Archiv 2004

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Dezember



Lentföhrden erhöht Steuern                                                                                                    SZ (ach) 20.12

Hausbesitzer, Landwirte und Gewerbetreibenden in der 2300 Einwohner zählenden Gemeinde Lentföhrden müssen sich im kommenden Jahr auf höhere Abgaben einstellen. So werden die Grundsteuern A und B von 200 um 20 Prozent auf 240 Punkte angehoben, der Gewerbesteuersatz erhöht sich von 275 auf 310 Punkte. Das beschlossen die Fraktionen von CDU und FDP gegen die Stimmen der SPD bei den Etatberatungen für das kommende Jahr.
Die Sozialdemokraten hätten einer zehnprozentigen Erhöhung der Grundsteuern zugestimmt. Voraussetzung wäre für sie allerdings gewesen, dass die Gebühren für die Kindertagesstätte nicht angehoben werden. Darüber wollen die Gemeindevertreter aber erst im Januar abstimmen.
Die Steuererhöhungen sind aus Sicht von CDU und FDP nötig, um die Ausgaben im laufenden Verwaltungsbetrieb decken zu können. Als Hauptursache der angespannten Finanzsituation wurden sinkende Einnahmen aus der Einkommensteuer in Folge gestiegener Arbeitslosigkeit angeführt; als weitere Gründe nannte Bürgermeister Kurt Sander (CDU) höhere Abgaben an den Kreis und das Amt. Nicht angreifen will die Gemeinde ihre Rücklage von 111000 Euro; bis Ende 2005 wird sie auf rund 260000 Euro wachsen.
Zurückhaltend plant Lentföhrden im kommenden Jahr die Investitionen. 100000 Euro aus dem 2,46 Millionen-Euro-Haushalt (2,11 Millionen Euro im Verwaltungsteil, 350000 Euro im Vermögensteil) werden für die notwendige Sanierung der Kläranlage ausgegeben. Dem Sparkurs zum Opfer fiel dagegen der ursprünglich geplante Ausbau des so genannten „Platzes der Generationen“ am Mönkloher Weg. Das Projekt eines Dorftreffpunktes für Jung und Alt wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
Das Thema Golfplatz ist in Lentföhrden nach den Worten von Sander endgültig vom Tisch. Das habe die Hamburger Flughafengesellschaft als Besitzerin der ins - Auge gefassten Fläche der Gemeinde schriftlich mitgeteilt. Der Vorstand habe kein Interesse mehr an einem solchen Projekt.
Einnehmen will die Kommune 483 900 Euro aus Schlüsselzuweisungen, 16300 Euro aus der Grundsteuer A, 158400 Euro aus der Grundsteuer B, 78900 Euro aus der - Gewerbesteuer und 476000 Euro aus der Einkommenssteuer. Ausgaben von 183 400 Euro macht allein der Posten Schule aus - für die Umlage an den Schulverband Nützen / Lentföhrden, für Beiträge an weiterführende Schulen sowie die Schülerbeförderung mit dem Bus. 214400 Euro kostet die Betreuung der Kleinen in der Kindertagesstätte, 411600 Euro bekommt der Kreis und 252000 Euro das Amt Kaltenkirchen-Land. 20700 Euro müssen aus der Gewerbesteuer wieder abgeführt werden.
Bürgermeister Sander
wünscht sich für das kommende Jahr unter anderem die Ansiedelung von neuen Betrieben. Insgesamt 4500 Quadratmeter voll erschlossene Gewerbegrundstücke könnten kurzfristig bebaut werden. Wer Interesse hat, sein Unternehmen in Lentföhrden anzusiedeln, kann sich an den Bürgermeister (Tel. 04192 / 4946) wenden.

November

 


Hans Rickert schwärmt für Trecker-Oldies                                                                                                dk. Umschau 11.11

Hans Rickert aus Lentföhrden hat seinen ehemaligen Kuhstall in eine Ausstellungshalle für Trecker-Veteranen umgestaltet. Dort wo einstmals Rindviecher gemächlich ihr Futter malmten, stehen heute neun schmucke instand gesetzte rot glänzende Traktoren der Marke Mc Cormick. Dazu muss man wissen, dass der 67-Jährige ein Fan von Traktoren dieser Herstellerfirma ist.
Bis 1991 noch aktiver Landwirt, kaufte sich Hans Rickert 1971 einen Trecker der Marke Mc Cormick 353. Die Zahl von hinten gelesen sagt dem Kenner, dass das Fahrzeug über einen Drei- Zylinder-Motor von 35 PS verfügt. Zusammen mit seinem Sohn Jens, einem gelernten Landmaschinen-Mechaniker, machte der Landwirt seinen „Einsteiger“ - Erwerb wieder schick. Schrauben, putzen, den Motor wieder in Gangbringen und das Gefährt erneut mit Farbe versehen, gehören zu den Ritualen für die „Wiedergeburt“ eines solchen Sammlerstücks. Besonderheit des Mc Cormick 353: Er verfügt zusätzlich über ein Mähwerk und war bis zu Rickerts Aufgabe der Landwirtschaft aus gesundheitlichen Gründen, auch noch im Einsatz.
Im Laufe der Zeit hatte der Lentföhrdener sowohl seinen Sohn Jens als auch den Schwiegersohn Bernd Heeren mit dem Trecker-Virus infiziert. Als Arbeitslohn für seine Mithilfe beim "Auffixen“ der alten Zugmaschinen bekam der Sohn
vom Vater einen Mc Cormick 432-Traktor. Der Schwiegersohn Bernd, ein gelernter Landwirt, wollte nicht nachstehen und kaufte sich einen McCormick 423. Zu jedem der Sammlerstücke fällt Hans Rickert stets eine interessante Geschichte ein. Sein ältestes Modell, ein Mc Cormick Farmall D 320, Baujahr 1956, stammt beispielsweise aus einer amerikanischen Herstellerserie, die in Neuss am Rhein und in Heidelberg gebaut wurde. Hans Rickerts Fahrzeug zeichnet sich durch einen Bagger an der Vorderfront aus. Heute findet in den genannten Städten keine Fabrikation mehr statt, so der Sammler.
Zu den weiteren Schmuckstücken zählen unter anderem ein Mc Cormick International mit einem Drei-Zylinder und 38 PS- Motor von 1975 sowie ein Zwei- Zylinder-Modell D 217 mit 17 PS von 1962. Letzterer habe ursprünglich einem Hobbylandwirt Hans Rickert in Bad Bramstedt gehört, erinnerte sich der Lentföhrdener Hans Rickert. Er habe den Trecker dann 2003 von einem Gärtner der Rheumaklinik erworben und nach dem Kauf wieder betriebsfertig gemacht.
Um an ein Wunschmodell heranzukommen, sei manchmal längeres Warten erforderlich, schmunzelte Hans Rickert beim Erzählen. Ihm sei es so mit dem D 320-Farmall-Modell von Mc Cormick ergangen, das sich in sehr desolatem Zustand befunden hatte, bevor es in seine Hände kam. Zuerst habe sich der Altbauer auf dessen Hof das Gefährt stand, gegen den Verkauf gesträubt. Doch als der Preis gestimmt habe, sei man handelseinig geworden.
Einmal jährlich beteiligt sich der Mc-Cormick-Fan am Leistungspflügen mit einem Anhängepflug. Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung des Lanz-Bulldog Clubs und der Pflügergemeinschaft Schleswig-Holstein. Um den Pflug zu den Veranstaltungsorten befördern zu können, baute sch Hans Rickert an seinen Mc Cormick 436/Baujahr 1962 einen Frontlader. Auch am clubinternen Leistungspflügen der Schlepperfreunde Henstedt-Ulzburg mit seinen 20 Mitgliedern beteiligt sich der Trecker-Freak. Dieser Wettbewerb findet April auf landwirtschaftlichen Flächen in Lentföhrden statt. Dazu werden immer wieder Landwirte gesucht, die ihre Flächen für die seit vier Jahren bestehende Veranstaltung zur Verfügung stellen. Für 2005 hat Manfred Mißfeldt (Lentföhrden) seinen Acker bereitgestellt. Damit die Durchführung funktioniert stellt Werner Holtz vom Lanz-Bulldog-Club Schleswig- Holstein zwei Richter ab. Zirka zweimal im Monat treffen sich die Henstedt-Ulzburger Treckerfreunde in Hans Rickerts früherem Kuhstall zum Erfahrungsaustausch und Fachsimpeln. Übrigens gehören auch Frauen dazu, die auf dem Trecker sitzen und an Wettbewerben teilnehmen. Andere wieder, wie Hans Rickerts Ehefrau Lieselotte, wirken lieber im Hintergrund mit.

September


 

Der Seniorenverein feierte 30-jähriges Bestehen                                                                                 SZ 1.9.


„Hoch die Gläser, hoch das Leben, hoch die Liebe, trallalala ...", so tönte es Besuchern des Jugend- und Kulturzentrums in Lentföhrden fröhlich entgegen. Hier hatte der örtliche Seniorenclub allen Grund zum Feiern, denn er besteht seit 30 Jahren....
..Damit die Jubiläumsfete gelingt, waren viele fleißige Hände für die Vorbereitungen vonnöten. Angefangen von einigen Vorstandsmitgliedern, die für die bunten Tischdekorationen zu sorgen hatten, bis zu den beiden Küchenfeen, die für die unterschiedlichen Getränke zuständig waren. Rosemarie Jahner kümmert sich seit 25 Jahren um den gemütlichen Ablauf der monatlichen Zusammenkünfte des Altenclubs und Frauke Böge ist seit 19 Jahren mit dabei. Den beiden Frauen dankte der Vorsitzende August Mohr ebenso mit einem netten Präsent, wie der Leiterin der. Tanz- und Bewegungsgruppe, Erna Kopczinski. Sie trainiert die „Hüpfdohlen“ nun schon seit 14 Jahren. Wie erfolgreich diese Übungsstunden sind, führten gleich zwei Formationen in zünftiger Kostümierung den begeistert applaudierenden Mitgliedern und Gästen auf anschauliche Weise vor. Zur gelungenen musikalischen Unterhaltung der Festteilnehmer trug auf bewährte Weise das Ehepaar Wendland aus Bad Bramstedt bei. Beide intonierten bekannte Volksweisen und Melodien aus Musicals und Operetten. Dabei gefiel besonders Bernd Wendlands weittragender Tenor, während Erika Wendland mit ihrem Akkordeon für Stimmung sorgte. Die mitunter recht humorvollen musikalischen Einlagen mochten auch die Ehrenmitglieder Hedi Ochsendorf (84), Käthe Rathjens (81). sowie Johanna Schröder (85) und Dora Wessel (91) gerne, zumal dabei kräftig mitgesungen werden konnte. Die betagten Damen gehören zu den ältesten Mitgliedern des Clubs. Allerdings konnte die 93jährige Erne Neumann aus Gesundheitsgründen nicht zu dem Jubiläumstreffen kommen....
..Im Beisein von Bürgermeister Kurt Sander, der natürlich nicht mit leeren Händen erschienen war, und zur Begrüßung auf die kommunalen Abläufe der zurückliegenden 30 Jahre in der Gemeinde aufmerksam machte, hielt der Vorsitzende August Mohr Rückschau auf die Anfänge des Altenclubs Lentföhrden. ..
... Heute gehören dem Verein 66 Mitglieder an. Mit Ilse Dersewski konnte der Vorsitzende den Festteilnehmern das neue Mitglied gleich vorstellen...
..Gedanken macht sich der Vorsitzende darüber, dass dem Altenclub Lentföhrden die „jungen Alten“ fehlen, denn die Mitgliederzahl von 100 habe sich in den letzten Jahren durch unterschiedliche Gründe rückläufig entwickelt. „Unsere älteren Mitbürger, die das Eintrittsalter für unseren Club erreicht haben, fühlen sich heute noch nicht alt“, resümierte Mohr. Sie sagen immer: In den Altenclub trete ich ein, wenn ich einmal alt geworden bin“.
Die Angebote und Unternehmungen des Altenclubs, so Mohr, seien von Anfang an von der Gemeinde Lentföhrden mit einem jährlichen Zuschuss unterstützt worden. Bis 1992 hätte auch der Kreis Segeberg noch einen Zuschuss gewährt. Nachdem dieser aufgrund neuer Bestimmungen und fehlender Geldmittel entfalle, hat die Gemeinde ihren Zuschuss erhöht. Das sei bis heute so geblieben. Dafür danke der Altenclub dem Bürgermeister und der Gemeindevertretung.


Postzusteller fuhr letzte Tour                                                                                                  (gmg) SZ 2.9.

Günter Gooden, über 20 Jahre Postzusteller in Lentföhrden und Heidmoor, ging in Pension

Für Günter Gooden (60) war sein letzter Tag bei der Post vor seiner Pensionierung wie jeder andere - voller Arbeit. Der Briefzusteller, der in Lentföhrden mit Ehefrau Helga wohnt, seit 1977 beim gelben Riesen tätig.
Gooden hat Autoschlosser gelernt und arbeitete danach als Werkzugmacher. Er trieb viel Sport und half
gern ab und zu in der Betriebs-Fußballmannschaft der Post aus. Als Unternehmen eine Stelle als Briefträger frei wurde, griff Gooden zu. Er fing in Lentföhrden an. Als dort das Postamt schloss, wurde er nach Kaltenkirchen versetzt. Sein Zustellbezirk änderte sich jedoch nicht. Er war weiter für Teile seines Heimatdorfes Lentföhrden und Heidmoor zuständig. Übrigens: Nur einmal wurde „Günni", wie ihn seine Kolleginnen und Kollegen liebevoll nennen, vom Hund gebissen.
Im Ruhestand will sich Gooden mehr um seine beiden Motorräder - eine BMW und eine Honda - kümmern.

August


 

Nach mehr als 50 Jahren gibt es wieder eine Veröffentlichung zur Ortsgeschichte.

Die Geschichte des Hauses und Gutes Waldburg.

Vor 101 Jahren begann die Geschichte dieses Hauses. Bei einem Großfeuer 1903 wurden 9 Häuser vernichtet. Daraufhin versteigerte Bauer Wessel etliche Landparzellen, darunter das heutige Waldburggelände. Dies bekam der Auktionator, Marinus Petersen aus Alveslohe. Ein Mann mit Ehrgeiz und einer gewissen Eitelkeit. Als in der Nähe seines Grundstückes das sog. Jagdhaus erbaut wurde, mußte etwas größeres, prächtigeres her. Das war wohl etwas viel, er ging in Konkurs und verschwand spurlos. Der nächste von den insgesamt 11 grundbuchlichen Eignern war ein Hamburger Textilhändler: Wieder Konkurs. Zwei weitere Eigentümer der Inflationszeit blieben unbekannt. Auf dem Höhepunkt der Inflation kam endlich richtiges Geld. Bankdirektor Gutschke investierte kräftig, kaufte Ländereien und errichtete Wirtschaftsgebäude. Der landwirtschaftliche Teil wurde 1934 abgetrennt und es entstand die Bauernstelle von Bernhard Kruse. Nach dem Bankier kam ein Landvermesser aus Afrika: Hugo Erdmann lebte lange Jahre in Britisch-Tanganyika. Ende 1940 wurde an den Heilpraktiker Christian Staack verkauft. Er verfügte über beachtliche Fähigkeiten und war weit über die Region hinaus bekannt. Allerdings gab es hier ein ernsthaftes Problem: Seine Ehefrau war nach damaliger Sprachregelung Volljüdin, das ging nicht spurlos an der Familie vorüber. Die allein stehende Tochter Helga verkaufte an den Koch Gerd Eschwe. Seit 1964 ist die Waldburg ein Alten- und Pflegeheim. Heute wird es von der Familie Schulz betrieben.
Auch wenn die Waldburg kein Spukschloß war, es blieben viele offene Fragen.

Neben den eigentlichen Erzählungen über das Haus werden auch Themenbereiche behandelt, die mittelbar mit dem Haus zu tun haben, aber weniger bekannt sind.
Beispielsweise das Schicksal der Danatbank, die Sackhandlung Prahl in Hitzhusen, das NS-Gesetz über die privilegierte Mischehe oder die erste Lentföhrdener Badeanstalt.

Juni

 

Abschied mit bitterem Beigeschmack

Böttcher löst Pump als CDU-Vorsitzender in Lentföhrden ab                                                                        SZ 19.6.(ach)

  So hatte sich Hans Jürgen Pump (Bild li.) seinen Abgang als Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes in Lentföhrden wohl nicht vorgestellt. Auf der Jahreshauptversammlung der Christdemokraten im Kultur- und Jugendzentrum zog der 61-jährige Kaufmann die Konsequenzen aus seit Monaten anhaltenden Querelen. Er verzichtete auf eine erneute Kandidatur für den Vorsitz und machte damit den Weg für seinen Kontrahenten Renee Böttcher (33) (Bild re.) frei, der mit 16 Ja- bei 8 Nein-Stimmen und einer Enthaltung zum neuen Parteichef gewählt wurde.
   Es war ein Abschied mit bitterem Beigeschmack für Pump. Böttcher hatte die „Jungen“ in der örtlichen CDU um sich gesammelt, Pump konnte auf die Unterstützung eines Teils der „Alten“ zählen.,, Ich habe auf eine erneute Kandidatur verzichtet, um eine Kampfabstimmung zu vermeiden. Ein Wahlsieg mit knapper Mehrheit gegen Böttcher wäre nicht mein Ding gewesen. Um den Parteifrieden zu wahren, habe ich mich zum Verzicht entschieden. Ansonsten wäre ich noch einmal angetreten“, erklärt der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Kindern, der seinen Abschied vom höchsten Parteiamt im Dorf bereits vor zwei Jahren angekündigt hatte. Allerdings hatte er damals den Zeitpunkt, wann es so weit sein solle, offen gelassen.
Die Kandidatur seines bisherigen Stellvertreters Böttcher hatte nun dazu geführt, dass ihm diese Entscheidung abgenommen wurde. Pump fordert von den Jungen, „Beweise anzutreten, dass sie in der Kommunalpolitik ihren Mann stehen“. Alleine mit Lippenbekenntnissen sei es nicht getan.
    Seit 1990 lenkte Pump als Vorsitzender die politischen Geschicke des CDU-Ortsverbandes. Lange Jahre war er auch Gemeindevertreter. Sein Nachfolger, der IT-Kaufmann Renee Böttcher, machte Schlagzeilen, als er knapp als Direktkandidat für die Landtagswahl 2005 scheiterte Böttcher, Vater von zwei Kindern, entspannt sich in seiner Freizeit beim Angeln. Für die Lentföhrdener CDU-Politik hat er sich einiges vorgenommen: „Für mich stehen der Erhalt und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Dorf ganz oben auf der Liste. Außerdem will ich die Zusammenarbeit mit anderen Ortsverbänden intensivieren. Dies gilt besonders im Hinblick auf die Verpflichtung von hochkarätigen Referenten. Wenn sich mehrere Ortsverbände zusammentun, gelingt uns das natürlich leichter.“ Außerdem will der neue CDU-Chef noch mehr Mitglieder gewinnen. Zur Zeit zählt der Ortsverein 45.
Für ihre langjährige Treue zur CDU wurden während der Jahreshauptversammlung der Lentföhrdener Christdemokraten im Kultur- und Jugendzentrum Hans- Hermann Rickert, Reimer Kruse, Gerhard Möckelmann und Hans Jürgen Pump mit der bronzenen Parteinadel und einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Das Quartett ist 33 Jahre politisch engagiert. Harald Schulz konnte seine Auszeichnungen nicht persönlich in Empfang nehmen. Er ist 30 Jahre dabei.


    Europawahlergebnis vom 13. Juni in Lentföhrden


Zu drei Vereinsjubiläen gab es ein tolles Dorffest                                                              SZ 7.6 (ach)

Drei Tage wurde in Lentföhrden gefeiert - "Spiel ohne Grenzen" war der Höhepunkt

    Das war einfach toll, was die Organisatoren auf die Beine gestellt hatten. Das dreitägige Lentföhrdener Dorffest auf dem Sportplatzgelände trug seinen Namen zu Recht, denn fast der ganze Ort war auf den Beinen. Die drei Veranstalter freuten sich nicht nur über rund 1 600 Besucher, sondern auch über ihre Jubiläen. Der Sportverein TSV Lentföhrden feierte in diesem Jahr 80-jähriges Bestehen, die Freiwillige Feuerwehr wurde 70 Jahre alt, und der Verein „Kontra Langeweile“ kann auf 15 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken.
 „Die drei Vereinsgeburtstage waren mit einer der Gründe, warum wir uns entschlossen haben, das Fest gemeinsam zu organisieren“, erklärt Manfred Radloff, Fußball-Obmann beim TSV und einer der Verantwortlichen für das ausgelassene Spiel und Geselligkeitsspektakel Es war die erste Gemeinschaftsveranstaltung der drei örtlichen Institutionen, die zusammen mehr als 700 Mitglieder haben. Vor fünf Jahre hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sowie des TSV bereits ein Dorffest organisiert.
    Der erste Tag gehörte ganz der Jugend. Dem nachmittäglichen Kinderfest für die Lütten folgte abends ein Basketballturnier in der Sporthalle. Es gewann das Team der „Hamburg City Gangster“. Danach ging‘s ins benachbarte Festzelt zur Jugenddisco. Ober 200 Jugendliche feierten bis in den späten Abend.
    Viel Zeit zum Ausschlafen blieb den Verantwortlichen nach der Disconacht nicht. Deinn am nächsten Morgen stand Torwandschießen auf dem Programm. Der Spirituosenhersteller Jägermeister veranstaltete am Vormittag ein regionales Ausscheidungsturnier zu den Deutschen Meisterschaften, an dem sich vier Fußballteams aus Lentföhrden und Umgebung beteiligten. Der Sieger, der MTV Henstedt, konnte sich für die nächste Runde qualifizieren. „Dass wir uns nicht qualifizieren konnten, sehe ich gelassen. Dafür werden wir in der kommenden Saison mit dem TSV in die Kreisklasse B aufsteigen‘, erklärte Spielmacher Dennis Gätgens (20).
    Als am frühen Nachmittag der Höhepunkt der Veranstaltung, das „Spiel ohne Grenzen“, begann, feuerten Hunderte von Zuschauer die Mitwirkenden begeistert an. Bereits beim Sackhüpfen zu dritt in einem Sack trennte sich schnell die Spreu vom Weizen. Während es einigen Teams in der Tat gelang, synchron zu hüpfen, mussten andere nach unfreiwilligen Stürzen unliebsame Bekanntschaft mit dem grünen Rasen machen. Eine richtige Gaudi war auch die Kissenschlacht auf einem eingeseiften Kunststoffrohr.
    In insgesamt zwölf Disziplinen mussten sich die Teams behaupten, ehe der Gewinner feststand. Es siegte das Team "Chancentod“ mit Jan Radloff, Michael Trybek, Julian Bertram, Dennis Gätgens, Hannes Drewes und Christian Wedtgrube.
Am Abend war Tanz im Festzeit. Die Hamburger Pop-Band „Belacanta“ sorgte für Stimmung. Besonders glücklich war Ralf Böge. Er gewann den Hauptpreis der Tombola. Die Lentföhrdener Firma „Elektro Grabitzke“ hatte einen Herd im Wert von 400 Euro gestiftet. Siegried Haast darf sich zwei Tage im Steigenberger Hotel auf Rügen entspannen. Sie gewann den zweiten Preis. Eine Fahrt mit dem Heißluftballon ging an Nonnan Gerlach. Die „Flughafengesellschaft Hamburg Airport“, der etwa 250 Hektar Land auf Lentföhrdener Gemeindegebiet gehören, war Sponsor. Ein Scheck der Gesellschaft ging auch an die Freiwilligen Feuerwehr des Dorfes.
    Wer nach zwei Tagen Feiern immer noch nicht müde war, konnte gestern zum sonntäglichen Frühschoppen kommen. Bürgermeister Kurt Sander hatte 100 Liter Freibier spendiert, und der Feuerwehr-Musikzug Hartenholm, sowie die Folkloregruppe des Altenkreises sorgten mit einer Tanzvorstellung für Unterhaltung.

April

 

POL-SE: 40.000 Euro aus Posttresor in Lentföhrden, Kreis Segeberg entwendet               (ots)

In der Nacht vom 29.04.04 auf den 30.04.2004 zwischen 21:30 und 05:30 Uhr hebelten bislang noch unbekannte Täter ein rückwärtiges Fenster einer in einem EDEKA-Markt befindlichen Postfiliale in Lentföhrden, Kieler Straße auf. Durch das Fenster
gelangte man in den Markt. Die Täter schweißten dann den Posttresor auf und entwendeten aus diesem ca. 40.000 Euro. Die Kriminalpolizei in Bad Segeberg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Tuckernde Trecker zogen tiefe Furchen                                                                                SZ 22.4 gmg

Staubtrockene Piste in Lentföhrden
Tuckernde, alte Trecker, die mit Pflügen bestückt waren, bestimmten am Sonnabend auf dem Acker von Karl und Frank Schroedter das Geschehen. Das traditionelle alljährliche Wettpflügen lockte viele Zuschauer und Teilnehmer an.
Die Zugmaschinen hatten meist über 50 Jahre auf dem Buckel. Davon merkte man ihnen bei den Leistungsprüfungen aber nichts an.
Auch das Wetter war ideal, fast war es schon etwas zu trocken. Das merkten vor allem die beiden Punktrichter Ingo Hedlefs und Günter Bahr. Sie mussten hinter den Traktoren her marschieren und schluckten eine Menge Staub.
Unverdrossen stellten sie vor Beginn des Pflügens den Zustand der Schlepper und der Pflüge fest, später die Einhaltung der Pflugtiefe und -breite, den Geradeauslauf, die Furchenwendung und -räumung sowie den Gesamteindruck des bearbeiteten Feldes. Zudem wurde auf das ordentliche Ein- und Aussetzen des Pfluges geachtet. Für alles wurden Punkte verteilt.
Mit Gemüsesuppe, Bier und Kaffee wurde der Staub heruntergespült, um gut gerüstet in die Nachmittagsrunde zu gehen. Sieger wurde schließlich Joachim Hörmann aus Henstedt Ulzburg mit seinem Lanz-Bulldog mit Anhängerpflug. Er durfte als Lohn den Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Auf Platz zwei landete Hans Rickert aus Lentföhrden vor Frank Möller aus Henstedt-Ulzburg.
In der Sparte der Hydraulik- Pflüge setzte sich Jürgen Wessel aus Henstedt-Ulzburg durch. Er verwies Bernd Heerens aus Lentföhrden und Jens Rickert aus Bad Bramstedt auf die folgenden Plätze.
Am 15. und 16. Mai treffen sich die Treckerfreunde auf dem Tannenhof in Hasenmoor wieder, um dort ihr zehnjähriges Jubiläum zu feiern. Dort gibt es neben einer Jubiläumsparty und einem Oldtimer-Teecker-Treck auch das beliebte Baumstammziehen.


TSV Lentföhrden:  Sportler des Jahres geehrt                                                                              Umschau (fb) 14.4.

Mitte März fand im Sportler- und Freizeitraum der Arnold-Timmermann-Halle die Jahreshauptversammlung des TSV Lentföhrden statt. Vor knapp 40 Anwesenden zeichnete der zweite Vorsitzende Ulrich Krause aufgrund seiner Leistungen und seines Engagements in der Fußballsparte Jan Radloff als Sportler des Jahres aus.
Die silbernen Vereinsnadel für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein erhielten Ewald und Gerda Schröder, Lotti Säge, Annegret Säge, Klaus-Peter Böhlke, Uwe Miersen und Holger Pohlmann.
Ein weiteres Jubiläum ist schon in Sicht: Vom 4. bis 6. Juni wird der TSV im Rahmen eines großen Dorffestes sein 80jähriges Bestehen feiern.
Neben den Berichten der Spartenleiter standen auch diverse Wahlen auf der Tagesordnung. So wurde Ulrich Krause in seinem Amt als zweiter Vorsitzender bestätigt und für zwei weitere Jahre gewählt. Neuer Schriftwart wurde Andreas Roth, der das Amt von Holger Pohlmann übernimmt. Als Kassenprüfer gewählt wurden Klaus-Peter Böhlke und Cornelia Galjan.  


Senioren-Kaffee zum Frühlingsbeginn                                                                                                                              Umschau (dk) 14.4.

 „Froh zu sein bedarf wenig - und wer froh ist, ist König“, heißt es in einem bekannten Volkslied. Frei diesem Leitspruch feierten von 60 Mitgliedern des Lentföhrdener Seniorenclubs unterhaltsames Frühlingsfest im Jugend- und Kulturzentrum der Gemeinde. Gemeinsam den Vorstandsmitgliedern,die 1. und 2. Vorsitzenden August Mohr und Ernst Möller, wurden Wunschlieder aus vereinseigenen Liederbuch sowie umgedichtete Melodien, die Erika Wendland mitgebracht hatte. Die Bramstedterin sorgte auf ihrem Schifferklavier für zünftige Schunkelstimmung und zum Tanzen. Auch die beiden 90-jährigen Ehrenmitglieder Dora Wessel und Käthe Rathjen schunkelten kräftig mit. Zu ihrem Frühlingsfest hatten sich die Seniorinnen und Senioren bereits zum gemeinsamen Mittagessen getroffen und später an Kaffee und Kuchen qelabt. Dem festlichen Anlass schmückt, die kreative Mitglieder gefertigt hatten. Dazu gehörten gehäkelte Schwäne und sogar eine ganze Hühnerfamilie. Zu den handfertigen Künstlerinnen zählte die 81-jährige Anna Wetzel. Wenn nicht gerade musiziert oder geklönt wurde, dann gab es hinreichend Gelegenheit zu Vers- und Gedichtvorträgen, die zum Schmunzeln Anlass boten. Neben dem Frühlingsfest veranstaltet der lentföhrdener Seniorenclub noch ein Herbstfest. Außerdem werden verschiedene andere Aktivitäten wie Ausfahrten und zwei monatliche Treffen an jedem 2. und4. Donnerstag angeboten


Trafo wird kein Tierhotel                                                                                                              Umschau 9.4 (es)

Die SPD- Fraktion hatte seinerzeit die Idee, das Trafohaus an der Schulstraße nicht abzureißen, sondern umzubauen und damit eine Behausung für Fledermäuse zu schaffen. Die Schleswag hatte damals auf Anfrage schriftlich mitgeteilt, dass die Trafostation nach Abschluss der Verkabelungsarbeiten nicht mehr benötigt und abgerissen wird. Es bestand jedoch die Möglichkeit, die Trafostation der Gemeinde zu übereignen.
Allerdings würde dieses Vorhaben die Gemeinde zwischen 8.000 und 10.000 Euro kosten. Das hielten die Vertreter der CDU für nicht gerechtfertigt und somit wurde der Antrag mit zehn Nein-Stimmen bei fünf Ja-Stimmen abgelehnt.


TSV Lentföhrden sucht Nachwuchs                                                                Umschau 9.4 (fb)

Der TSV Lentföhrden wächst heran. Auch wenn diese Saison noch nicht zu Ende ist, plant der Verein schon für die nächste. So wird Fußball- nachwuchs gesucht in den Klassen F-, E-, D- und C-Jugend. Dringend werden Betreuer und Übungsleiter gebraucht, wobei auch Hausfrauen und Rentner angesprochen sind. Trainingszeiten: für F- und E-Jugend dienstags und donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr für D- und C-Jugend dienstags und donnerstags von 17 bis 18 Uhr.
Auch die 1. Herrenmannschaft, die in die Kreisklasse C-Süd aufgestiegen ist, sucht Verstärkung, insbesondere einen Torwart. Trainingszeiten: dienstags und donnerstags von 19 bis 21 Uhr.
Fragen bitte an Fußballobmann Manfred Radloff: 04192/5632.


Schöffen gewählt                                                                                            Umschau 9.4.(es)

Anlässlich der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurden drei Personen als Schöffen benannt. Einstimmig, bei zwei Enthaltungen, wurden die Gemeindevertreter Anneliese Böge, Norbert Kirstein und Bernd Mohr vorgeschlagen und auch einstimmig gewählt. Sie werden künftig Verhandlungen des Amtsgerichtes Neumünster beiwohnen.

Februar

 

Klärwerk und Freibad werden saniert                                                                SZ 18.2. (ach)

Ohne direkten Nutzwert für die Bürger, aber unumgänglich: Die größte Investition der Gemeinde in diesem Jahr ist die Sanierung des gemeindeeigenen Klärwerks. 110 000 Euro wurden dafür im Haushalt veranschlagt „Die Sanierung ist notwendig, weil der Faulschlamm sonst Schäden anrichten könnte“, erklärte Bürgermeister Kurt Sander (CDU).
    Sichtbarer als die Reparatur des Klärwerks und zudem billiger wird ein anderes großes Vorhaben, das die 2300 Einwohner zählende Gemeinde aus ihrem Haushalt bestreiten will. Das Freibad soll für 20000 Euro auf Vordermann gebracht werden. Außerdem sollen 15000 Euro für die Beleuchtung und den Einbau einer Lautsprecheranlage im Jugend- und Kulturzentrum ausgegeben werden. Ferner ist die Teilnahme an der so genannten Ländlichen Strukturentwicklung (LSE) geplant. Dabei soll ein „Platz der Generationen“ am Mönkloher Weg / Kastanienhof entstehen. Dort sollen sich Jung und Alt auf einer parkähnlichen Fläche zu Spielen und Gesprächen treffen. Sorgen über die Finanzierung dieser Vorhaben brauchen sich die Lentföhrdener nicht machen. Die Gemeinde hat gut gewirtschaftet. Zum Jahresschluss 2003 betrugen die Rücklagen 249000 Euro. Am Ende diesen Jahres sollen noch rund 146000 Euro davon übrig sein.
    411000 Euro müssen die Lentföhrdener in diesem Jahr an den Kreis und 324000 Euro an das Amt abführen. 215000 Euro lässt sich die Gemeinde die Betreuung des Nachwuchses im Kindergarten kosten. 207700 Euro sind ihr die Schüler wert. Freuen darf sich die Gemeinde auf Einnahmen in Höhe von 504400 Euro aus der Einkommensteuer. Schlüsselzuweisungen werden in Höhe 525900 Euro erwartet. Die Gewerbesteuereinnahmen wurden mit 52700 Euro taxiert. 15400 Euro Einnahmen aus der Vergnügungssteuer, 14400 Euro aus der Grundsteuer A sowie 130000 Euro aus der Grundsteuer B sind weitere wichtige Einnahmeposten. Die Hebesätze betragen auch in diesem Jahr unverändert 200 Prozent für die Grundsteuern A und B sowie 275 Prozent für die Gewerbesteuer. Steuererhöhungen seitens der Kommune gibt es nicht.


TSV Lentföhrden feiert 80. Geburtstag                                                                                                    SZ 14.2. (ulv)

In diesem Jahr kann der TSV Lentföhrden auf eine 80-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Aus diesem Grund ist für das erste Juni-Wochenende ein großes Dorftest geplant. Als Auftaktveranstaltung im Jubiläumsjahr gab es einen Sektempfang in der Arnold-Timmermann-Sporthalle statt, der sehr gut besucht war.
TSV-Vorsitzende Gudrun Radloff erinnerte an die Anfänge des Vereins, der am 19. Juli 1924 von 17 Männern in einer Gastwirtschaft gegründet worden war. Der Mitgliedsbeitrag betrug damals 50 Pfennig mtl. Monat.
Zur Zeit zählt der Verein 520 Mitglieder, davon sind rund die Hälfte Frauen und Mädchen. In 10 Abteilungen wird Sport getrieben. Gemeinsam mit der Kaltenkirchener Turnerschaft gibt es eine Handballspielgemeinschaft, es werden Jugend- und Herrenfußball angeboten sowie Leichtathletik für alle Altersgruppen. Daneben gibt es verschiedene Gymnastik-, Fitness- und Allroundsportgruppen, außerdem Turnen für Senioren und Kinder.
Für den Verein hätten sich schon immer Lehrer besonders engagiert, betonte die Vorsitzende. So auch Arnold Timmermann, nach dem die Sporthalle benannt wurde, und der als erster Vorsitzender nach dem Krieg den Verein lange Jahre führte. Seine Witwe, Margot Timmermann, ist Ehrenmitglied und wurde von Gudrun Radloff besonders herzlich begrüßt. Weitere Vorsitzende - vor der jetzt amtierenden Vereinschefin - waren Helmut Dörje, der den Verein inzwischen aus persönlichen Gründen verlassen hat, Alfons Schnoor, Klaus-Peter Böhlke und Dirk Tölle.
Bürgermeister Kurt Sander wies darauf hin, dass es sich die Gemeinde noch leisten könne, als größter Sponsor des Vereins aufzutreten und zum Beispiel den Sportplatz sowie die Halle kostenfrei zur Verfügung zu stellen.


Auch Lentföhrden muss sparen                                                                     Umschau (zb) 14.4.

Während der Februarsitzung des Gemeinderates stellte der Vorsitzende des Finanzausschusses Kurt Thormählen mit Nachdruck fest, dass wie in fast allen Gemeinden auch iii Lentföhrden die Einnahmen zurückgegangen seien und dass mit den Ausgaben sparsam umgegangen werden müsse. Viel Geld fließe in den Kindergarten, die Grundschule und muss die Kreis- und Amtsumlage aufgebracht werden. Der Haushaltsplan wurde einstimmig beschlossen mit 2.168.700 Euro im Verwaltungs- und mit 397.100 Euro im Vermögenshaushalt. Die Hebesätze für die Grundsteuer und B wurden mit 200 von Hundert und die Gewerbesteuer 275 von Hundert festgesetzt.
Mehrheitlich wurde der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 13 „östlich der Kieler Straße zwischen Straße Otterbraack und der KaItenkirchener Straße und östlich des Karkweges“ angenommen.
Während der Sitzung gab Gemeindevertretung ihre Zustimmung zu den Wahlvorschlägen der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, Oberbrandmeister Hans Möller zum Gemeindewehrführer und Oberlöschmeister Thomas Rathjens zu seinem Stellvertreter zu verpflichten. Sie erhielten beide die Ernennungsurkunde unter Berufung in das Beamtenverhältnis als Ehrenbeamter für die Dauer von sechs Jahren.
Auf Anfrage der Gemeinde verteilte Bürgermeister Kurt .Sander unter anderem mit, das die Genehmigung für ein Werbeschild im Einmündungsbereich „In de Grund/Schulstraße“ erteilt habe und dass am Ortsrand Richtung Bad Bramstedt ein Baumbestand in Abstimmung dem Forstamt Segeberg gerodet wurde. Das Areal ist als Ausgleichsfläche für die Anpflanzung eines Mischwaldes vorgesehen.
Kurt Sander berichtete weiterhin, dass dem Antrag des TSV Lentföhrden für den Einbau von Fenstern zwischen Sportlerraum Sporthalle entsprochen wurde.
In diesem Zusammenhang wurde auch mitgeteilt, dass das Innenministerium den Kreis  um Bekanntgabe aller Sanierungs-respektive Modernisierungsmaßnahmen kommunaler Sportstätten gebeten hat, weil geprüft werden soll, ob das Land hierfür eine Finanzierungshilfe leistet.
Sander kritisierte dabei die Verfahrensweise eines örtlichen Vereins, der anstelle sein Anliegen bei der Gemeinde vorzutragen direkt an das Amt geschrieben habe.
Um den Sport drehte es sich auch bei dem Lentföhrdener Manfred Rusch. Wie Sander informierte, wurde er kürzlich mit der Sportverdienstnadel des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet.


Möller wurde neuer Wehrführer                                                                                             SZ 4.2 (gmg)

Nicht nur von seinen Feuerwehrkameraden sondern vom ganzen Ort verabschiedete sich Lentföhrdens langjähriger Wehrführer Heinrich Freyer. Seit März 1989 war der Mechaniker Chef der Brandschützer. Jetzt hat der 53-Jährige mit seiner Familie in Lüneburg ein neues Zuhause gefunden. In Lentföhrden verließ er eine Wehr, „deren Ausrüstung auf dem besten Stand und deren Teamgeist vorbildlich ist“, betonte Bürgermeister Kurt Sander in seiner Laudatio zum Abschied des Wehrführers. Neuer Mann an der Spitze ist Hans Möller.

Heinrich Freyer hat sich große Achtung erworben und viel für die Feuerwehr getan“, sagte Bürgermeister Sander in der Jahreshauptversammlung. Auch die Tatsache, dass die Wehr keine Nachwuchsprobleme hat, sei auf Freyers Wirken zurückzuführen, ebenso die Brandschutzerziehung in der Schule sowie der Bau des 1991 eingeweihten Feuerwehrgebäudes. Ein Buch über den Kreis Segeberg, Blumen und ein Präsentkorb waren die äußeren Zeichen des Dankes der Gemeinde und der Kameraden. Ferdinand Polenz überreichte dazu eine Foto-Chronik, in der alle wichtigen Ereignisse - ob harte Einsätze oder fröhliche Feste - festgehalten sind.
Der stellvertretende Wehrführer Hans Möller, von Heinrich Freyer zu seinem Nachfolger vorgeschlagen, erhielt alle Stimmen seiner Kameraden. Der 39-jährige Kaufmann und Landwirt, der einen Ferienhof betreibt, gehört der Wehr seit 19 Jahren an. Zu seinem Stellvertreter wurde - ebenso einstimmig - der Maurermeister Thomas Rathjens gewählt.
Zurzeit besteht die Wehr aus 41 aktiven Kameraden, darunter zwei Frauen. Drei Anwärter, 15 Ehrenmitglieder und 227 fördernde Mitgliedern gehören ebenfalls dazu.
Als eine seiner letzten Amtshandlungen nahm Freyer einige Beförderungen von Zu Löschmeister wurden Torsten Bajorat und Karl-Heinz Schroedter ernannt. Für 20-jährige Zugehörigkeit erhielt Georg-Otto Schättiger eine Ehrenspange, das Brandschutzehrenzeichen in Silber erhielt Thomas Rathjens für 25-jährige Treue zur Wehr, Jürgen Götsch wurde für 30-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Das goldene Ehrenzeichen am Bande für 40-jährige Zugehörigkeit erhielten Hans-Werner Böge und Karl-Heinz Schroedter. Zum Ende seines ehrenamtlichen Dienstes in der Feuerwehr wurde der Lentföhrdener Landwirt Karl- Heinz Schroedter befördert und erhielt das goldene Brandschutzehrenzeichen .
Erwin Hinz, der schon der Ehrenabteilung angehört, wurde für seine 40-jährige Zugehörigkeit zur Wehr geehrt. Manfred Hahn und Karl-Heinz Schroedter wurden in die Ehrenabteilung überstellt. Als Anwärter und Anwärterinnen wurden Frank Czaja, Corinna Kratzke, Michael Ludwig und Benjamin Wolf aufgenommen.
Das vorige Dienstjahr mit 17 Einsätzen wurde von Heinrich Freyer als „ruhig“ eingestuft. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe waren zwei Großbrände in Nützen und in Bad Bramstedt zu bekämpfen.

Januar



Bingo Abend voller Erfolg                                                                                                        23.2. nk

Der erste Bingoabend in Lentföhrden war ein voller Erfolg. Der Veranstalter, die SPD Lentföhrden, war von dem Zulauf selbst überrascht. So fanden sich an diesem Winterabend über 60 Mitspieler im Jugend - und Kulturzentrum ein.
Kerstin Köbel moderierte den Abend; welches ihr spürbar großen Spaß bereitete. Telse Kirstein spielte die Glücksfee und bediente die Bingomaschine. Nachdem die Spielregeln erklärt wurden, ging es dann los. Beim Verlesen der Zahlen herrschte im Saal konzentrierte Aufmerksamkeit; denn Jeder wollte als Erster "Bingo" rufen. Während der 2 1/2 Stunden gab es sehr viele schöne Preise zu gewinnen, die von Unternehmen aus Lentföhrden und aus der Umgebung gesponsert wurden. Der Hauptgewinn war eine Reise nach Berlin. Nach dem Spiel wurde noch bis Mitternacht gesellig geplauscht. Der Erlös des Abends wird für einen "Guten Zweck" im Ort gespendet.  


30 Jahre Alten- und Pflegeheim „Zur Waldburg“
Ein Familienunternehmen mit hervorragendem Ruf

    Seit nunmehr drei Jahrzehnten befindet sich das Lentföhrdener Alten- und Pflegeheim „Zur Waldburg“ im Besitz der Familie von Edith und Harald Schulz mit Sohn Andreas und Tochter Manuela. Das heutige Zuhause für 60 Heimbewohner ist freilich mit den damaligen Wohn- und Pflegeverhältnissen bei weitem nicht zu vergleichen.
    Durch den Neubau des jetzigen Haupthauses im Jahre 1996 erhöhte sich nicht nur die Bettenkapazität beträchtlich. Vielmehr entstanden neben den modernen Einzel- und Doppelzimmern ein Speisesaal mit dem Flair eines anspruchsvollen Restaurants sowie eine erstklassig ausgestattete Küche. Hinzu kamen auch mehrere zweckmäßig eingerichtete Aufenthalts-, Spiel- und Bastelräume sowie ein Lesezimmer, die eine sinnvolle Abwechslung bieten.

    Zu den speziellen Service- und Pflegeeinrichtungen gehören auch ein Gymnastik- und ein Therapieraum. In einer familiären Atmosphäre wird den Heimbewohnern die erforderliche Pflege mit dem Ziel zuteil, Wohlbefinden und Lebensfreude zu steigern. Ein engagiertes Team von mehr als 35 qualifizierten Mitarbeitern gewährleistet eine liebevolle Betreuung rund um die Uhr. In besonderem Maße trägt auch die Umgebung des Alten- und Pflegeheims, das in einem wunderschönen Waldgebiet, nahe dem Dorfzentrum von Lentföhrden, gelegen ist, dazu bei, die Gesundheit und Lebensqualität der älteren Menschen zu verbessern. Auf diesem herrlichen Areal soll jetzt ein weiterer Neubau entstehen und die Bettenkapazität auf über 100 Plätze erhöhen. Geplant ist auch der Bau eines Wintergartens.

    Geleitet wird das Familienunternehmen in Form einer GmbH von Andreas Schulz, der dabei als Geschäftsführer von seiner Mutter Edith Schulz und seiner Schwester Manuela Bayer tatkräftig unterstützt wird. Das von ihnen gemeinsam geführte Alten- und Pflegeheim hat sich in den vergangenen 30 Jahren weit über das Einzugsgebiet hinaus einen hervorragenden Ruf erworben.