedeckt werden sollen, beträgt der hiesige Elternanteil nur 28 Prozent", so Pohlmann laut Protokoll. Das Gemeindeprüfungsamt habe der Gemeinde danach dringend empfohlen, die Elternbeiträge zum nächsten Kindergartenjahr zu erhöhen. Von den Elternvertretern gab es keinerlei Einwendungen und so beschlossen die Gemeindevertreter die geplante Gebührenanpassung. Die Kosten pro Kind richten sich nach der Betreuungszeit und werden gestaffelt in den nächsten Jahren angehoben. Für das laufende Jahr betragen die Gebühren ab August, je nach Gruppe, zwischen 40 und 135 Euro. Der Monat während der Schließung in den Sommerferien ist beitragsfrei.

März

Holger Pohlmann erklärte Rücktritt                                                                                            SZ 16.3 Text und Foto zwi

Bürgermeister gibt Mitte April sein Amt ab 

Am 26. April 1990 wurde der Sozialdemokrat Holger Pohlmann in Lentföhrden zum Bürgermeister gewählt. Fast genau zwölf Jahre später will er das Amt aufgeben. „Einziger Grund dafür ist mein Beruf", erklärte der 49-Jährige in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag. Pohlmann arbeitet als Abteilungsleiter in der Neumünsteraner Stadtverwaltung und ist dort seit einigen Monaten zeitlich so sehr eingebunden, dass sein Ehrenamt im Heimatdorf zu kurz kam. Die Entscheidung zum Rücktritt wurde nicht über Nacht gefällt, sondern reifte über Wochen, wurde aber nicht an die große Glocke gehängt. Über seine Zeit als Bürgermeister, seinen Heimatort Lentföhrden, künftige Vorhaben und die große Politik sprach Holger Pohlmann im SZ-Interview.

Nachfolger steht bereit

Dank einer absoluten Mehrheit der SPD in der Lentföhrdener Gemeindevertretung ist der Sozialdemokrat Norbert Dähling bei der angestrebten Wahl zum Nachfolger von Bürgermeister Holger Pohlmann nicht auf das Wohlwollen der anderen Fraktionen angewiesen. In der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag, 18. April, will der 52-jährige Lehrer das Amt übernehmen. Dähling ist in Neumünster geboren und wohnt - nach Stationen unter anderem in Nützen und Bad Bramstedt - seit 1980 in Lentföhrden. Seit Anfang der 80er Jahre besitzt er das SPD-Parteibuch, als Gemeindevertreter ist er seit acht Jahren aktiv. Im Dorf bekannt ist der Pädagoge, der am Gymnasium in Kaltenkirchen beschäftigt sowie in der Lehrerausbildung tätig ist, als Vorsteher des Schulverbandes Lentföhrden-Nützen. Der Vater von fünf Kindern und Computer-Experte möchte nicht nur bis zur nächsten Kommunalwahl im Frühjahr 2003 Bürgermeister sein, sondern hofft auf eine Wiederwahl.


Bürgerinformation an alle Haushalte


70 Jahre in der Feuerwehr                                                                                                        SZ 11.3 (gmg)

Jasper Schümann aus Lentföhrden erhielt an seinem 89. Geburtstag besondere Auszeichnung

Mit diesem Rekord wird Jasper Schümann garantiert in die Chronik der Lentföhrdener Feuerwehr eingehen, denn seit sieben Jahrzehnten hält der Landwirt viel von Kameradschaft. So viele Jahre kann sonst niemand der Lentföhrdener Feuerwehrleute vorweisen. Begonnen hat Jasper Schümann seine Feuerwehrzeit jedoch 1932 in seinem Geburtsort Wiemersdorf, seit dem Umzug 1936 nach Lentföhrden gehört er der hiesigen Wehr an, aber auch diese 66 Jahre sind Spitze.
Am vergangenen Wochenende feierte Jasper Schümann seinen 89. Geburtstag, zu dem eine Delegation der Feuerwehr zu einem ganz besonderen Einsatz anrückte. Wehrführer Heinrich Freyer überreichte dem Rekordhalter einen siebten Ärmelstreifen, obgleich diese Auszeichnung nicht mehr gebräuchlich ist. „Kamerad Schümann hat schon sechs Ärmelstreifen an der Jacke, ein siebter passt dort noch gut hin", meinte Freyer, der dem Jubilar auch die heutzutage geltende Auszeichnung - eine Ehrenspange - anheftete.
Trotz seines hohen Alters und einiger körperlicher Gebrechen ist Jasper Schümann noch immer sehr interessiert an dem Geschehen in der Wehr. Besonders die Jugendarbeit interessiert den Senior, der als Aktiver zehn Jahre lang Wehrführer war und wegen seiner Treue zur Wehr mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold geehrt wurde. Überaus aktiv war der Oberfeuerwehrmann auch bei den Skatabenden der Truppe. Wegen der angeschlagenen Gesundheit kann er dieses Hobby aber nicht mehr ausüben.....................
.................Einen Apfel- und einen Birnenbaum hat die Gemeinde vor sein Haus gepflanzt. Alle Geburtstagsgäste hoffen, dass Jasper Schümann die Bäume noch oft blühen und Früchte tragen sieht. Für Ehefrau Elli, die unzählige Stunden auf den zum Feuerwehrdienst aushäusigen Gatten verzichten musste, gab es einen schönen Blumenstrauß.


Gewerbeverein für Bau der A 20;   Lentföhrden - ein Dorf - zwei Meinungen                           SZ 6.3 (zwi)

In Lentföhrden gibt es nicht nur eine rege Bürgerinitiative gegen den Bau der Autobahn A20, sondern auch zahlreiche Befürworter des geplanten Straßenbauprojektes. In der jüngsten Mitgliederversammlung des Gewerbevereins haben sich die Unternehmer einmütig für eine neue Straße von Lübeck durch den Kreis Segeberg bis zur Elbe und weiter nach Niedersachen bis zur A1 ausgesprochen. „Handel und Gewerbe sind auf bestmögliche Verkehrswege angewiesen", erklärte Hans Möller, Vorsitzender des rund vierzig Mitglieder zählenden Vereins. Die Zustimmung zu den Straßenbauplänen von Bund und Land gelte auch dann, wenn bei der Entscheidung für eine A-20-Trasse die Variante gewählt würde, die unweit von Lentföhrden verläuft.
Die Gewerbetreibenden beschäftigen sich aber nicht nur mit landesweiten Straßenbauprojekten, sondern auch mit örtlichen Vorhaben. Zurzeit wird die Gewerbeschau vorbereitet. Die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde und anderen örtlichen Vereinen soll am Sonnabend, 25. Mai, stattfinden.
 

Februar

Aus der Gemeindevertretung: Beschlüsse rund ums Bauen                                                          UMSCHAU 20.2 (zb)

Mit unterschiedlichen Änderungen zum Flächennutzungsplan beschäftigten sich die Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter während ihrer Februarsitzung. Bürgermeister Holger Pohlmann erklärte dazu, dass der 1990 erstellte Flächennutzungsplan keine unmittelbare Auswirkungen entfaltet. Dagegen könnten aus einem Bebauungsplan konkrete Bauabsichten realisiert werden. Im gleichen Zusammenhang informierte er weiter, dass sich die Reinigungskapazität der Kläranlage an der Grenze befände. Problematisch sei insbesondere der Schlachtbetrieb, der der Anlage eine erhebliche Schmutzfracht zuführt. Der Klärschlamm habe :ich in den letzten Jahren nahezu verdoppelt, ergänzte Gemeindevertreter Hans-Hermann Pohlmann.
Endlich läge jetzt der Planentwurf des Kreisplanungsamtes Segeberg vor und so rechnet die Gemeinde nach erneuter Beantragung mit einer Genehmigung für eine Gewerbefläche im Randbereich der Landesstraße 319 (ehemals B 4 ). Eine weitere Fläche östlich des Karkweges entlang der Kieler Straße ist für Wohnbebauung und die Ansiedelung nicht störender Gewerbeflächen vorgesehen. Ebenfalls zustimmend, wenn auch mit einiger, Diskussion, verabschiedeten die Kommunalpolitiker eine Änderung des F-Plans für den Bereich nördlich und südlich der Brücke über die Dreckau zwischen der Straße Zur Waldburg und der Dreckau. Hier hatte der Kreis aufgrund mehrerer Beschwerden eine Bestandsaufnahme der Häuser in der Freizeitsiedlung durchgeführt, die bisher vom Kreis nur geduldet wurden. Um die notwendige Rechtssicherheit herzustellen, empfahl die Behörde ein entsprechendes Bauleitverfahren. Die Mandatsträger beurteilten das Problem unterschiedlich. Einerseits wurde die Legalisierung angestrebt, andererseits wurde die konsequente Entfernung der Bauten wegen ihrer Illegalität gefordert. Nur eine Zwei-Stimmen-Mehrheit entschied letzten Endes, dass jetzt beim Kreis die Legalisierung der Freizeitsiedlung beantragt wird.
Abgelehnt mit einer Stimme Mehrheit wurde dagegen eine erneute Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich westlich der Kieler Straße, nördlich des Gebietes Süderweg. Dort sollte eine Fläche von 5000 Quadratmetern ausgewiesen werden, obwohl laut Gemeindevertreter Hans-Hermann Pohlmann ursprünglich nur von drei Bauplätzen die Rede war. Er sprach sich vehement gegen dieses neue Konzept aus, da dies unter anderem eine Wertminderung der Grundstücke der bisherigen Anlieger bedeute, da sie dann nicht mehr in Waldnähe wohnten.
Einig waren sich die Gemeindevertreter in ihrer Ablehnung eines B-Planes für den nördlichen Querweg. Dort möchte ein Investor Doppelhäuser errichten. Bevor sich die Kommunalpolitiker erneut mit diesem B-Plan befassen, wollen sie zunächst einmal die Kosten für die Erweiterung der Kläranlage überprüfen.
Die Änderung des B-Planes östlich der Weddelbrooker Straße wurde ohne Meinungsverschiedenheit abgehakt. Die dort in Flachdachhäusern wohnenden Anlieger dürfen demnächst daraus Häuser mit Sattel- oder Walmdach machen.
 

Januar

Ruhiges Jahr mit nur zwölf Einsätzen - Brandschutzehrenzeichen in Silber für Volker Götsch und Rolf Pohlmann   SZ 2.2 (gmg)

Über ein ruhiges Jahr konnte Heinrich Freyer, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Lentföhrden, bei der Jahreshauptversammlung berichten. 12 Einsätze mussten die Blaurocke bewältigen: drei Pkw-Unfalle, ein Pkw-Brand, Nachbarschaftshilfe bei einem Brand in Schmalfeld sowie vier Klein- und Flachenbrände. Dazu kam das Auspumpen von Kellern und die Beseitigung umgestürzter Bäume.
44 Aktive zahlt die Lentföhrdener Feuerwehr. Darunter sind drei Frauen. Dazu kommen 11 Ehrenmitglieder, 240 Passive und sechs junge Leute, die in den Jugendwehren Kaltenkirchen und Schmalfeld ihren Dienst versehen.
Zu den Einsätzen kamen noch 11 Dienstabende, die Funk- und Gruppenübungen sowie die Unterstützung bei Veranstaltungen.
Wehrführer Freyer konnte mit Ronald Djukic einen Anwärter vorstellen. Anwärter Torsten Stührwohld wurde nach einem Jahr als Feuerwehrmann in die Wehr eingegliedert. Mit Anne Klasen and Stefan Möller verließen zwei Wehrmitglieder wegen Wohnungswechsel die Lentföhrdener Wehr.
Für 20-jährige Treue zur Wehr erhielt Ferdinand Polenz die Ehrenspange. Georg Plauschinn konnte sich mit der Spange für 30 Jahre Dienst an der Allgemeinheit schmücken lassen. Besonders feierlich wurde es, als Volker Götsch und Rolf Pohlmann (s.Photo) von Bürgermeister Holger Pohlmann and dem Wehrführer mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen in Silber am Bande ausgezeichnet wurden. Das ist der Dank für 25 Jahre Dienst in der Wehr.
Beförderungen galt es auch zu feiern. So wurden Steffen Decker, Thomas Jarck and Benjamin Kröger zu Oberfeuerwehrmännern und Nils Boge und Michael Pohlmann zu Hauptfeuerwehrmännern ernannt.
Der Posten des Schriftführers war durch das Ausscheiden von Stefan Möller frei geworden. Als Nachfolger wurde Thomas Jarck gewählt. Carsten Rehder bleibt Kassenwart.


Kleinlaster beschlagnahmt                                                                                                                                                     SZ 29.1. (PRS)

Um die Verursacher eines Unfalls am Sonntagmorgen dingfest zu machen, hat die Polizei das Auto and die Kleidung der mutmaßlichen Unfallflüchtigen beschlagnahmt. Auf den in der Schmalfelder Straße abgestellten Ford Mondeo einer 39-jährigen Hartenholmerin war ein Opel Movano aufgefahren. Der Opel-Kleinlaster blieb am Unfallort zurück, der Fahrer flüchtete zu Fuß. Über den Fahrzeughalter ermittelte die Polizei Bad Bramstedt einen 33-jahrigen Lentföhrdener und einen 24-jahrigen Norderstedter als mutmaßlichen Fahrer. Die alkoholisierten jungen Männer stritten eine Beteiligung ab. Den beiden wurde eine Blutprobe entnommen. An den Autos entstanden Schaden in Höhe von 5000 Euro.


Gemeinschädliche Sachbeschädigungen                                                                                                Polizeiberichte Donnerstag-Anzeiger

Am Sonntag, 20. Januar, 15.15 Uhr, beschädigte ein 13-jahriger Lentföhrdener offensichtlich aus Übermut die Scheiben eines Wartehäuschens am Bahnhof. Der Junge muss nun mit Schadensersatzforderungen gegen seine Eltern in Höhe von 400 Euro rechnen.

Verstoß gegen die Gefahrhundeverordnung

Am Dienstag, 1. Januar, gegen 12.30 Uhr, kam es in Lentföhrden, Saarenweg, zu einer Verletzung eines Fox-Terriers, der von seinem "Herrchen" zunächst nicht an der Leine geführt wurde. Als der 64-jahrige Lentföhrdener jedoch einen Schäferhund entgegenkommen sah, hielt er sein Tier fest. Der Halter des Schäferhundes war von seinem Hund etwas weiter entfernt and konnte nicht verhindern, dass der Terrier gebissen wurde. Er hielt ihn dann zwar fest, leinte ihn jedoch nicht an. Die beiden Männer tauschten dann die Personalien aus, wobei sich herausstellte, dass der Besitzer des Schäferhundes seinen Wohnsitz falsch angegeben hatte. Der Terrier musste beim Tierarzt mehrfach genäht werden - der Schäferhundhalter wird als etwa 45 Jahre, 180 cm groß, mit angegrautem, mittellangen Haar beschrieben.