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November |
Hans Rickert schwärmt für
Trecker-Oldies
dk. Umschau 11.11
Hans Rickert aus Lentföhrden hat
seinen ehemaligen Kuhstall in eine Ausstellungshalle für Trecker-Veteranen
umgestaltet. Dort wo einstmals Rindviecher gemächlich ihr Futter malmten, stehen
heute neun schmucke instand gesetzte rot glänzende Traktoren der Marke Mc
Cormick. Dazu muss man wissen, dass der 67-Jährige ein Fan von Traktoren dieser
Herstellerfirma ist.
Bis 1991 noch aktiver Landwirt, kaufte sich Hans Rickert 1971 einen Trecker der
Marke Mc Cormick 353. Die Zahl von hinten gelesen sagt dem Kenner, dass das
Fahrzeug über einen Drei- Zylinder-Motor von 35 PS verfügt. Zusammen mit seinem
Sohn Jens, einem gelernten Landmaschinen-Mechaniker, machte der Landwirt seinen
„Einsteiger“ - Erwerb wieder schick. Schrauben, putzen, den Motor wieder in
Gangbringen und das Gefährt erneut mit Farbe versehen, gehören zu den Ritualen
für die „Wiedergeburt“ eines solchen Sammlerstücks. Besonderheit des Mc Cormick
353: Er verfügt zusätzlich über ein Mähwerk und war bis zu Rickerts Aufgabe der
Landwirtschaft aus gesundheitlichen Gründen, auch noch im Einsatz.
Im Laufe der Zeit hatte der Lentföhrdener sowohl seinen Sohn Jens als auch den
Schwiegersohn Bernd Heeren mit dem Trecker-Virus infiziert. Als Arbeitslohn für
seine Mithilfe beim "Auffixen“ der alten Zugmaschinen bekam der Sohn
vom Vater einen Mc Cormick 432-Traktor. Der Schwiegersohn Bernd, ein gelernter
Landwirt, wollte nicht nachstehen und kaufte sich einen McCormick 423. Zu jedem
der Sammlerstücke fällt Hans Rickert stets eine interessante Geschichte ein.
Sein ältestes Modell, ein Mc Cormick Farmall D 320, Baujahr 1956, stammt
beispielsweise aus einer amerikanischen Herstellerserie, die in Neuss am Rhein
und in Heidelberg gebaut wurde. Hans Rickerts Fahrzeug zeichnet sich durch einen
Bagger an der Vorderfront aus. Heute findet in den genannten Städten keine
Fabrikation mehr statt, so der Sammler.
Zu den weiteren Schmuckstücken zählen unter anderem ein Mc Cormick International
mit einem Drei-Zylinder und 38 PS- Motor von 1975 sowie ein Zwei-
Zylinder-Modell D 217 mit 17 PS von 1962. Letzterer habe ursprünglich einem
Hobbylandwirt Hans Rickert in Bad Bramstedt gehört, erinnerte sich der
Lentföhrdener Hans Rickert. Er habe den Trecker dann 2003 von einem Gärtner der
Rheumaklinik erworben und nach dem Kauf wieder betriebsfertig gemacht.
Um an ein Wunschmodell heranzukommen, sei manchmal längeres Warten erforderlich,
schmunzelte Hans Rickert beim Erzählen. Ihm sei es so mit dem D
320-Farmall-Modell von Mc Cormick ergangen, das sich in sehr desolatem Zustand
befunden hatte, bevor es in seine Hände kam. Zuerst habe sich der Altbauer auf
dessen Hof das Gefährt stand, gegen den Verkauf gesträubt. Doch als der Preis
gestimmt habe, sei man handelseinig geworden.
Einmal jährlich beteiligt sich der Mc-Cormick-Fan am Leistungspflügen mit einem
Anhängepflug. Hierbei handelt es sich um eine Veranstaltung des Lanz-Bulldog
Clubs und der Pflügergemeinschaft Schleswig-Holstein. Um den Pflug zu den
Veranstaltungsorten befördern zu können, baute sch Hans Rickert an seinen Mc
Cormick 436/Baujahr 1962 einen Frontlader. Auch am clubinternen Leistungspflügen
der Schlepperfreunde Henstedt-Ulzburg mit seinen 20 Mitgliedern beteiligt sich
der Trecker-Freak. Dieser Wettbewerb findet April auf landwirtschaftlichen
Flächen in Lentföhrden statt. Dazu werden immer wieder Landwirte gesucht, die
ihre Flächen für die seit vier Jahren bestehende Veranstaltung zur Verfügung
stellen. Für 2005 hat Manfred Mißfeldt (Lentföhrden) seinen Acker
bereitgestellt. Damit die Durchführung funktioniert stellt Werner Holtz vom
Lanz-Bulldog-Club Schleswig- Holstein zwei Richter ab. Zirka zweimal im Monat
treffen sich die Henstedt-Ulzburger Treckerfreunde in Hans Rickerts früherem
Kuhstall zum Erfahrungsaustausch und Fachsimpeln. Übrigens gehören auch Frauen
dazu, die auf dem Trecker sitzen und an Wettbewerben teilnehmen. Andere wieder,
wie Hans Rickerts Ehefrau Lieselotte, wirken lieber im Hintergrund mit.
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September |
„Hoch die Gläser, hoch das Leben, hoch die Liebe, trallalala ...", so tönte es
Besuchern des Jugend- und Kulturzentrums in Lentföhrden fröhlich entgegen. Hier
hatte der örtliche Seniorenclub allen Grund zum Feiern, denn er besteht seit 30
Jahren....
..Damit die Jubiläumsfete gelingt, waren viele fleißige Hände für die
Vorbereitungen vonnöten. Angefangen von einigen Vorstandsmitgliedern, die für
die bunten Tischdekorationen zu sorgen hatten, bis zu den beiden Küchenfeen, die
für die unterschiedlichen Getränke zuständig waren. Rosemarie Jahner kümmert
sich seit 25 Jahren um den gemütlichen Ablauf der monatlichen Zusammenkünfte des
Altenclubs und Frauke Böge ist seit 19 Jahren mit dabei. Den beiden Frauen
dankte der Vorsitzende August Mohr ebenso mit einem netten Präsent, wie der
Leiterin der. Tanz- und Bewegungsgruppe, Erna Kopczinski. Sie trainiert die
„Hüpfdohlen“ nun schon seit 14 Jahren. Wie erfolgreich diese Übungsstunden sind,
führten gleich zwei Formationen in zünftiger Kostümierung den begeistert
applaudierenden Mitgliedern und Gästen auf anschauliche Weise vor. Zur
gelungenen musikalischen Unterhaltung der Festteilnehmer trug auf bewährte Weise
das Ehepaar Wendland aus Bad Bramstedt bei. Beide intonierten bekannte
Volksweisen und Melodien aus Musicals und Operetten. Dabei gefiel besonders
Bernd Wendlands weittragender Tenor, während Erika Wendland mit ihrem Akkordeon
für Stimmung sorgte. Die mitunter recht humorvollen musikalischen Einlagen
mochten auch die Ehrenmitglieder Hedi Ochsendorf (84), Käthe Rathjens (81).
sowie Johanna Schröder (85) und Dora Wessel (91) gerne, zumal dabei kräftig
mitgesungen werden konnte. Die betagten Damen gehören zu den ältesten
Mitgliedern des Clubs. Allerdings konnte die 93jährige Erne Neumann aus
Gesundheitsgründen nicht zu dem Jubiläumstreffen kommen....
..Im Beisein von Bürgermeister Kurt Sander, der natürlich nicht mit leeren
Händen erschienen war, und zur Begrüßung auf die kommunalen Abläufe der
zurückliegenden 30 Jahre in der Gemeinde aufmerksam machte, hielt der
Vorsitzende August Mohr Rückschau auf die Anfänge des Altenclubs Lentföhrden. ..
... Heute gehören dem Verein 66 Mitglieder an. Mit Ilse Dersewski konnte der
Vorsitzende den Festteilnehmern das neue Mitglied gleich vorstellen...
..Gedanken macht sich der Vorsitzende darüber, dass dem Altenclub Lentföhrden
die „jungen Alten“ fehlen, denn die Mitgliederzahl von 100 habe sich in den
letzten Jahren durch unterschiedliche Gründe rückläufig entwickelt. „Unsere
älteren Mitbürger, die das Eintrittsalter für unseren Club erreicht haben,
fühlen sich heute noch nicht alt“, resümierte Mohr. Sie sagen immer: In den
Altenclub trete ich ein, wenn ich einmal alt geworden bin“.
Die Angebote und Unternehmungen des Altenclubs, so Mohr, seien von Anfang an von
der Gemeinde Lentföhrden mit einem jährlichen Zuschuss unterstützt worden. Bis
1992 hätte auch der Kreis Segeberg noch einen Zuschuss gewährt. Nachdem dieser
aufgrund neuer Bestimmungen und fehlender Geldmittel entfalle, hat die Gemeinde
ihren Zuschuss erhöht. Das sei bis heute so geblieben. Dafür danke der Altenclub
dem Bürgermeister und der Gemeindevertretung.
Für
Günter Gooden (60) war sein letzter Tag bei der Post vor seiner Pensionierung
wie jeder andere - voller Arbeit. Der Briefzusteller,
der in Lentföhrden mit Ehefrau Helga wohnt, seit
1977 beim gelben Riesen tätig.
Gooden hat Autoschlosser gelernt und arbeitete danach als Werkzugmacher. Er
trieb viel Sport und half
gern ab und zu in der Betriebs-Fußballmannschaft der Post aus. Als Unternehmen
eine Stelle als Briefträger frei wurde, griff Gooden zu. Er fing in Lentföhrden
an. Als dort das Postamt schloss, wurde er nach Kaltenkirchen versetzt. Sein
Zustellbezirk änderte sich jedoch nicht. Er war weiter für Teile seines
Heimatdorfes Lentföhrden und Heidmoor zuständig. Übrigens: Nur einmal wurde „Günni",
wie ihn seine Kolleginnen und Kollegen liebevoll nennen, vom Hund gebissen.
Im Ruhestand will sich Gooden mehr um seine beiden Motorräder - eine BMW und
eine Honda - kümmern.
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August |
Nach mehr als 50 Jahren gibt es wieder eine Veröffentlichung zur Ortsgeschichte.
Die Geschichte des Hauses und Gutes Waldburg.
Vor
101 Jahren begann die Geschichte dieses Hauses. Bei einem Großfeuer 1903 wurden
9 Häuser vernichtet. Daraufhin versteigerte Bauer Wessel etliche Landparzellen,
darunter das heutige Waldburggelände. Dies bekam der Auktionator, Marinus
Petersen aus Alveslohe. Ein Mann mit Ehrgeiz und einer gewissen Eitelkeit. Als
in der Nähe seines Grundstückes das sog. Jagdhaus erbaut wurde, mußte etwas
größeres, prächtigeres her. Das war wohl etwas viel, er ging in Konkurs und
verschwand spurlos. Der nächste von den insgesamt 11 grundbuchlichen Eignern war
ein Hamburger Textilhändler: Wieder Konkurs. Zwei weitere Eigentümer der
Inflationszeit blieben unbekannt. Auf dem Höhepunkt der Inflation kam endlich
richtiges Geld. Bankdirektor Gutschke investierte kräftig, kaufte Ländereien und
errichtete Wirtschaftsgebäude. Der landwirtschaftliche Teil wurde 1934
abgetrennt und es entstand die Bauernstelle von Bernhard Kruse. Nach dem Bankier
kam ein Landvermesser aus Afrika: Hugo Erdmann lebte lange Jahre in
Britisch-Tanganyika. Ende 1940 wurde an den Heilpraktiker Christian Staack
verkauft. Er verfügte über beachtliche Fähigkeiten und war weit über die Region
hinaus bekannt. Allerdings gab es hier ein ernsthaftes Problem: Seine Ehefrau
war nach damaliger Sprachregelung Volljüdin, das ging nicht spurlos an der
Familie vorüber. Die allein stehende Tochter Helga verkaufte an den Koch Gerd Eschwe. Seit 1964 ist die Waldburg ein Alten- und Pflegeheim. Heute wird es von
der Familie Schulz betrieben.
Auch wenn die Waldburg kein Spukschloß war, es blieben viele offene Fragen.
Neben den
eigentlichen Erzählungen über das Haus werden auch Themenbereiche behandelt, die
mittelbar mit dem Haus zu tun haben, aber weniger bekannt sind.
Beispielsweise das Schicksal der Danatbank, die Sackhandlung Prahl in Hitzhusen,
das NS-Gesetz über die privilegierte Mischehe oder die erste Lentföhrdener
Badeanstalt.
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Juni |
Böttcher löst Pump als
CDU-Vorsitzender in Lentföhrden ab
SZ 19.6.(ach)
So hatte sich Hans Jürgen Pump (Bild li.) seinen Abgang als Vorsitzender
des CDU-Ortsverbandes in Lentföhrden wohl nicht vorgestellt. Auf der
Jahreshauptversammlung der Christdemokraten im Kultur- und Jugendzentrum zog der
61-jährige Kaufmann die Konsequenzen aus seit Monaten anhaltenden Querelen. Er
verzichtete auf eine erneute Kandidatur für den Vorsitz und machte damit den Weg
für seinen Kontrahenten Renee Böttcher (33) (Bild re.) frei, der mit 16 Ja- bei
8 Nein-Stimmen und einer Enthaltung zum neuen Parteichef gewählt wurde.
Es
war ein Abschied mit bitterem Beigeschmack für Pump. Böttcher hatte die „Jungen“
in der örtlichen CDU um sich gesammelt, Pump konnte auf die Unterstützung eines
Teils der „Alten“ zählen.,, Ich habe auf eine erneute Kandidatur verzichtet, um
eine Kampfabstimmung zu vermeiden. Ein Wahlsieg mit knapper Mehrheit gegen
Böttcher wäre nicht mein Ding gewesen. Um den Parteifrieden zu wahren, habe ich
mich zum Verzicht entschieden. Ansonsten wäre ich noch einmal angetreten“,
erklärt der verheiratete Vater von zwei erwachsenen Kindern, der seinen Abschied
vom höchsten Parteiamt im Dorf bereits vor zwei Jahren angekündigt hatte.
Allerdings hatte er damals den Zeitpunkt, wann es so weit sein solle, offen
gelassen.
Die Kandidatur seines bisherigen Stellvertreters Böttcher hatte nun dazu
geführt, dass ihm diese Entscheidung abgenommen wurde. Pump fordert von den
Jungen, „Beweise anzutreten, dass sie in der Kommunalpolitik ihren Mann stehen“.
Alleine mit Lippenbekenntnissen sei es nicht getan.
Seit 1990 lenkte Pump als Vorsitzender die politischen
Geschicke des CDU-Ortsverbandes. Lange Jahre war er auch Gemeindevertreter. Sein
Nachfolger, der IT-Kaufmann Renee Böttcher, machte Schlagzeilen, als er knapp
als Direktkandidat für die Landtagswahl 2005 scheiterte Böttcher, Vater von zwei
Kindern, entspannt sich in seiner Freizeit beim Angeln. Für die Lentföhrdener
CDU-Politik hat er sich einiges vorgenommen: „Für mich stehen der Erhalt und die
Schaffung neuer Arbeitsplätze im Dorf ganz oben auf der Liste. Außerdem will ich
die Zusammenarbeit mit anderen Ortsverbänden intensivieren. Dies gilt besonders
im Hinblick auf die Verpflichtung von hochkarätigen Referenten. Wenn sich
mehrere Ortsverbände zusammentun, gelingt uns das natürlich leichter.“ Außerdem
will der neue CDU-Chef noch mehr Mitglieder gewinnen. Zur Zeit zählt der
Ortsverein 45.
Für ihre langjährige Treue zur CDU wurden während der Jahreshauptversammlung der
Lentföhrdener Christdemokraten im Kultur- und Jugendzentrum Hans- Hermann
Rickert, Reimer Kruse, Gerhard Möckelmann und Hans Jürgen Pump mit der bronzenen
Parteinadel und einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Das Quartett ist 33 Jahre
politisch engagiert. Harald Schulz konnte seine Auszeichnungen nicht persönlich
in Empfang nehmen. Er ist 30 Jahre dabei.
Europawahlergebnis vom 13. Juni in LentföhrdenDrei Tage wurde in Lentföhrden
gefeiert - "Spiel ohne Grenzen" war der Höhepunkt
Das war einfach toll, was die Organisatoren auf die Beine
gestellt hatten. Das dreitägige Lentföhrdener Dorffest auf dem Sportplatzgelände
trug seinen Namen zu Recht, denn fast der ganze Ort war auf den Beinen. Die drei
Veranstalter freuten sich nicht nur über rund 1 600 Besucher, sondern auch über
ihre Jubiläen. Der Sportverein TSV Lentföhrden feierte in diesem Jahr
80-jähriges Bestehen, die Freiwillige Feuerwehr wurde 70 Jahre alt, und der
Verein „Kontra Langeweile“ kann auf 15 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken.
„Die drei Vereinsgeburtstage waren mit einer der Gründe, warum wir uns
entschlossen haben, das Fest gemeinsam zu organisieren“, erklärt Manfred Radloff,
Fußball-Obmann beim TSV und einer der Verantwortlichen für das ausgelassene
Spiel und Geselligkeitsspektakel Es war die erste Gemeinschaftsveranstaltung der
drei örtlichen Institutionen, die zusammen mehr als 700 Mitglieder haben. Vor
fünf Jahre hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr sowie des TSV
bereits ein Dorffest organisiert.
Der erste Tag gehörte ganz der Jugend. Dem nachmittäglichen
Kinderfest für die Lütten folgte abends ein Basketballturnier in der Sporthalle.
Es gewann das Team der „Hamburg City Gangster“. Danach ging‘s ins benachbarte
Festzelt zur Jugenddisco. Ober 200 Jugendliche feierten bis in den späten Abend.
Viel Zeit zum Ausschlafen blieb den Verantwortlichen nach der
Disconacht nicht. Deinn am nächsten Morgen stand Torwandschießen auf dem
Programm. Der Spirituosenhersteller Jägermeister veranstaltete am Vormittag ein
regionales Ausscheidungsturnier zu den Deutschen Meisterschaften, an dem sich
vier Fußballteams aus Lentföhrden und Umgebung beteiligten. Der Sieger, der MTV
Henstedt, konnte sich für die nächste Runde qualifizieren. „Dass wir uns nicht
qualifizieren konnten, sehe ich gelassen. Dafür werden wir in der kommenden
Saison mit dem TSV in die Kreisklasse B aufsteigen‘, erklärte Spielmacher Dennis
Gätgens (20).
Als am frühen Nachmittag der Höhepunkt der Veranstaltung, das
„Spiel ohne Grenzen“, begann, feuerten Hunderte von Zuschauer die Mitwirkenden
begeistert an. Bereits beim Sackhüpfen zu dritt in einem Sack trennte sich
schnell die Spreu vom Weizen. Während es einigen Teams in der Tat gelang,
synchron zu hüpfen, mussten andere nach unfreiwilligen Stürzen unliebsame
Bekanntschaft mit dem grünen Rasen machen. Eine richtige Gaudi war auch die
Kissenschlacht auf einem eingeseiften Kunststoffrohr.
In insgesamt zwölf Disziplinen mussten sich die Teams
behaupten, ehe der Gewinner feststand. Es siegte das Team "Chancentod“ mit Jan
Radloff, Michael Trybek, Julian Bertram, Dennis Gätgens, Hannes Drewes und
Christian Wedtgrube.
Am Abend war Tanz im Festzeit. Die Hamburger Pop-Band „Belacanta“ sorgte für
Stimmung. Besonders glücklich war Ralf Böge. Er gewann den Hauptpreis der
Tombola. Die Lentföhrdener Firma „Elektro Grabitzke“ hatte einen Herd im Wert
von 400 Euro gestiftet. Siegried Haast darf sich zwei Tage im Steigenberger
Hotel auf Rügen entspannen. Sie gewann den zweiten Preis. Eine Fahrt mit dem
Heißluftballon ging an Nonnan Gerlach. Die „Flughafengesellschaft Hamburg
Airport“, der etwa 250 Hektar Land auf Lentföhrdener Gemeindegebiet gehören, war
Sponsor. Ein Scheck der Gesellschaft ging auch an die Freiwilligen Feuerwehr des
Dorfes.
Wer nach zwei Tagen Feiern immer noch nicht müde war, konnte
gestern zum sonntäglichen Frühschoppen kommen. Bürgermeister Kurt Sander hatte
100 Liter Freibier spendiert, und der Feuerwehr-Musikzug Hartenholm, sowie die
Folkloregruppe des Altenkreises sorgten mit einer Tanzvorstellung für
Unterhaltung.
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April |
POL-SE: 40.000 Euro aus Posttresor in Lentföhrden, Kreis Segeberg entwendet (ots) |
| In
der Nacht vom 29.04.04 auf den 30.04.2004 zwischen 21:30 und 05:30 Uhr
hebelten bislang noch unbekannte Täter ein rückwärtiges Fenster einer in
einem EDEKA-Markt befindlichen Postfiliale in Lentföhrden, Kieler Straße
auf. Durch das Fenster gelangte man in den Markt. Die Täter schweißten dann den Posttresor auf und entwendeten aus diesem ca. 40.000 Euro. Die Kriminalpolizei in Bad Segeberg hat die Ermittlungen aufgenommen. |
Staubtrockene Piste in Lentföhrden
Tuckernde, alte Trecker, die mit Pflügen bestückt waren, bestimmten am Sonnabend
auf dem Acker von Karl und Frank Schroedter das Geschehen. Das traditionelle
alljährliche Wettpflügen lockte viele Zuschauer und Teilnehmer an.
Die Zugmaschinen hatten meist über 50 Jahre auf dem Buckel. Davon merkte man
ihnen bei den Leistungsprüfungen aber nichts an.
Auch das Wetter war ideal, fast war es schon etwas zu trocken. Das merkten vor
allem die beiden Punktrichter Ingo Hedlefs und Günter Bahr. Sie mussten hinter
den Traktoren her marschieren und schluckten eine Menge Staub.
Unverdrossen stellten sie vor Beginn des Pflügens den Zustand der Schlepper und
der Pflüge fest, später die Einhaltung der Pflugtiefe und -breite, den
Geradeauslauf, die Furchenwendung und -räumung sowie den Gesamteindruck des
bearbeiteten Feldes. Zudem wurde auf das ordentliche Ein- und Aussetzen des
Pfluges geachtet. Für alles wurden Punkte verteilt.
Mit Gemüsesuppe, Bier und Kaffee wurde der Staub heruntergespült, um gut
gerüstet in die Nachmittagsrunde zu gehen. Sieger wurde schließlich Joachim
Hörmann aus Henstedt Ulzburg mit seinem Lanz-Bulldog mit Anhängerpflug. Er
durfte als Lohn den Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Auf Platz zwei landete
Hans Rickert aus Lentföhrden vor Frank Möller aus Henstedt-Ulzburg.
In der Sparte der Hydraulik- Pflüge setzte sich Jürgen Wessel aus
Henstedt-Ulzburg durch. Er verwies Bernd Heerens aus Lentföhrden und Jens
Rickert aus Bad Bramstedt auf die folgenden Plätze.
Am 15. und 16. Mai treffen sich die Treckerfreunde auf dem Tannenhof in
Hasenmoor wieder, um dort ihr zehnjähriges Jubiläum zu feiern. Dort gibt es
neben einer Jubiläumsparty und einem Oldtimer-Teecker-Treck auch das beliebte
Baumstammziehen.
Mitte März fand im Sportler- und Freizeitraum
der Arnold-Timmermann-Halle die Jahreshauptversammlung des TSV Lentföhrden
statt. Vor knapp 40 Anwesenden zeichnete der zweite Vorsitzende Ulrich Krause
aufgrund seiner Leistungen und seines Engagements in der Fußballsparte Jan
Radloff als Sportler des Jahres aus.
Die silbernen Vereinsnadel für 25-jährige Mitgliedschaft im Verein erhielten
Ewald und Gerda Schröder, Lotti Säge, Annegret Säge, Klaus-Peter Böhlke, Uwe
Miersen und Holger Pohlmann.
Ein weiteres Jubiläum ist schon in Sicht: Vom 4. bis 6. Juni wird der TSV im
Rahmen eines großen Dorffestes sein 80jähriges Bestehen feiern.
Neben den Berichten der Spartenleiter standen auch diverse Wahlen auf der
Tagesordnung. So wurde Ulrich Krause in seinem Amt als zweiter Vorsitzender
bestätigt und für zwei weitere Jahre gewählt. Neuer Schriftwart wurde Andreas
Roth, der das Amt von Holger Pohlmann übernimmt. Als Kassenprüfer gewählt wurden
Klaus-Peter Böhlke und Cornelia Galjan.
„Froh zu sein bedarf wenig - und wer froh ist, ist König“, heißt es in einem bekannten Volkslied. Frei diesem Leitspruch feierten von 60 Mitgliedern des Lentföhrdener Seniorenclubs unterhaltsames Frühlingsfest im Jugend- und Kulturzentrum der Gemeinde. Gemeinsam den Vorstandsmitgliedern,die 1. und 2. Vorsitzenden August Mohr und Ernst Möller, wurden Wunschlieder aus vereinseigenen Liederbuch sowie umgedichtete Melodien, die Erika Wendland mitgebracht hatte. Die Bramstedterin sorgte auf ihrem Schifferklavier für zünftige Schunkelstimmung und zum Tanzen. Auch die beiden 90-jährigen Ehrenmitglieder Dora Wessel und Käthe Rathjen schunkelten kräftig mit. Zu ihrem Frühlingsfest hatten sich die Seniorinnen und Senioren bereits zum gemeinsamen Mittagessen getroffen und später an Kaffee und Kuchen qelabt. Dem festlichen Anlass schmückt, die kreative Mitglieder gefertigt hatten. Dazu gehörten gehäkelte Schwäne und sogar eine ganze Hühnerfamilie. Zu den handfertigen Künstlerinnen zählte die 81-jährige Anna Wetzel. Wenn nicht gerade musiziert oder geklönt wurde, dann gab es hinreichend Gelegenheit zu Vers- und Gedichtvorträgen, die zum Schmunzeln Anlass boten. Neben dem Frühlingsfest veranstaltet der lentföhrdener Seniorenclub noch ein Herbstfest. Außerdem werden verschiedene andere Aktivitäten wie Ausfahrten und zwei monatliche Treffen an jedem 2. und4. Donnerstag angeboten
Die SPD- Fraktion hatte seinerzeit
die Idee, das Trafohaus an der Schulstraße nicht abzureißen, sondern umzubauen
und damit eine Behausung für Fledermäuse zu schaffen. Die Schleswag hatte damals
auf Anfrage schriftlich mitgeteilt, dass die Trafostation nach Abschluss der
Verkabelungsarbeiten nicht mehr benötigt und abgerissen wird. Es bestand jedoch
die Möglichkeit, die Trafostation der Gemeinde zu übereignen.
Allerdings würde dieses Vorhaben die Gemeinde zwischen 8.000 und 10.000 Euro
kosten. Das hielten die Vertreter der CDU für nicht gerechtfertigt und somit
wurde der Antrag mit zehn Nein-Stimmen bei fünf Ja-Stimmen abgelehnt.
Der TSV Lentföhrden wächst heran.
Auch wenn diese Saison noch nicht zu Ende ist, plant der Verein schon für die
nächste. So wird Fußball- nachwuchs gesucht in den Klassen F-, E-, D- und
C-Jugend. Dringend werden Betreuer und Übungsleiter gebraucht, wobei auch
Hausfrauen und Rentner angesprochen sind. Trainingszeiten: für F- und E-Jugend
dienstags und donnerstags von 16.30 bis 18 Uhr für D- und C-Jugend dienstags und
donnerstags von 17 bis 18 Uhr.
Auch die 1. Herrenmannschaft, die in die Kreisklasse C-Süd aufgestiegen ist,
sucht Verstärkung, insbesondere einen Torwart. Trainingszeiten: dienstags und
donnerstags von 19 bis 21 Uhr.
Fragen bitte an Fußballobmann Manfred Radloff: 04192/5632.
Anlässlich der jüngsten Gemeindevertretersitzung wurden drei Personen als Schöffen benannt. Einstimmig, bei zwei Enthaltungen, wurden die Gemeindevertreter Anneliese Böge, Norbert Kirstein und Bernd Mohr vorgeschlagen und auch einstimmig gewählt. Sie werden künftig Verhandlungen des Amtsgerichtes Neumünster beiwohnen.
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Februar |
Ohne direkten Nutzwert für die Bürger, aber
unumgänglich: Die größte Investition der Gemeinde in diesem Jahr ist die
Sanierung des gemeindeeigenen Klärwerks. 110 000 Euro wurden dafür im Haushalt
veranschlagt „Die Sanierung ist notwendig, weil der Faulschlamm sonst Schäden
anrichten könnte“, erklärte Bürgermeister Kurt Sander (CDU).
Sichtbarer als die Reparatur des Klärwerks und zudem billiger
wird ein anderes großes Vorhaben, das die 2300 Einwohner zählende Gemeinde aus
ihrem Haushalt bestreiten will. Das Freibad soll für 20000 Euro auf Vordermann
gebracht werden. Außerdem sollen 15000 Euro für die Beleuchtung und den Einbau
einer Lautsprecheranlage im Jugend- und Kulturzentrum ausgegeben werden. Ferner
ist die Teilnahme an der so genannten Ländlichen Strukturentwicklung (LSE)
geplant. Dabei soll ein „Platz der Generationen“ am Mönkloher Weg / Kastanienhof
entstehen. Dort sollen sich Jung und Alt auf einer parkähnlichen Fläche zu
Spielen und Gesprächen treffen. Sorgen über die Finanzierung dieser Vorhaben
brauchen sich die Lentföhrdener nicht machen. Die Gemeinde hat gut
gewirtschaftet. Zum Jahresschluss 2003 betrugen die Rücklagen 249000 Euro. Am
Ende diesen Jahres sollen noch rund 146000 Euro davon übrig sein.
411000 Euro müssen die Lentföhrdener in diesem Jahr an den
Kreis und 324000 Euro an das Amt abführen. 215000 Euro lässt sich die Gemeinde
die Betreuung des Nachwuchses im Kindergarten kosten. 207700 Euro sind ihr die
Schüler wert. Freuen darf sich die Gemeinde auf Einnahmen in Höhe von 504400
Euro aus der Einkommensteuer. Schlüsselzuweisungen werden in Höhe 525900 Euro
erwartet. Die Gewerbesteuereinnahmen wurden mit 52700 Euro taxiert. 15400 Euro
Einnahmen aus der Vergnügungssteuer, 14400 Euro aus der Grundsteuer A sowie
130000 Euro aus der Grundsteuer B sind weitere wichtige Einnahmeposten. Die
Hebesätze betragen auch in diesem Jahr unverändert 200 Prozent für die
Grundsteuern A und B sowie 275 Prozent für die Gewerbesteuer. Steuererhöhungen
seitens der Kommune gibt es nicht.
In diesem Jahr kann der TSV Lentföhrden auf eine
80-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Aus diesem Grund ist für das erste
Juni-Wochenende ein großes Dorftest geplant. Als Auftaktveranstaltung im
Jubiläumsjahr gab es einen Sektempfang in der Arnold-Timmermann-Sporthalle
statt, der sehr gut besucht war.
TSV-Vorsitzende Gudrun Radloff erinnerte an die Anfänge des Vereins, der am 19.
Juli 1924 von 17 Männern in einer Gastwirtschaft gegründet worden war. Der
Mitgliedsbeitrag betrug damals 50 Pfennig mtl. Monat.
Zur Zeit zählt der Verein 520 Mitglieder, davon sind rund die Hälfte Frauen und
Mädchen. In 10 Abteilungen wird Sport getrieben. Gemeinsam mit der
Kaltenkirchener Turnerschaft gibt es eine Handballspielgemeinschaft, es werden
Jugend- und Herrenfußball angeboten sowie Leichtathletik für alle Altersgruppen.
Daneben gibt es verschiedene Gymnastik-, Fitness- und Allroundsportgruppen,
außerdem Turnen für Senioren und Kinder.
Für den Verein hätten sich schon immer Lehrer besonders engagiert, betonte die
Vorsitzende. So auch Arnold Timmermann, nach dem die Sporthalle benannt wurde,
und der als erster Vorsitzender nach dem Krieg den Verein lange Jahre führte.
Seine Witwe, Margot Timmermann, ist Ehrenmitglied und wurde von Gudrun Radloff
besonders herzlich begrüßt. Weitere Vorsitzende - vor der jetzt amtierenden
Vereinschefin - waren Helmut Dörje, der den Verein inzwischen aus persönlichen
Gründen verlassen hat, Alfons Schnoor, Klaus-Peter Böhlke und Dirk Tölle.
Bürgermeister Kurt Sander wies darauf hin, dass es sich die Gemeinde noch
leisten könne, als größter Sponsor des Vereins aufzutreten und zum Beispiel den
Sportplatz sowie die Halle kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
Während der Februarsitzung des Gemeinderates
stellte der Vorsitzende des Finanzausschusses Kurt Thormählen mit Nachdruck
fest, dass wie in fast allen Gemeinden auch iii Lentföhrden die Einnahmen
zurückgegangen seien und dass mit den Ausgaben sparsam umgegangen werden müsse.
Viel Geld fließe in den Kindergarten, die Grundschule und muss die Kreis- und
Amtsumlage aufgebracht werden. Der Haushaltsplan wurde einstimmig beschlossen
mit 2.168.700 Euro im Verwaltungs- und mit 397.100 Euro im Vermögenshaushalt.
Die Hebesätze für die Grundsteuer und B wurden mit 200 von Hundert und die
Gewerbesteuer 275 von Hundert festgesetzt.
Mehrheitlich wurde der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan Nummer 13
„östlich der Kieler Straße zwischen Straße Otterbraack und der KaItenkirchener
Straße und östlich des Karkweges“ angenommen.
Während der Sitzung gab Gemeindevertretung ihre Zustimmung zu den
Wahlvorschlägen der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, Oberbrandmeister Hans
Möller zum Gemeindewehrführer und Oberlöschmeister Thomas Rathjens zu seinem
Stellvertreter zu verpflichten. Sie erhielten beide die Ernennungsurkunde unter
Berufung in das Beamtenverhältnis als Ehrenbeamter für die Dauer von sechs
Jahren.
Auf Anfrage der Gemeinde verteilte Bürgermeister Kurt .Sander unter anderem mit,
das die Genehmigung für ein Werbeschild im Einmündungsbereich „In de
Grund/Schulstraße“ erteilt habe und dass am Ortsrand Richtung Bad Bramstedt ein
Baumbestand in Abstimmung dem Forstamt Segeberg gerodet wurde. Das Areal ist als
Ausgleichsfläche für die Anpflanzung eines Mischwaldes vorgesehen.
Kurt Sander berichtete weiterhin, dass dem Antrag des TSV Lentföhrden für den
Einbau von Fenstern zwischen Sportlerraum Sporthalle entsprochen wurde.
In diesem Zusammenhang wurde auch mitgeteilt, dass das Innenministerium den
Kreis um Bekanntgabe aller Sanierungs-respektive Modernisierungsmaßnahmen
kommunaler Sportstätten gebeten hat, weil geprüft werden soll, ob das Land
hierfür eine Finanzierungshilfe leistet.
Sander kritisierte dabei die Verfahrensweise eines örtlichen Vereins, der
anstelle sein Anliegen bei der Gemeinde vorzutragen direkt an das Amt
geschrieben habe.
Um den Sport drehte es sich auch bei dem Lentföhrdener Manfred Rusch. Wie Sander
informierte, wurde er kürzlich mit der Sportverdienstnadel des Landes
Schleswig-Holstein ausgezeichnet.
Nicht nur von seinen Feuerwehrkameraden sondern vom ganzen Ort verabschiedete sich Lentföhrdens langjähriger Wehrführer Heinrich Freyer. Seit März 1989 war der Mechaniker Chef der Brandschützer. Jetzt hat der 53-Jährige mit seiner Familie in Lüneburg ein neues Zuhause gefunden. In Lentföhrden verließ er eine Wehr, „deren Ausrüstung auf dem besten Stand und deren Teamgeist vorbildlich ist“, betonte Bürgermeister Kurt Sander in seiner Laudatio zum Abschied des Wehrführers. Neuer Mann an der Spitze ist Hans Möller.
Heinrich Freyer hat sich große Achtung erworben
und viel für die Feuerwehr getan“, sagte Bürgermeister Sander in der
Jahreshauptversammlung. Auch die Tatsache, dass die Wehr keine Nachwuchsprobleme
hat, sei auf Freyers Wirken zurückzuführen, ebenso die Brandschutzerziehung in
der Schule sowie der Bau des 1991 eingeweihten Feuerwehrgebäudes. Ein Buch über
den Kreis Segeberg, Blumen und ein Präsentkorb waren die äußeren Zeichen des
Dankes der Gemeinde und der Kameraden. Ferdinand Polenz überreichte dazu eine
Foto-Chronik, in der alle wichtigen Ereignisse - ob harte Einsätze oder
fröhliche Feste - festgehalten sind.
Der stellvertretende Wehrführer Hans Möller, von Heinrich Freyer zu seinem
Nachfolger vorgeschlagen, erhielt alle Stimmen seiner Kameraden. Der 39-jährige
Kaufmann und Landwirt, der einen Ferienhof betreibt, gehört der Wehr seit 19
Jahren an. Zu seinem Stellvertreter wurde - ebenso einstimmig - der
Maurermeister Thomas Rathjens gewählt.
Zurzeit besteht die Wehr aus 41 aktiven Kameraden, darunter zwei Frauen. Drei
Anwärter, 15 Ehrenmitglieder und 227 fördernde Mitgliedern gehören ebenfalls
dazu.
Als eine seiner letzten Amtshandlungen nahm Freyer einige Beförderungen von Zu
Löschmeister wurden Torsten Bajorat und Karl-Heinz Schroedter ernannt. Für
20-jährige Zugehörigkeit erhielt Georg-Otto Schättiger eine Ehrenspange, das
Brandschutzehrenzeichen in Silber erhielt Thomas Rathjens für 25-jährige Treue
zur Wehr, Jürgen Götsch wurde für 30-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Das
goldene Ehrenzeichen am Bande für 40-jährige Zugehörigkeit erhielten Hans-Werner
Böge und Karl-Heinz Schroedter. Zum Ende seines ehrenamtlichen Dienstes in der
Feuerwehr wurde der Lentföhrdener Landwirt Karl- Heinz Schroedter befördert und
erhielt das goldene Brandschutzehrenzeichen .
Erwin Hinz, der schon der Ehrenabteilung angehört, wurde für seine 40-jährige
Zugehörigkeit zur Wehr geehrt. Manfred Hahn und Karl-Heinz Schroedter wurden in
die Ehrenabteilung überstellt. Als Anwärter und Anwärterinnen wurden Frank Czaja,
Corinna Kratzke, Michael Ludwig und Benjamin Wolf aufgenommen.
Das vorige Dienstjahr mit 17 Einsätzen wurde von Heinrich Freyer als „ruhig“
eingestuft. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe waren zwei Großbrände in Nützen
und in Bad Bramstedt zu bekämpfen.
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Januar |
Der
erste Bingoabend in Lentföhrden war ein voller Erfolg. Der Veranstalter, die SPD
Lentföhrden, war von dem Zulauf selbst überrascht. So fanden sich an diesem
Winterabend über 60 Mitspieler im Jugend - und Kulturzentrum ein.
Kerstin Köbel moderierte den Abend; welches ihr spürbar großen Spaß bereitete.
Telse Kirstein spielte die Glücksfee und bediente die Bingomaschine. Nachdem die
Spielregeln erklärt wurden, ging es dann los. Beim Verlesen der Zahlen herrschte
im Saal konzentrierte Aufmerksamkeit; denn Jeder wollte als Erster "Bingo"
rufen. Während der 2 1/2 Stunden gab es sehr viele schöne Preise zu gewinnen,
die von Unternehmen aus Lentföhrden und aus der Umgebung gesponsert wurden. Der
Hauptgewinn war eine Reise nach Berlin. Nach dem Spiel wurde noch bis
Mitternacht gesellig geplauscht. Der Erlös des Abends wird für einen "Guten
Zweck" im Ort gespendet.
Seit nunmehr drei Jahrzehnten
befindet sich das Lentföhrdener Alten- und Pflegeheim „Zur Waldburg“ im Besitz
der Familie von Edith und Harald Schulz mit Sohn Andreas und Tochter Manuela.
Das heutige Zuhause für 60 Heimbewohner ist freilich mit den damaligen Wohn- und
Pflegeverhältnissen bei weitem nicht zu vergleichen.
Durch
den Neubau des jetzigen Haupthauses im Jahre 1996 erhöhte sich nicht nur die
Bettenkapazität beträchtlich. Vielmehr entstanden neben den modernen Einzel- und
Doppelzimmern ein Speisesaal mit dem Flair eines anspruchsvollen Restaurants
sowie eine erstklassig ausgestattete Küche. Hinzu kamen auch mehrere zweckmäßig
eingerichtete Aufenthalts-, Spiel- und Bastelräume sowie ein Lesezimmer, die
eine sinnvolle Abwechslung bieten.
Zu den speziellen Service- und Pflegeeinrichtungen gehören
auch ein Gymnastik- und ein Therapieraum. In einer familiären Atmosphäre wird
den Heimbewohnern die erforderliche Pflege mit dem Ziel zuteil, Wohlbefinden und
Lebensfreude zu steigern. Ein engagiertes Team von mehr als 35 qualifizierten
Mitarbeitern gewährleistet eine liebevolle Betreuung rund um die Uhr. In
besonderem Maße trägt auch die Umgebung des Alten- und Pflegeheims, das in einem
wunderschönen Waldgebiet, nahe dem Dorfzentrum von Lentföhrden, gelegen ist,
dazu bei, die Gesundheit und Lebensqualität der älteren Menschen zu verbessern.
Auf diesem herrlichen Areal soll jetzt ein weiterer Neubau entstehen und die
Bettenkapazität auf über 100 Plätze erhöhen. Geplant ist auch der Bau eines
Wintergartens.
Geleitet wird das Familienunternehmen in Form einer GmbH von
Andreas Schulz, der dabei als Geschäftsführer von seiner Mutter Edith Schulz und
seiner Schwester Manuela Bayer tatkräftig unterstützt wird. Das von ihnen
gemeinsam geführte Alten- und Pflegeheim hat sich in den vergangenen 30 Jahren
weit über das Einzugsgebiet hinaus einen hervorragenden Ruf erworben.