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Dezember

 

Großzügiges Ende der Lentföhrdener FDP                                                                   SZ 31.12  zwi/gmg.

Ab Mitternacht ist es vorbei mit dem Lentföhrdener FDP Ortsverband: Zum Jahresende löst sich die zuletzt noch 22 Mitglieder starke Vereinigung auf. Fast 58 Jahre hat es dann den Ortsverband gegeben. Nahezu alle Mitglieder haben ihren Austritt erklärt. Beim letzten Treffen von Mitgliedern und Freunden der Partei vor wenigen Tagen kam zwar etwas Wehmut auf, doch es gab kein Zurück mehr. Deshalb wurde der Inhalt der Kasse an örtliche Vereine verteilt. ,,Dadurch wurde verhindert, dass das Geld der FDP- Bundeszentrale in Berlin überwiesen werden musste“, erklärte Noch-Orts vorsitzender Bernd Mohr.
Auslöser für die Auflösung des Ortsverbandes war anderes Geld. Nach einem Beschluss des FDP-Bundesparteitags sollten auch die Lentföhrdener Freidemokraten statt mindestens 55 künftig 96 Euro Beitrag pro Jahr zahlen. Davon sollte doppelt so viel wie bisher - 2,20 Euro statt 1,10 - an die Bundespartei abgeführt werden. Das ging selbst langjährigen Liberalen gegen den Strich. „In einer Zeit, in der fast alles teurer wird, Löhne und Renten eingefroren oder sogar gekürzt werden, dürfte der Zeitpunkt der Beitragserhöhung in dieser Form nicht gerade glücklich gewählt sein“, hatte Mohr erklärt. Beim letzten Treffen im Kultur- und Jugendzentrum wurden die von Schatzmeister August Mohr gehüteten „stillen Reserven“ vergeben. Eigentlich - so der Schatzmeister - hätte die ältere Generation, die überwiegend das Geld angespart hätte, Nutznießer werden sollen. Aber die Partei hatte sich dazu durchgerungen, den größten Teil des Geldes der Jugend, die die Zukunft zu tragen habe, zu kommen zu lassen. So erhalten die im Sommer gegründete Jugendfeuer wehr 200 Euro, der Verein Kontra Langeweile 300 Euro für seine Jugendarbeit und der Kindergarten 500 Euro. Zudem wurde ein stabiles Tischfußballspiel für das Jugendzentrum gekauft. Um die Senioren nicht ganz leer ausgehen zu lassen, werden der Gemeinde zwei rustikale Sitzbänke gespendet. ,,Nun herrscht absolute Ebbe in der FDP-Parteikasse, und eine Überweisung nach Berlin erübrigt sich“, sagte Schatzmeister Mohr.
Von den in Kürze ehemaligen FDP- Mitgliedern wollen viele weithin kommunalpolitisch aktiv bleiben. Ende Januar soll eine Wählergemeinschaft gegründet werden. Diejenigen Lentföhrdener Freidemokraten, die weiterhin zur Partei stehen, werden vom Bad Bramstedter FDP-Ortsverband aufgenommen.
Lentföhrden galt lange Zeit als eine FDP-Hochburg im Kreis Segeberg. Die Orts-Liberalen stellten so gar mit Hinrich Schröder von 1948 bis 1982 den Bürgermeister.

FDP- Lentföhrden  Rundschreiben vom 05.11.


Bürgerbrief vom 10.12

November

FDP-
Nur halbe Lösung im Otterbraack                                                                       Von Rainer I. Krüger   SZ 8.11

Anwohner mit Vorbehalten gegen geplante Umbenennung der Straße und Neuvergabe von Hausnummern        
                  
Wer erstmals in die Straße Otterbraack fährt, sollte einige Minuten Extrazeit einplanen, um sich orientieren zu können. Zum einen knickt die Straße in ihrem Verlauf zwei Mal um 90 Grad ab. Zum anderen ist die Nummerierung der Häuser chaotisch Um mehr Klarheit zu schaffen, hat die Gemeindevertretung beschlossen, einen Teil des Otterbraack umzubenennen. Bei Anwohnern stößt das auf wenig Gegenliebe, denn ihrer Ansicht nach führt das von den Kommunalpolitikern beschlossene Modell zu keiner entscheidenden Verbesserung.
„Das ist eine faule Lösung, finden Anja Dieckmann und Stefan Oswald. Um dies zu belegen, hat Anja Dieckmann je eine Skizze des künftigen Otterbraacks und des Ist-Stands angefertigt. In ihnen ist der Verlauf des Otterbraacks gelb markiert. Der hat momentan eine U-Form: Zu ihm gehören Abzweiger von der Bundesstraße 4 als U-Basisstrich, von dem aus zwei Straßenabschnitte zum Nützer Weg führen. Einer davon als Verlängerung des Karkwegs, der andere als Verlängerung von einer der insgesamt acht Otterbraack - Stichstraßen. „So wie es jetzt ist, liegt der Hausnummer 45 die 1 gegenüber sagt Anja Dieckmann.
Das dürfte sich bald ändern. Die Mehrheit der Gemeindevertretung beschloss während ihrer jüngsten Sitzung gegen zwei Nein - Stimmen, das der Otterbraack Abschnitt in Verlängerung des Karkwegs dem Karkweg zugeschlagen wird. Daraus ergibt sich laut Bürgermeister Kurt Sander eine neue Nummernvergabe für den ganzen Otterbraack Bisher fängt sie, von der B 4 aus gesehen, auf der rechten Seite an. Von dort aus wird konsequent hochgezählt. Die Folge ist, dass sich jetzt sowohl auf der linken als auch der rechten Seite des Otterbraacks ungerade und gerade Nummern befinden. „Das ist damals so gebaut worden“, berichtet Sander.
Seit fünf Jahren sei die Gemeinde nun dabei, solches auch in anderen Straßen des Orts bestehendes Ziffernwirrwarr zu beseitigen: In der Schulstraße sei dies bereits gelungen. In der Waldburgstraße stehe dies noch aus. Sanders Beweggrund für die gesamte Aktion: Polizei und Rettungsdienste sollen nicht erst lange suchen müssen, wenn sie zu Einsätzen in den Otterbraack oder an anderen Stel1en, Lentföhrdens gerufen werden.
Jedoch wird nach Ansicht der Anwohner durch den Beschluss der Gemeindevertretung das Problem im Otterbraack nicht behoben. „Zwar wäre eine neue Nummerierung prinzipiell einrichtiger Schritt. Aber der Otterbraack knickt auch so weiterhin ab. Und wenn tatsächlich eindeutige Verhältnisse geschaffen werden so müsste eigentlich jede Stichstraße einen Namen bekommen“, führt Anja Dieckmann an. Da es Rettungsdienste sicher auch bei der neuen Regelung nicht leicht mit der Orientierung hätte; kann sie den Unmut einiger Anwohner über die mit der aufgezwungenen Adressenänderung verbundenen Ummeldeformalitäten und -kosten verstehen. Außerdem hängen einige Otterbraacker schlicht am Straßennamen.
Etwa Stefan Oswald. „Ich wohne mein Leben lang im Otterbraack und das sollte auch so bleiben“, sagt er. Auch sehen viele der Anwohner keinen aktuellen Handlungsbedarf. "Bis jetzt hat sich noch jeder hier zurecht gefunden. Und im Notfall wissen die Betroffenen schon auf sich aufmerksam zu machen“, meint eine Otterbraackerin.
Bürgermeister Kurt Sander hält den gefassten Beschluss trotz solcher Stimmen für einen wesentlichen Schritt nach vorn. lnsbesondere wenn die Nummerierung im verkürzten Otterbraack ab Nützer Weg so wie allgemein üblich - mit ungeraden Nummern links und geraden Nummern rechts erfolgen sollte. So wäre es für ihn konsequent.
Juristisch befindet sich die Gemeindevertretung mit ihrem Beschluss ohnehin auf der sicheren Seite. „Anwohner haben kein Recht auf einen bestimmten Straßennamen, stellte Rechtsanwalt Peter Rodermund während der Sitzung der Gemeindevertretung fest.


Lentföhrden startet im Dorfwettbewerb                                                                                     rik SZ 4.11

Beim letzten Kreisentscheid des Weitbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft belegte Lentföhrden nur den letzten Platz von dreizehn teilnehmenden Segeberger Gemeinden. Ein besseres Ergebnis strebt die Kommune für 2006 an, denn bei ihrer jüngstem Sitzung stimmte die Gemeindevertretung bei zwei Enthaltungen für die Teilnahme an der dann anlaufenden neuen Runde.
Damit der Ort auf die im April erwartete Bewertungskommission einen möglichst guten Eindruck macht, forderte Burgermeister Kurt Sander die rund 2300 Einwohner auf, bei den Vordere für den Wettbewerb mitzuarbeiten. 


Beim A20 - Bau das kleinstmögliche Übel anstreben                                                             rik SZ 3. 11

Verhindert werden kann der Bau der Autobahn 20 wohl nicht mehr: Also kommt es aus Sicht der Lentföhrdener Kommunalpolitiker darauf an, bei der Trassenführung das kleinste Übel anzustreben. Unter diese Prämisse wurde am Dienstagabend bei der Sitzung der Gemeindevertretung über das Straßenbauprojekt diskutiert „Nun ist es an der Zeit sich zu melden, wenn man noch etwas mitgestalten will“, sagte Bürgermeister Kurt Sander (CDU). Gemeinsam mit den anderen Kommunalpolitikern und etwa 50 Bürgern tauschte er sich über die richtige Strategie für den Ort aus. Eine Vorgehensweise skizzierte der stellvertretende Burgermeister Norbert Dähling (SPD) Demnach sollte darauf hingewirkt werden dass die A20 möglichst nördlich der Kreisstraße 81 zwischen Sehmalfeld und Lentföhrden, in Tief- statt in Hochlage und mit viel Lärmschutz gebaut werde. Für eine Änderung der bisher wahrscheinlichsten Streckenführung in diesem Sinne würden nach Ansieht der Gemeindevertreter auch Kostenargumente sprechen in diesem Fall wurde bei der durch die Landesregierung favorisierten Vorzugs-Trasse der so genannte Nützener Bogen (ein Schwenk zwischen Schmalfeld und Lentföhrden nach Süden) entfallen. Würden die A20-Planer den Anregungen der Lentföhrdener folgen, mussten auf dem Abschnitt beispielsweise weniger Brücken gebaut werden. Damit fielen Querungen der Dreckau und der Mühlenau weg. Außerdem würde die Autobahn auf Sand- und nicht auf Moorboden entstehen.
Um ihre Interessen in Sachen A20 deutlich zu machen, besuchte eine Delegation aus Lentföhrden kürzlich Schleswig-Holsteins Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Christian von Boetticher (CDU), in Kiel. Auch mit dem stellvertretenden Landrat des Kreises Segeberg, Hans Peter Sager, hat Sander bei einem Treffen des Arbeitskreises A20 gesprochen. „Er hat in Aussicht gestellt, uns für das weitere Verfahren Tipps zu geben. Auf dieses Angebot werden wir gern zurückkommen, sagte Bürgermeister Sander.

Oktober

 

Wer unterstützt die Aktion: „Weihnachten im Schuhkarton“                                       (es) Anzeiger 13.10

Bilder von Kindern, die in Armut, Krieg und Verzweiflung leben, gehören zum Alltag. Ein Zeichen der Hoffnung in das Leben dieser Kinder möchten die Mitglieder des Vereins „Geschenke der Hoffnung eV.“ setzen. Mit der weltweit größten Geschenkaktion „Weih nachten im Schuhkarton“ beschenkt der Verein mit Hilfe unzähliger Ehrenamtlicher und Päckchenpacker Kinder, die keine Weihnachtsfreude kennen. Jeder kann helfen und dies schon lange vor Weihnachten.

Vom 1. Oktober bis zum 15. November werden in ganz Deutschland Schuhkartons mit Geschenken für Kinder in Not gepackt. Auch in Lentföhrden gibt es eine Sammelstelle für diese besonderen Päckchen. Ein handelsüblicher Schuhkarton wird mit Geschenkpapier beklebt, mit Dingen des täglichen Bedarfs und dem, was Kindern Freude macht, gefüllt. Vieles, was in Deutschland selbstverständlich ist, lässt Kinderherzen in den Empfängerländern höher schlagen: zum Beispiel Hygieneartikel - wie Zahnbürste oder Zahnpasta. Schulsachen sind Luxus und gleichzeitig auch wichtig für die Entwicklung. Spielzeug, Kleidung und Süßigkeiten machen das Päckchen der Freude und Hoffnung komplett.

Aufgrund strenger Einfuhr- und Zollbestimmungen der Empfängerländer dürfen nur neue Waren und keine gelantinehaltigen Süßigkeiten (Gummibärchen) importiert werden. Die gepackten Schuhkartons können bis spätestens 15. November bei Ursula Neumann, Kieler Straße 67 in Lentföhrden oder im Kirchenbüro in Schmalfeld (Struvenhüttener Straße 16) abgegeben werden. Für die Deckung von Transport- und Nebenkosten empfehlen die Organisatoren eine Spende in Höhe von 6 Euro.


Grundschule bei Übung geräumt                                                                                                        zwi SZ 10.10

Ein Großeinsatz der Feuerwehr durchkreuzte gestern Vormittag den Stundenplan der rund 120 Kinder in der Lentföhrdener Grundschule. Gegen 10.15 Uhr rollten die ersten Einsatzfahrzeuge an. Rund drei Dutzend Feuerwehrleute aus Lentföhrden Schmalfeld und Alveslohe sowie die Kaltenkirchener mit ihrer Drehleiter eilten herbei. Aber zum Glück handelte es sich nur eine Übung, bei der die Evakuierung der Schule und die Zusammenarbeit der Wehren im Ernstfall geprobt wurden. Lentföhrdens Wehrführer Hans Möller und zwei seiner Kameraden hatten das Manöver ausgearbeitet und nur das Lehrerkollegium ein geweiht. Die Kinder versammelten sich zunächst auf dem Sportplatz und wurden dann wegen des Regens in die Sporthalle gebracht. Nach etwas mehr als einer Stunde war die Übung beendet.           

September

 

Bundestagswahl 2005 - Zweitstimmen  18.9

Ergebnisse in Lentföhrden


Dähling neuer SPD-Chef                                                                                                                            tö SZ 10.9

W.Schöning, K.Gurr, N.Dähling

Der SPD Ortsverein der Gemeinde Lentföhrden hat einen neuen Vorsitzenden. Von der Mitgliederversammlung wurde Norbert Dähling einstimmig zum Parteichef gewählt. Als ehemaliger Bürgermeister und gegenwärtig amtierender stellvertretender Bürgermeister kennt er die Gemeinde und deren Einwohner gut. Einstimmig bestätigt wurden Ingrid Pohlmann als stellvertretende Vorsitzende und Norbert Kirstein als Kassenwart.

Die Mitglieder dankten der bisherigen Vorsitzenden Wilma Schöning, die auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden ist, für ihr jahrelanges und engagiertes Wirken für die Partei. Als direkt gewähltes Mitglied bleibt sie der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung erhalten. Dort ist Wilma Schöning Vorsitzende im Kultur- und Sozialausschuss.

Der neue und die alte Vorsitzende übergaben diverse Wasserspielgeräte als Spende an Kathrin Gurr, die im Freibad mit ihrem Mann die Aufsicht führt. Das Geld ist der Erlös aus dem SPD-Bingoabend.      


Lentföhrdens Jugend kann endlich das Löschen üben                         Hamburger Abendblatt 03.09 büh

Vor knapp einem Jahr "nervte" Ronald Djukic seinen Wehrführer Hans Möller mehrfach: Warum haben wir eigentlich keine Jugendfeuerwehr? Möller gab schließlich nach: Zusammen mit Michael Ludwig sollte der Heizungsmeister Djukic sich um die Gründung der Nachwuchsabteilung kümmern.
Nachdem die Kommunalpolitiker einen Zuschuss bewilligt hatten, wurde die Werbetrommel gerührt, und nun standen 25 Jungen und Mädchen stolz vor der Feuerwache an der Schulstraße in Lentföhrden. Zur offiziellen Gründungsveranstaltung waren neben den Eltern und Verwandten die gesamte Wehr und auch Kreisfeuerwehr-Prominenz gekommen. Immerhin handelt es sich um die 25. Jugendfeuerwehr im Raum Segeberg.
Die Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren werden nun alles lernen, was auch die Großen der Feuerwehr wissen müssen: Wie wird richtig gelöscht? Wie funktioniert die Rettung von eingeklemmten Personen? Und was bedeuten eigentlich die vielen Fachbegriffe? Mit 17 Jahren können die Jugendlichen dann in die aktive Wehr übertreten. Ronald Djukic: "Wir wollen die Jugend von der Straße holen und sie für die Feuerwehr begeistern.
Bürgermeister Kurt Sander überreichte dem Feuerwehr-Nachwuchs anlässlich der Gründungsfeier eine Fahne.

Juli

 

A20 Auffahrten auch bei Lentföhrden und Hartenholm

Pläne für neue Autobahntrasse werden immer konkreter                                                              SZ 27.7(zwi)

Wer in zehn Jahren mit dem Auto von Lentföhrden nach Hartenholm möchte, raucht dafür vermutlich weniger Zeit als heute und muss nicht mehr durch Schmalfeld oder Kaltenkirchen fahren. Denn sollten die derzeitigen Pläne für die Autobahn A 20 Wirklichkeit
werden, dann entstehen an den Dorfrändern von Lentföhrden und Hartenholm jeweils Anschlussstellen mit Auf- und Abfahrten zu der - in der Region von vielen Bürgen nicht gewollten - Autobahn.
Der Bund bezahlt das Milliardenprojekt. Geplant wird die offiziell auch als „Nord-West-Umfahrung Hamburg“ bezeichnete Autobahn im Schleswig-Holsteinischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium in Kiel.
Der Abschnitt der A 20 zwischen Lübeck und der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits für en Verkehr freigegeben. zwischen Lübeck und Geschendorf im Kreis Segeberg wird derzeit ein Autobahnteilstück gebaut; es soll Ende 2008 fertig sein. Für die weitere Trasse laufen noch die Planungen: bis Bad Segeberg, um die Kreisstadt herum, danach nahezu parallel zur Bundesstraße 206 bis zur Autobahn A 7 und weiter an Lentföhrden vorbei, zwischen Weddelbrook und Mönkloh hindurch Richtung Kollmar (Kreis Steinburg) an der Elbe. Für einen Tunnel unter der Elbe hindurch wird ein Investor gesucht.
Innerhalb von fünf Jahren werden alle Planungen für die A 20 erledigt sein, hatte der neue schleswig-holsteinische Verkehrsminister Dietrich Austermann (CDU) vor einigen Wochen angekündigt und dem Projekt in sei im Ministerium Vorrang eingeräumt. Die Linienbestimmung ist quasi abgeschlossen. In den nächsten Tagen erwarten wir die Bestätigung dafür vom Bund“, erklärt jetzt Kurt Richter, Leiter der Projektgruppe A 20 im Verkehrsministerium. Richters Team hat in jahrelanger Vorarbeit etliche Trassenvarianten für das Straßenbauprojekt geprüft. Elf Vorschläge blieben übrig. Davon wählte die frühere rot-grüne Landesregierung die jetzige Route aus. Nun fehlt noch das so genannte Planfeststellungsverfahren: Ein gesetzlich vorgeschriebener Schritt, bei dem von Behörden unter anderem öffentliche und private Belange einschließlich Umweltaspekte abgewogen werden. „Erst dabei wird der A20-Trassenverlauf parzellenscharf festgelegt“, betont Chefplaner Richter. Planfeststellungsverfahren dauern etwa eineinhalb Jahre und enden mit einem verbindlichen für den Autobahnbau benötigte Flächen abgekauft oder gegen derzeit landeseigene Grundstücke getauscht. Auch Enteignungen sind nicht ausgeschlossen, sollten Grundstückseigentümer sich nicht kompromissbereit zeigen.
Obgleich für den A20-Abschnitt von Bad Segeberg bis zur Elbe das Planfeststellungsverfahren noch nicht gestartet wurde, ist der Trassenverlauf durch den Kreis Segeberg und darüber rund 400 Meter breiten Korridor dar, in dem - sofern der Bund zustimmt - später die Asphaltpiste gebaut werden soll. Den Plänen nach soll kurz hinter dem Lentföhrdener Ortsausgang Richtung Bad Bramstedt die A 20 das AKN Gleis und die Bundesstraße 4 überbrücken. Dort ist zudem eine Autobahnanschlussstelle vorgesehen. Auf halber Strecke der Landesstraße (L 79) zwischen Hartenholm und Struvenhütten sollen ebenfalls eine zu- und Abfahrt entstehen. In der Schmalfelder Feldmark im Bereich Wierenkamp ist ein Autobahnkreuz geplant. Dort können dann Autofahrer von der A 7 auf die A 20 wechseln und umgekehrt. Möglichkeiten zum Auf- oder Abfahren wird es dort nicht geben.
Anfang der Woche waren Bürgermeister aus dem Amt Kaltenkirchen Land sowie Mitarbeiter der Amtsverwaltung im Verkehrsministerium an der Kieler Förde und ließen sich von Projektleiter Richter über den Planungsstand unterrichten. Dabei wurde von den Besuchern angefragt, ob die A2 0-Trasse zwischen dem Autobahn kreuz und der Lentföhrdener Anschlussstelle gänzlich nördlich der Kreisstraße (K81) gebaut werden könnte. Somit wäre unter anderem der Reiterhof Schröder nicht ganz so stark von der A20 betroffen, außerdem müsste die Kreisstraße nicht zwei Mal überbrückt werden. Doch die Aussichten für eine teilweise Trassenverschiebung in Richtung Bad Bramstedt sind schlecht.,, Es handelt sich um einen ökologisch sehr sensiblen Bereich“, er klärt Torsten Ridder, leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Kaltenkirchen-Land. Sogar durch EU-Recht ist ein Großteil der Flächen an den Flüssen Schmalfelder Au und Ohlau geschützt. Sollte dort eine Autobahn genehmigt werden, würden enorm teure Ausgleichsmaßnahmen fällig.
Alle sechs Gemeinden des Amtes Kaltenkirchen-Land hatten vor zwei Jahren in einer gemeinsamen Stellungnahme die von Bund und Land formulierte verkehrspolitische Notwendigkeit für die A20 in Frage gestellt. Unter anderem in Schmalfeld, Hartenholm und Lentföhrden gründeten sich Bürgerinitiativen gegen das Projekt Amtsleiter Ridder glaubt nicht mehr daran, dass der Bau der A20 aufgehalten oder sogar ganz verhindert werden kann. "Deshalb sollten wir das Beste daraus machen“, findet Ridder......


Ferien bei Schwein, Kuh und Ziege

Auf dem Hof Möller in Lentföhrden erleben Urlauber Landidylle                                                                SZ 27.7 (ach)

Wenn die Ziege meckert, Schweine grunzen und Ponys wiehern ist das nicht nur ein tierisches Konzert, sondern fester Bestandteil eines Erlebnisurlaubs auf dem Bauernhof der Familie Möller. Vor allem gestresste Städter finden auf dem idyllischen Anwesen von Hans und Anette Möller Erholung und gesunde Nahrung für Körper und Geist. Ein Kinderzoo, eine Herde mit Charolais-Rindern sowie Speisen und Getränke aus ökologischem Landbau gehören zum Angebot.
„Wir sind begeistert vom Urlaub auf dem Bauernhof‘, schwärmt Dirk Ahrens (37) aus Nordrhein-Westfalen. Er, seine Frau Mandi und die Söhne Gregor (1) und Verio (6) haben mehr als sechsstündige Anreise aus Mühlheim an der Ruhr keine Sekunde lang bereut. "Hier wird für jeden etwas geboten. Die Jungen können auf dem Spielplatz toben oder mit den Kindertreckern auf dem Hof fahren“, freut sich Mandi Ahrens. Besonders gut gefallen dem kleinen Verio die Tiere Streichelzoo.„Die Ziegen mag ich besonders. Sie sind so neu gierig. Immer suchen sie, man nicht was zu fressen dabei hat“, sagt er.
An schönen Tagen leiht sich Familie Ahrens Fahrräder den Möllers. Auf ihnen geht in die nähere Umgebung mit den Auenlandschaften, Moore bieten und Wäldern.,, Es ist schön. Das ist mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch“, verspricht Dirk Ahrens. Fünf Tage erholt sich die Familie auf dem Bauernhof.
Auch Michael Hanske, seine Frau Anja und die Kinder Leo nie (6) und Konrad (2) genießen die Abwechslung vom Alltagstrott. Die Familie ist aus
sächsischen Stadt Kamenz den Norden getourt. „Am liebsten streichle ich die Ponys, Ziegen und die kleinen Schweine“, erzählt Leonie mit leuchtenden Augen. „Toll ist das Frühstückseiersammeln im Hühnerstall. Es ist ein ganz anderes Gefühl, et was zu essen, von dem man weiß, woher es kommt“, betont ihre Mutter Anja. Außer Aktionen auf dem Hof plant das Quartett Tagesausflüge an die Ostsee und nach Hamburg. Auch die Hanskes wollen wieder nach Lentföhrden kommen.
Ein Angebot der Möllers an ihre Gäste ist ein Ausflug mit Oldtimer-Trecker und Kutsche auf die Weide mit den Charolais-Rindern. „Dort können unsere Gäste sehen, wie Kühe ihre Kälber säugen“, schildert Hans Möller. Ums leibliche Wohl der Urlauber kümmert sich Anette Möller. Die gelernte Hauswirtschafterin achtet beim Früh stück darauf, dass nur Gesundes auf den Tisch kommt.,, Sämtliche Produkte stammen aus ökologisch kontrolliertem Anbau oder eigener Erzeugung“, sagt sie. Dazu gehören Eier und das zu Salami und anderer Wurst veredelte Fleisch der Charolais Rinder. Um deren Herstellung kümmert sich ein Hausschlachter. Dem Ferienhof angeschlossen ist ein Hofladen, in dem sich ernährungsbewusste Zeitgenossen mit Rindfleisch, Eiern, Milch, Milchprodukten, Kartoffeln und Gemüse sowie Naturkostprodukten eindecken können.
Übernachtet wird in vier Einzelappartements mit separater Küche, Dusche, WC, Satelliten- TV und Telefon. Für Familieneignen sich die fünf Ferienwohnungen mit jeweils 45 Quadratmeter Platz. Seit einiger Zeit finden in der so genannten Seminardiele auch Veranstaltungen wie Yoga- und Englischkurse externer Anbieter statt. Bis zu 20 Personen finden dort Platz.
Anette und Hans Möller haben das landwirtschaftliche Anwesen an der Schmalfelder Straße nach einem aufwändigen Umbau im Mai 2003 eröffnet. „Unseren Entschluss, den Betrieb zu erweitern, haben wir nie bereut. Die Auslastung ist gut“, freut sich das Paar. Auch wegen der steigenden Nachfrage hat sich das Paar Möller entschlossen, ab August eine Hauswirtschafterin auszubilden (Informationen über Ferien auf dem Hof der Familie Möller gibt es unter 04192 6319 oder unter www.ferienhofmoeller.de.)


Riesenspaß für Jung und Alt                                               (st). UMSCHAU 15.Juni

Die freiwillige Feuerwehr Lentföhrden und der Verein Kontra Langeweile hauen in ihrem Dorf ein schönes Fest für die ganze Familie auf die Beine gestellt. Für die Kleinen gab es eine kleine Dorfrallye innerhalb des Ortskerns, die Möglichkeit, ein Vogelfutter-Häuser zu bauen sowie eine Vielzahl an Kinderspielen wie Angeln und Kegeln. Weiterhin wurde eine Tombola initiiert, bei der es 200 Preise zu gewinnen gab. In den Räumen der Feuerwehr konnten sich derweil die Eltern bei Speis und Trank ausruhen. Für den Abend standen Tanz und gute Laune auf dem Programm.
Nachwuchs für die Feuerwehr
Die Feuerwehr nutzte das Dorffest gleichzeitig, um die Werbetrommel zu rühren. Sie planen, zum 28. August die Gründung einer Jugendfeuerwehr. „Wir benötigen für unsere Wehr unbedingt neue Mitglieder - zur Zeit sind es 44 Aktive - die wir aus dem Nachwuchs der Jugendwehr beziehen können“, erklärte der erste Vorsitzende Hans Möller das Gründungsvorhaben. Erste Erfolge konnten sogar schon während des Dorffestes verbucht werden, denn es gab bereits zehn Anmeldungen von Jugendlichen.


Bürger sauer auf Mautflüchtlinge
Beschwerden: Immer häufiger weichen Lkw-Fahrer auf die B 4 und L 319 aus, um Gebühren zu sparen.

                                                                                                                                                     Von Wolfgang Klietz erschienen am 23. Juli 2005
Wie viele Lastwagen durch die Städte und Gemeinden donnern, weiß bislang niemand so genau. Doch Bürgermeister und Anwohner entlang der Strecke von Lentföhrden über Bad Bramstedt und Wiemersdorf sind sich weitgehend einig, daß die Zahl seit einem halben Jahr deutlich angestiegen ist - eine subjektive Einschätzung, die auch ohne exakten Nachweis von den Behörden geteilt wird.

Offenbar weichen immer mehr Lkw-Fahrer auf die Bundesstraße 4 und die Landesstraße 319 aus, seitdem sie auf der Autobahn 7 Maut bezahlen müssen. Die Zunahme des Schwerlastverkehrs sei deutlich spürbar, berichtet Lentföhrdens Bürgermeister Kurt Sander. So sieht er beispielsweise in seiner Gemeinde, die von der B 4 durchschnitten wird, deutlich mehr Fahrzeuge der Weddelbrooker Spedition Bojens als vor der Einführung der Maut in Deutschland.
"Die Strecke bietet sich an", sagt Sander, der auch hinterm Steuer seine Erfahrungen mit dem Ausweichverkehr macht. Für den täglichen Weg nach Hamburg über die B 4 benötigt er wegen der schleichenden Lastwagen seit Jahresbeginn zehn Minuten mehr als zuvor. Sander sieht nur einen Ausweg: Auch die parallel zur Autobahn verlaufenden Bundes- und Landesstraßen müssen künftig mautpflichtig werden.
Als "deutlich wahrnehmbar" bezeichnet auch Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach den wachsenden Ansturm des Schwerlastverkehrs. Er habe in den letzten Wochen viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung mit Beschwerden erhalten.
"Die Maut muß her", meint der der Chef der Bramstedter Gaststätte Kaisersaal, Jürgen Fuhlendorf. Sein Lokal liegt am Bleeck, der Hauptverkehrsader der Kurstadt. Noch schlimmer als ihm ergehe es allerdings den Bewohnern entlang der Hauptverkehrsstraßen, meint der Kaisersaal-Wirt.
Die Bramstedter Innenstadt trifft die wachsende Lärm- und Abgasbelastung besonders hart, denn an Restaurants und Geschäften führt nicht nur die B 4, sondern auch die B 206 zwischen Bad Segeberg und Itzehoe vorbei. Doch solange nicht die seit Jahrzehnten ersehnte Ortsumgehung gebaut wird, ist die Stadt machtlos. Bürgermeister Kütbach: "Wir können nichts dagegen tun."
Nicht viel besser sieht es nördlich von Bad Bramstedt aus. Der Wiemersdorfer Ludwig Reese berichtet: "Wenn die Lastwagenfahrer keinen Zeitdruck haben, fahren sie durch unser Dorf." Er hat beispielsweise deutlich mehr Lkw als früher entdeckt, die zur "Norddeutschen Fleischzentrale" am nördlichen Bramstedter Stadtrand unterwegs sind.
Auch ohne konkrete Zahlen vorliegen zu haben, geht die Polizei ebenfalls von zunehmendem Lkw-Verkehr aus. Gleich nach der Maut-Einführung war den Beamten aufgefallen, daß auf den Parallelstraßen zur Autobahn immer mehr Lastwagen mit Kennzeichen aus anderen Bundesländern oder Staaten unterwegs waren. Die Schwerlast-Kontrolleure der Polizeiinspektionen in den Kreisen Segeberg und Pinneberg seien wegen des zunehmenden Verkehrs verstärkt auf der B 4 und der L 319 unterwegs, sagt Frank Lassen vom Landespolizeiamt.
Daß die Parallelstrecken zur Autobahn gern von Mautflüchtlingen befahren werden, haben auch schon die Bewohner der Gemeinden an der B 4 im Kreis Pinneberg festgestellt. Laute Klagen kommen beispielsweise aus Hasloh und Quickborn. Der Verdacht: Brummi-Fahrer verlassen die A 7 in Schnelsen-Nord oder Quickborn und fahren ohne bedeutende Zeitverluste bis zur Anschlußstelle Großenaspe oder Neumünster-Süd, um dort wieder auf die Autobahn zu gelangen.
 

Juni



Schrauben, Kugellager und jede Menge Werkzeug    
                    
                    SZ (tüv)

Werkzeuge, Kugellager, Produkte aller Art, so umschreibt Dieter Wich in seinem Firmenlogo die Fachrichtung seines Unternehmens. Dahinter verbirgt sich ein um fangreiches Angebot an technischen Geräten vom einfachen Hammer über komplizierte. Feinmechanikerwerkzeuge bis zum hochwertigen Elektrowerk zeug, vom Radlager für Sackkarren bis zum Miniaturkugellager, das nur noch mit, der Lupe erkennbar ist. Daneben Wellendichtringe, Keilriemen und Schrauben in allen Größen, die auch in kleinen Mengen abgegeben werden sowie Arbeitsschutzartikel.
Außerdem gibt es Sonderpostenwaren, die zum Beispiel aus Firmenauflösungen stammen. „Es sind bestimmt mehr als 40.000 Produkte, die in unserem Verkaufsraum und den Lagern auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern bereit liegen“, versichert Juniorchef Andreas Wich. Selbst ihm falle es schwer, die Übersicht zu behalten, so dass zurzeit die Lagerbestände über eine EDV-Anlage erfasst und künftig auch abgerechnet werden sollen…
….Seit 32 Jahren gibt es die Firma Wich in Lentföhrden, die heute als Groß- und Einzelhandelsunternehmen sowie im Versandhandel erfolgreich ist. Seniorchef Dieter Wich. hatte 1973 mit drei Mitarbeitern begonnen, in aller Welt gebrauchte Kugellager einzusammeln und weiterzuverkaufen. Heute  beschäftigt die ( GmbH & Co KG von Dieter und Andreas Wich elf fachlich geschulte Mitarbeiter, die von drei Teilzeitkräften und zwei Aushilfen zeitweise unterstützt werden.
Der Betrieb ist telefonisch unter 04192-81 220 zu erreichen,
Fax: 04192-812222. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7.30 bis 18 Uhr, Samstag von 8 bis 12 Uhr.


Ehepaar feiert steinerne Hochzeit                                                                      segeberg.nordclick.de 22.6

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Bislang feierten sie ihre Ehejubiläen stets im Winter. Aber am Dienstag, 22. Juni, haben Herta (84) und Fritz (92) Sander auch einen Grund zum Anstoßen, denn sie sind genau seit 67,5 Jahren miteinander verheiratet und sind somit ein steinernes Hochzeitspaar.
Wenn es bei Herta Sander auch mit dem Laufen nicht mehr so recht geht, das Erinnerungsvermögen und der Humor haben dagegen noch nicht nachgelassen. Für einen Spaß ist die Seniorin deshalb immer noch zu haben. Auch ihr Mann Fritz lacht immer noch so gern wie früher. Dabei verlief das Leben des Paares nicht gerade vom finanziellen Glück begünstigt, aber fünf Kinder, elf Enkel und 15 Urenkelkinder sind mehr wert als Geld und Gut und bringen täglich Freude in ihr Rentnerleben.
„Jung gefreit, nie bereut“, so lautet Herta Sanders Motto für die glückliche Ehe. Auch wenn beide sich nicht daran erinnern können, in jungen Jahren zu Tanzvergnügen gegangen zu sein. Dazu war das Geld immer zu knapp. Aber die bald nach der Hochzeit geborenen Kinder waren für die Eltern die größte Freude.
Fritz Sander, der 20 Jahre lang beim staatlichen Versuchsgut in Lentföhrden und später noch fünf Jahre bei der AKN beschäftigt war, trat bereits 1948 der FDP bei, war fünf Jahrzehnte passives Mitglied der Feuerwehr und kloppte jede Woche mit Freunden gern Karten. Als Rentner liest er heute auch viel, aber den früher liebevoll gepflegten Garten bearbeitet mittlerweile der Nachwuchs.

Mai

 

Junge treffen alte Menschen                                                                            SZ 23.5

Zwischen dem Alten- und Pflegeheim „Zur Waldburg“ und dem Kindergarten der Gemeinde Lentföhrden wurde eine Kooperation initiiert. Unter dem Titel „Jung trifft Alt“ wurde ein generationsübergreifendes Projekt vereinbart. Die Zusammenarbeit sieht regelmäßige Treffen zwischen Senioren des Heimes und Kindern im Vorschulalter vor. Hierbei sollen unter anderem gemeinsame Veranstaltungen entsprechend den Jahreszeiten vor bereitet werden. Geplant ist außerdem gemeinsames Frühstücken. Die Treffen sollen für jeweils zwei Stunden abwechselnd in den Räumen des Kindergartens und des Heimes stattfinden. Durch die gemeinsamen Zusammenkünfte sollen den Km dem auf spielerische Art und Weise eventuell vorhandene Berührungsängste im Umgang mit alten Menschen genommen werden.


Schmalfelder Pastor Vetter bekam Stuhl vor die Kirchentür gestellt                nordClick / sz vom 18.05.2005

Schmalfeld. Seit fünfzehn Jahren ist Pastor Hans-Jochen Vetter (s. Bild) Seelsorger in Schmalfeld. Doch Ende Mai ist Schluss. Der Kirchenvorstand wollte mit dem 58-Jährigen nicht länger zusammenarbeiten und teilte diesen Entschluss Propst Stefan Block in Neumünster und dem nordelbischen Kirchenamt in Kiel mit. Vetter ließ es nicht zum Streit kommen und stimmte seiner Versetzung nach Koldenbüttel auf der Halbinsel Eiderstedt zu.
Die bei seiner Verabschiedung bis auf den letzten Platz gefüllte Schmalfelder Kirche war Beweis für die Beliebtheit, die Vetter bei vielen Gläubigen genoss. Sein Verhältnis zum Kirchenvorstand war aber seit langem angespannt. „Ich bin nicht bereit, über die Trennungsgründe zu reden“, sagte Rudolf Naujack, seit September letzten Jahres Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Die Trennung ist nach seinen Worten Ende eines Prozesses, der schon seit Jahren laufe. So ist Naujack der dritte Kirchenvorstandsvorsitzende innerhalb von drei Jahren, und auch zwei Organisten hätten in dieser Zeit das Handtuch geworfen. Naujack: „Keiner dieser Wechsel war berufs- oder krankheitsbedingt.“
Obwohl sich die Beteiligten nicht zu den Gründen äußern, sickerte durch, dass Vetter sein autoritärer Stil zum Verhängnis wurde. „Alle mussten nach seiner Pfeife tanzen“, so ein Insider. Das wollten sich die Kirchenoberen nicht mehr bieten lassen.
Die Trennung von Vetter war nicht so einfach. Weil er vom Kirchenvorstand vor einigen Jahren im Amt bestätigt wurde, hätte er bis zur Pensionierung eigentlich in Schmalfeld bleiben dürfen. Der Kirchenvorstand sah aber das Verhältnis zum Seelsorger als zerrüttet an und hätte ein sogenanntes „Ungedeihlichkeitsverfahren“ in Gang setzen können. Die Kirchenjuristen in Kiel hätten sich dann des Falles annehmen und prüfen müssen, ob eine künftige Zusammenarbeit aussichtslos ist. Doch darauf ließen es die Beteiligten nicht ankommen. Das nordelbische Kirchenamt suchte eine neue Stelle für Vetter. Er stimmte dann freiwillig seiner Versetzung in die kleine Gemeinde auf Eiderstedt zu.
Schmalfelds Bürgermeister Herbert Kraft und seine Amtskollegen aus Hasenmoor, Lentföhrden, Nützen und Struvenhütten, für deren Gemeinden Vetter zuständig war, bedauerten die Entwicklung. „Ich bin enttäuscht von dieser Lösung. Sie ist unsozial und für mich nicht ganz nachvollziehbar. Offenbar haben sich viele Dinge zwischen den Beteiligten aufgebaut“, bedauerte Kraft. Ihm tue auch die Familie des Pastors leid, die in Schmalfeld Wurzeln geschlagen habe....
....Die Verabschiedung von Vetter in der Gnadenkirche nahm Propst Stefan Block vor, assistiert von Pastor Lothar Le Jeune aus Kaltenkirchen und Pastor Ulrich Both. Der ehemalige Kaltenkirchener Seelsorger Both kennt kirchliche Querelen aus eigenem Erleben. Er wurde von seinem damaligen Kirchenvorstand nicht im Amt bestätigt. Dank und Mitgefühl waren aus der Predigt des Propstes nicht zu überhören. Auch der Kirchenvorstand dankte dem scheidenden Vetter für seine Arbeit mit Präsenten. Der Kantor und der Kirchenchor sowie der Posaunenchor umrahmten die würdige Verabschiedung musikalisch, und ein abschließender Imbiss im Gemeindehaus gab Möglichkeit, um nochmals über die Entscheidung zu diskutieren. Zwei Wochen wird die scheidende Pastorenfamilie vor ihrem Umzug noch Urlaub machen.
Schmalfeld wird auf keinen Fall seelsorgerisch verwaisen. Ein neuer Pastor wird das Amt übernehmen. Die Ausschreibung für die Stelle läuft bereits.


Bahnhofsgaststätte mit wechselvoller Geschichte                                                                           (zwi) 10.5.SZ

Am 22. Juli 1978 gerieten das Lentföhrdener Lokal „Tannenhof“ und der damalige Wirt Manfred Katzer unfreiwillig bundesweit in die Schlagzeilen. Von einer „Saalschlacht“ wurde berichtet, nachdem ein Treffen im „Tannenhof“ von rund hundert Neonazis aus ganz Deutschland mit Polizeigewalt aufgelöst worden war. Fünf Jahre später sorgten andere ungewöhnliche Gäste für. Aufsehen und Unruhe im Dorf. Mitglieder der berüchtigten Rockergruppe „Hells Angels“ kamen in der Gaststätte zusammen. Das Treffen verlief aber friedlich.
Seit mehr als hundert Jahren steht an der Ortsdurchfahrt das 1898 errichtete Gebäude, das im Laufe der Jahrzehnte Bahnhofswirtschaft, Tannenhof und Landgasthof hieß und den Besitzen und Pächtern mehr oder weniger erfolgreiche Geschäfte ermöglichte. Seit 1999 wird dort kein Bier mehr gezapft. Das Haus ist aber noch bewohnt, in einem Anbau betreibt seit 1998 die Kaltenkirchener Bäckerei Wagner eine Filiale.

Die wechselvolle Geschichte des Gebäudes, in dem mehrere Vereine ihren Clubraum hatten und unzählige Feste gefeiert wurden, haben die Hobby-Heimatforscher Uwe Looft (Lentföhrden) und Hans Mißfeldt (Rellingen) erforscht und aufgeschrieben. „100 Jahre Bräu und Brunnen“ haben sie ihr inzwischen zweites Heft zur Lentföhrdener Ortsgeschichte betitelt. In ihrem ersten Gemeinschaftswerk widmeten sie sich der „Waldburg“ (früher Villa, heute Seniorenheim).
Ihre Abhandlung über die Bahnhofswirtschaft haben die Autoren Looft und Mißfeldt mit Erläuterungen unter anderem zum historischen Hintergrund und einer kleinen Kulturgeschichte des Bieres angereichert. Im letzten Drittel des knapp hundertseitigen Büchleins ist aber nichts von Bier und Köm, sondern von Briefmarken und Kriminalfällen zu lesen. ,,Von Postbüdeln und Räubern“ sind die Kapitel zur Postgeschichte im Ort überschrieben. 1898 bekam Lentföhrden eine eigene Poststelle (Kieler Straße 52), die anfangs von Theodor Krewitt, gleichzeitig Wirt der Bahnhofsgaststätte, geleitet wurde. In der mehr als hundert jährigen Lentföhrdener Postgeschichte gab es auch schlimme Ereignisse. 1988 stürmten Räuber in die Post und erbeuteten 7000 Mark. Auf kriminelle Weise gelangten auch drei Postbeschäftigte an Geld und wurden wegen Veruntreuung entlassen.
Die Bahnhofsgaststätte in Lentföhrden war lange Zeit auch das kulturelle Zentrum im Dorf. Auch während der Kriegszeit lief der Betrieb weiter. Das Foto entstand 1941 beim Ringreiten. Während des Krieges wurde im Saal Nachschubmaterial für die Luftwaffe gelagert. Kurz vor der Kapitulation sollte das gesamte Gebäude gesprengt werden, doch zwei Lentföhrdener vergruben das Dynamit im Garten und konnten so das Haus retten. Seit 1999 gibt es keine Gastwirtschaft mehr In dem Gebäude, das nun bis auf den Anbau privat genutzt wird.

Das Büchlein mit gleich zwei Themen zur Ortsgeschichte wird am Pfingstsonntag, 15.Mai, beim Fest auf dem Lentföhrdener Bauen- und Ferienhof Möller (Schmalfelder Straße 25) vorgestellt und verkauft (7,50 Euro). Von 10 bis 18 Uhr wird ein Programm unter anderem mit landwirtschaftlicher Ausstellung und Kinderspielen geboten. Außerdem ist das neue Heft zur Ortsgeschichte in Lentföhrden unter anderem bei Edeka-Kröger und im Fahrradgeschäft PMS Bikes, im Weddelbrooker Dorfladen und in der Bad Bramstedter Buchhandlung von Uta Höch erhältlich. Die Druckkosten für das Büchlein hat die Gemeinde übernommen.


Krise bei „Kontra Langeweile“ beendet                                                                                             (zwi) SZ

Es sah lange Zeit nicht gut aus: Dem Lentföhrdener Verein „Kontra Langeweile“ (KoLa) drohte das Aus, nachdem sich in der jüngsten Jahreshauptversammlung zu wenige ehren- amtliche Mitstreiter für den Vorstand gemeldet hatten. Daraufhin wurde als letzter Rettungsversuch eine Krisensitzung anberaumt. Mit Erfolg.,, Erfreulich war, dass dort einige neue Gesichter zu sehen waren. Ebenso erfreulich war, dass alte Vorstandsmitglieder und auch Gründungsmitglieder zur Versammlung kamen. Diese wollten den Verein nach 15-jährigem Bestehen nicht so einfach untergehen sehen. "Der Verein hat in den vergangenen Jahren sehr viel auf die Beine gestellt und hat einiges in Lentföhrden bewegen können“‚ erklärte KoLa - Pressewartin Claudia Petersen.
„Kontra Langeweile“ organisierte in der rund 2400 Einwohner zählenden Gemeinde bislang unter anderem Kinderfeste, Kleidermärkte und Ferienpass-Aktionen. Eltern Kind-Spielgruppen und die Tanzgruppe „TaKiKoLas“ sind ebenso regelmäßige wie begehrte Freizeitangebote des Vereins, der rundl40 Mitglieder zählt. Der vierköpfige Vorstand wurde bisher alle zwei Jahre zur Hälfte erneuert. Nach der jüngsten Jahreshauptversammlung standen aber Bettina Busse und Anja Dieckmann allein da. Niemand wollte das Vorstandsquartett komplettieren. Auch in der Krisensitzung war kein Andrang auf die Posten zu verspüren. Schließlich erklärten sich aber Sonja Böge und Doris Schümann bereit, zwei Jahre im Vorstand mitzuarbeiten. Es wird also vorerst keine Langeweile in Lentföhrden geben. Die nächste große Veranstaltung des Vereins ist das Kinderfest am 11. Juni.
Der neue Vorstand: Bettina Busse, Anja Dieckmann, Sofia Böge und Doris Schümann.


Jugendliche bekommen eigenen Raum                                                                      (ulv) SZ
                                                                                        
Jugendliche können künftig einen Raum im Kultur- und Jugendzentrum nutzen. Das beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig auf ihrer jüngsten Sitzung. Montags, donnerstags und freitags darf der Raum von den Heranwachsenden zu bestimmten Zeiten frei genutzt werden. Der Ausschuss für Kultur und Sport hatte den Beschluss empfohlen.


Dorf-Erneuerung kann beginnen                                                                                                     (ulv) SZ

Der Plan der Gemeinde, beim Kastanienhof einen so genannten Generationenplatz einzurichten, auf dem Jugendliche und Erwachsene miteinander und nebeneinander kommunizieren können, ist genehmigt. Das erklärte Bernd Georg Lochmann vor der Gemeindevertretung. Der Vertreter der mit dem Projekt befassten Planungs- und Ingenieurgesellschaft legte den Kommunalpolitikern im Kultur- und Jugendzentrum den Stand der Ländlichen Entwicklungs- und Strukturanalyse (LSE) im Amt Kaltenkirchen-Land vor.
In deren Rahmen würden derzeit Dorfentwicklungspläne für alle sechs amtsangehörigen Gemeinden erarbeitet und Fördermöglichkeiten für gemeldete private und öffentliche Initiativen geprüft, sagte der Diplom-Ingenieur für Raum- und Umweltplanung. Lentföhrden könne danach für den Generationenplatz mit einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Baukosten von Seiten des Landes und der Europäischen Union rechnen.
Geplant seien unter anderem die Aufstellung eines Großschachbretts sowie verschiedene weitere Spielmöglichkeiten. Allerdings müsse die Gemeinde über die Finanzierung des Eigenanteils nachdenken, so dass die Verwirklichung noch nicht sicher sei, erklärte Gemeindevertreter Norbert Kirstein auf Nachfrage der SZ.
Als weitere förderungswürdige Projekte nannte Lochmann die Verbesserung der Schulwegsicherung in der Kieler Straße, die Fassadengestaltung des Jugend- und Kulturzentrums sowie eine Sanierung des Gemeindehauses, Schulstraße 17. Dringend empfahl er den Gemeindevertretern, möglichst bald festzustellen, was im zentralen Dorfbereich erhaltenswert ist und welche Veränderungen möglich seien, ohne den dörflichen Charakter zu gefährden. Das gelte auch für die Wiederherstellung des Wöddelweges mit dem Bau einer Brücke.
Wichtig für eine Förderung sei die Erhaltung historischer Gegebenheiten, zum Beispiel ortsbildprägender Gebäude sowie eine dörfliche Gestaltung. Dabei würden auch private Vorhaben mit bis zu 30 Prozent der Kosten oder 20000 Euro je Maßnahme gefördert.
Zum Gemeindehaus erklärte Bürgermeister Kurt Sander, dass ein Gutachten in Auftrag gegeben worden sei, das aber noch nicht vorliege. Es könne davon ausgegangen werden, dass empfohlen werde, kein Geld in dessen Sanierung zu stecken. Zunächst sei eine notdürftige Herrichtung erforderlich, um weitere Schäden durch die Witterung zu vermeiden. Es gebe Beratungsbedarf über die Zukunft des Gebäudes. Eine weitere Nutzung sei ebenso denkbar wie Abriss und Neubau.

April

 

„Kontra Langeweile“ von Auflösung bedroht                                                                                            (zwi) SZ 9.4

Zu wenig Vorstandsmitglieder: Krisensitzung des Lentföhrdener Vereins am 21. April

Kein Kinderfest mehr, Ferienpass-Aktionen gestrichen, Kleidermärkte fallen aus, Tanz- und Krabbelgruppen werden aufgelöst. In Lentföhrden wäre garantiert viel weniger los ohne den Verein „Kontra Langweile“. Diese unerfreuliche Vorstellung könnte Wirklichkeit werden, denn für die künftige Vorstandsarbeit fanden sich bislang nicht genügend Mitstreiter.
„Nach 15 Jahren steht der zweitgrößte Verein in unserem Dorf vor dem Aus“, bedauerte Nadine Plaeschke vom Club mit dem ungewöhnlichen, aber aussagestarken Namen - kurz „KoLa“ genannt.
Laut Satzung sollen dem Vorstand vier gleichberechtigte Mitglieder angehören. Alle zwei Jahre wurden bislang zwei Posten neu besetzt, so dass Neulinge immer mit erfahrenen Vereinsleitern zusammenarbeiten konnten. In der jüngsten Jahreshauptversammlung fanden sich aber keine Nachfolger(innen) für die turnusgemäß ausgeschiedenen Bianca Werner und Nadine Plaeschke. Deshalb wurde eine Krisensitzung angesetzt.,,Am Donnerstag, 21. April, entscheidet sich, ob der Verein aufgelöst werden muss oder er gerettet wird. Die Versammlung beginnt um 20 Uhr im Kultur- und Jugendzentrum“, erklärte Anja Dieckmann vom Rest-Vorstand, dem noch Bettina Busse angehört. Den beiden Müttern von kleinen Kindern - wie wenigen anderen ehrenamtlich Aktiven des Vereins - schleierhaft, dass sich unter den zahlreichen Eltern in der rund 2400 Einwohner zählenden Gemeinde offenbar nur ganz wenige für den Fortbestand von " Kontra Langweile“ einsetzen möchten. Auch das weit verbreitete Desinteresse in den eigenen Reihen des Vereins mit 140 Mitgliedern (mit einem günstigen Jahresbeitrag 12 Euro für Familien) stört
Die zahlreichen Angebote des Vereins werden gut angenommen. Drei Krabbelgruppen treffen sich regelmäßig im Kultur- und Jugendzentrum, die Kindertanzgruppe "TaKiKoLas" ist oft in Bewegung. Feste, Flohmärkte, Bastelnachmittage und Ausflüge in den Ferien haben ebenso schon Tradition. „KoLa“ bot auch Erwachsenen etwas, unter anderem Nähkurse, Erste-Hilfe-Schulungen und Nordic Walking. „Das kunterbunte Programme steht wirklich auf der Kippe. Die Nachfrage ist zwar groß, doch dafür etwas ehrenamtlich zu leisten, das will kaum jemand. Dabei hält sich der Zeitaufwand für die Vorstandsarbeit in Grenzen“, betonte Nadine Plaeschke, die nach zwei Jahren an der „KoLa“-Spitze die Aufgaben anderen überlassen möchte. Deshalb fordert sie Mütter und Väter - auch von frisch zugezogenen Familien - auf, sich für die Dorfgemeinschaft und insbesondere für den Lentföhrdener Nachwuchs zu engagieren. Darauf zu hoffen, dass der Sportverein als größter Club im Dorf die „KoLa “-Angebote übernehmen könnte, sei aus Sicht von Frau Plaeschke mehr als gewagt. „Das wird nicht klappen, weil viele unserer Veranstaltungen mit Sport nichts zu tun haben.“
 

März

 

Sarah Hoffmann wurde Sportlerin des Jahres                                                                                                                 SZ 10.3

TSV Lentföhrden erhöhte die Beiträge - Vorsitzende Gudrun Radloff wiedergewählt

Das war ein großer Tag für Sarah Hoffmann. Auf der Jahreshauptversammlung des TSV Lentföhrden wurde die 17-jährige Leichtathletin zur Sportlerin des Jahres gewählt. Für diese Auszeichnung gab es den Arnold - Timmermann - Wanderpokal.
Der Höhenflug der Läuferin begann im Jahr 2003. Mit dem dritten Platz über 800 Meter und dem vierten Platz über 400 Meter bei den Landesmeisterschaften gelang ihr der Sprung in die Spitze. „Eine wahre Leistungsexplosion vollzog sich dann im Jahr 2004", freute sich Leichtathletik - Spartenleiter Michael Neumann. Die Gymnasiastin sicherte sich bei den Landesmeisterschaften der A-Jugend den Titel über die 800 Meter und die Vizelandesmeisterschaft über 400 Meter.
Grund zur Freude hatte an diesem Abend auch Gudrun Radloff. Die erste Vorsitzende les TSV wurde einstimmig von den 38 anwesenden Mitgliedern wieder gewählt. Als Nachfolger des nach 20 Jahren aus dem Amt scheidenden Kassenwartes Jens-Peter Kramer wurde der Kaltenkirchener Dirk Obrikat gewählt.
Nicht einstimmig billigten die Mitglieder den vom Vorstand eingebrachten Antrag zu einer Beitragserhöhung aus. Der Verein hatte im vergangenen Jahr auf seine Rücklagen zurückgreifen müssen. Steigende Meldegebühren und Beiträge an die Landesverbände veranlassten die Vereinsoberen, die Halbjahresbeiträge für Familien von 60 auf 66 Euro, für Erwachsene von 39 auf 42 Euro und für passive Mitglieder von 9 auf 12 Euro zu erhöhen. Nicht berührt von der Beitragsanhebung sind Kinder bis 15 Jahre (18 Euro) und Jugendliche (21 Euro). Die Versammlung entschied sich mit 26 Ja-Stimmen bei 4 Enthaltungen und 5-Nein Stimmen (drei Mitglieder hatten die Versammlung vorher verlassen) für die Erhöhung.
Zur Breitensportlerin des Jahres wurde Petra Galjan gewählt. Sie kommt ebenfalls aus der Leichtathletik-Sparte und hat sich als Wettkampfbetreuerin und Kampfrichterin verdient gemacht. Geehrt wurden für 25-jährige Mitgliedschaft Marlis Jungjohann, Elfriede Decker, Manfred Radloff und Gerd Behrens.
Über weitere sportliche Erfolge freute sich auch Marlis Jungjohann. Sie erhielt zum 24. Mal das Sportabzeichen in Gold. Auf  23 goldene Sportabzeichen brachten es Gudrun Radloff und Michael Neuman
 

Februar

 

Ergebnisse der Landtagswahl vom 20.2.2005


Weiter kein Seniorenbeirat                                                                                                          SZ 15.2

Die älteren Einwohner der Gemeinde Lentföhrden müssen auch künftig auf einen Seniorenbeirat verzichten. Die Fraktionen von CDU und FDP, die im Gemeinderat gemeinsam über eine Mehrheit verfügen, sprachen sich einstimmig gegen die Gründung eines solchen, beratenden Gremiums aus.
Nach ihrer Auffassung werden die rund 400 Senioren im Dorf durch den Altenclub bereits hinreichend vertreten und repräsentiert. Auf einer zuvor einberufenen Senioren - Einwohnerversammlung hatten sich von den anwesenden 38 älteren Mitbürgern mit nur einer Ausnahme ebenfalls alle gegen einen Beirat ausgesprochen.
Die Gemeindevertreter der SPD hatten sich demgegenüber für eine Interessenvertretung der älteren Einwohner in Form eines Seniorenbeirates eingesetzt.
Nun will der Altenclub sich in „Seniorenclub" umbenennen und zukünftig als Sprachrohr aller älteren Bürger in der Gemeinde wirken.

Januar



Überdurchschnittliche Dienstbeteiligung                                                                                                  SZ 26.1. (gmg)

Die Freiwillige Feuerwehr Lentföhrden hatte 2004 ein relativ ruhiges Jahr zu. Die Aktiven mussten zu 18 Einsätzen - darunter acht Brände - ausrücken, berichtete Wehrführer Hans Möller. Überdurchschnittlich im Vergleich zu anderen Wehren des Kreises Segeberg war die Dienstbeteiligung der Lentföhrdener Nothelfer. Sie lag bei 78 Prozent.
44 Kameraden sind aktiv. Außerdem lassen sich zwei junge Leute in den Jugendwehren der Nachbarschaft ausbilden. Unerfreulich aus Sicht der Wehr: Die Zahl der fördernden Bürger nahm 2004 um 30 ab. Hans Möller führte dies auf die allgemein schlechte Wirtschafts- und Finanzlage zurück und sprach sich für eine verstärkte Werbung - besonders bei den Hauseigentümern - aus. Derzeit unterstützen 217 Lentföhrdener ihre Wehr durch Mitgliedsbeiträge. Die Ehrenabteilung umfasst 16 Kameraden.
Für die Zukunft scheint vorgesorgt. Drei Neueintritte konnten auf der Versammlung verzeichnet werden: Mary Michael, Jörg Lund und Ron Vollriehe. Beförderungen gab es auch. So dürfen sich Petra Tobien, Michael Ludwig und Ronald Djukic nun Oberfeuerwehrfrau beziehungsweise Oberfeuerwehrmann nennen. Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Thomas Jarck ernannt, zu Löschmeistern Bernd Heeren, Hartwig Böge und Volker Böge. Die Ehrenspange für zehnjährige Mitgliedschaft erhielten Dieter Bergmann, Nils Böge, Norbert Schröder und Rudi Wöbke; für zwanzig Jahre Dienst Carsten Gripp, Wehrführer Hans Möller und Owe Thormählen. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber erhielt Klaus Peter Böhlke.
Bedingt durch seinen Umzug nach Kisdorf schied der stellvertretende Wehrführer Thomas Rathjens aus. Ohne Gegenstimmen wurde Georg Schattiger zu seinem Nachfolger gewählt. Bernd Heeren wurde mit nur einer Gegenstimme zum Gruppenführer bestimmt, sein Stellvertreter wurde Ronald Djukic. Das Amt des Funkwarts übernahm Joachim Kratzke.


Neujahrsempfang war eine Premiere in Lentföhrden                                                                                SZ 26.1. gmg

Erstmals fand in Lentföhrden ein Neujahrs empfang statt. Bürgermeister Kurt Sander konnte dazu gut 50 Mitbürger begrüßen. Darunter waren auch FDP-Gemeinde Vertreterin Christine Rehder, Finanzausschussvorsitzender Kurt Thormählen, zweite stellvertretende Bürgermeisterin Anneliese Böge, Kulturausschussvorsitzende Wilma Schöning sowie der Lentföhrdener CDU-Kreistagsabgeordnete Renee Böttcher. Ein Schwerpunkt der Dorfpolitik im vergangenen Jahr war der Straßenbau, unter anderem am Fußweg von der Schmalfelder Straße bis zum Querweg, der auch bedeutsam für einen sicheren Schulweg ist. Kurt Sander dankte Rolf und Inge Kryza für die Organisation des Empfangs sowie Gemeindearbeiter Michael Ludwig für vorbildliche Arbeit bei der Sauberhaltung der gemeindlichen Gebäude und Straßen.