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Großzügiges Ende der Lentföhrdener FDP SZ 31.12 zwi/gmg.Ab Mitternacht ist es vorbei mit
dem Lentföhrdener FDP Ortsverband: Zum Jahresende löst sich die zuletzt noch 22
Mitglieder starke Vereinigung auf. Fast 58 Jahre hat es dann den Ortsverband
gegeben. Nahezu alle Mitglieder haben ihren Austritt erklärt. Beim letzten
Treffen von Mitgliedern und Freunden der Partei vor wenigen Tagen kam zwar etwas
Wehmut auf, doch es gab kein Zurück mehr. Deshalb wurde der Inhalt der Kasse an
örtliche Vereine verteilt. ,,Dadurch wurde verhindert, dass das Geld der FDP-
Bundeszentrale in Berlin überwiesen werden musste“, erklärte Noch-Orts
vorsitzender Bernd Mohr. Bürgerbrief vom 10.12
FDP-
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Oktober |
Bilder von Kindern, die in Armut, Krieg und Verzweiflung leben, gehören zum Alltag. Ein Zeichen der Hoffnung in das Leben dieser Kinder möchten die Mitglieder des Vereins „Geschenke der Hoffnung eV.“ setzen. Mit der weltweit größten Geschenkaktion „Weih nachten im Schuhkarton“ beschenkt der Verein mit Hilfe unzähliger Ehrenamtlicher und Päckchenpacker Kinder, die keine Weihnachtsfreude kennen. Jeder kann helfen und dies schon lange vor Weihnachten.
Vom 1. Oktober bis zum 15. November werden in ganz Deutschland Schuhkartons mit Geschenken für Kinder in Not gepackt. Auch in Lentföhrden gibt es eine Sammelstelle für diese besonderen Päckchen. Ein handelsüblicher Schuhkarton wird mit Geschenkpapier beklebt, mit Dingen des täglichen Bedarfs und dem, was Kindern Freude macht, gefüllt. Vieles, was in Deutschland selbstverständlich ist, lässt Kinderherzen in den Empfängerländern höher schlagen: zum Beispiel Hygieneartikel - wie Zahnbürste oder Zahnpasta. Schulsachen sind Luxus und gleichzeitig auch wichtig für die Entwicklung. Spielzeug, Kleidung und Süßigkeiten machen das Päckchen der Freude und Hoffnung komplett.
Aufgrund strenger Einfuhr- und Zollbestimmungen der Empfängerländer dürfen nur neue Waren und keine gelantinehaltigen Süßigkeiten (Gummibärchen) importiert werden. Die gepackten Schuhkartons können bis spätestens 15. November bei Ursula Neumann, Kieler Straße 67 in Lentföhrden oder im Kirchenbüro in Schmalfeld (Struvenhüttener Straße 16) abgegeben werden. Für die Deckung von Transport- und Nebenkosten empfehlen die Organisatoren eine Spende in Höhe von 6 Euro.
Ein Großeinsatz der Feuerwehr durchkreuzte gestern Vormittag den Stundenplan der rund 120 Kinder in der Lentföhrdener Grundschule. Gegen 10.15 Uhr rollten die ersten Einsatzfahrzeuge an. Rund drei Dutzend Feuerwehrleute aus Lentföhrden Schmalfeld und Alveslohe sowie die Kaltenkirchener mit ihrer Drehleiter eilten herbei. Aber zum Glück handelte es sich nur eine Übung, bei der die Evakuierung der Schule und die Zusammenarbeit der Wehren im Ernstfall geprobt wurden. Lentföhrdens Wehrführer Hans Möller und zwei seiner Kameraden hatten das Manöver ausgearbeitet und nur das Lehrerkollegium ein geweiht. Die Kinder versammelten sich zunächst auf dem Sportplatz und wurden dann wegen des Regens in die Sporthalle gebracht. Nach etwas mehr als einer Stunde war die Übung beendet.
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September |
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W.Schöning, K.Gurr, N.Dähling |
Der SPD Ortsverein der Gemeinde Lentföhrden hat einen neuen Vorsitzenden. Von der Mitgliederversammlung wurde Norbert Dähling einstimmig zum Parteichef gewählt. Als ehemaliger Bürgermeister und gegenwärtig amtierender stellvertretender Bürgermeister kennt er die Gemeinde und deren Einwohner gut. Einstimmig bestätigt wurden Ingrid Pohlmann als stellvertretende Vorsitzende und Norbert Kirstein als Kassenwart.
Die Mitglieder dankten der bisherigen Vorsitzenden Wilma Schöning, die auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden ist, für ihr jahrelanges und engagiertes Wirken für die Partei. Als direkt gewähltes Mitglied bleibt sie der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung erhalten. Dort ist Wilma Schöning Vorsitzende im Kultur- und Sozialausschuss.
Der neue und die alte Vorsitzende übergaben diverse Wasserspielgeräte als Spende an Kathrin Gurr, die im Freibad mit ihrem Mann die Aufsicht führt. Das Geld ist der Erlös aus dem SPD-Bingoabend.
Vor knapp einem Jahr "nervte" Ronald Djukic seinen Wehrführer
Hans Möller mehrfach: Warum haben wir eigentlich keine Jugendfeuerwehr? Möller
gab
schließlich
nach: Zusammen mit Michael Ludwig sollte der Heizungsmeister Djukic sich um die
Gründung der Nachwuchsabteilung kümmern.
Nachdem die Kommunalpolitiker einen Zuschuss bewilligt hatten, wurde die
Werbetrommel gerührt, und nun standen 25 Jungen und Mädchen stolz vor der
Feuerwache an der Schulstraße in Lentföhrden. Zur offiziellen
Gründungsveranstaltung waren neben den Eltern und Verwandten die gesamte Wehr
und auch Kreisfeuerwehr-Prominenz gekommen. Immerhin handelt es sich um die 25.
Jugendfeuerwehr im Raum Segeberg.
Die Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren werden nun alles lernen, was auch die
Großen der Feuerwehr wissen müssen: Wie wird richtig gelöscht? Wie funktioniert
die Rettung von eingeklemmten Personen? Und was bedeuten eigentlich die vielen
Fachbegriffe? Mit 17 Jahren können die Jugendlichen dann in die aktive Wehr
übertreten. Ronald Djukic: "Wir wollen die Jugend von der Straße holen und sie
für die Feuerwehr begeistern.
Bürgermeister Kurt Sander überreichte dem Feuerwehr-Nachwuchs anlässlich der
Gründungsfeier eine Fahne.
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Juli |
Pläne für neue Autobahntrasse werden immer konkreter SZ 27.7(zwi)
Wer in zehn Jahren mit dem Auto von Lentföhrden nach Hartenholm möchte,
raucht dafür vermutlich weniger Zeit als heute und muss nicht mehr durch
Schmalfeld oder Kaltenkirchen fahren. Denn sollten die derzeitigen Pläne für die
Autobahn A 20 Wirklichkeit
werden, dann entstehen an den Dorfrändern von Lentföhrden und Hartenholm jeweils
Anschlussstellen mit Auf- und Abfahrten zu der - in der Region von vielen Bürgen
nicht gewollten - Autobahn.
Der
Bund bezahlt das Milliardenprojekt. Geplant wird die offiziell auch als
„Nord-West-Umfahrung Hamburg“ bezeichnete Autobahn im Schleswig-Holsteinischen
Wirtschafts- und Verkehrsministerium in Kiel.
Der Abschnitt der A 20 zwischen Lübeck und der Landesgrenze zu
Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits für en Verkehr freigegeben. zwischen Lübeck
und Geschendorf im Kreis Segeberg wird derzeit ein Autobahnteilstück gebaut; es
soll Ende 2008 fertig sein. Für die weitere Trasse laufen noch die Planungen:
bis Bad Segeberg, um die Kreisstadt herum, danach nahezu parallel zur
Bundesstraße 206 bis zur Autobahn A 7 und weiter an Lentföhrden vorbei, zwischen
Weddelbrook und Mönkloh hindurch Richtung Kollmar (Kreis Steinburg) an der Elbe.
Für einen Tunnel unter der Elbe hindurch wird ein Investor gesucht.
Innerhalb von fünf Jahren werden alle Planungen für die A 20 erledigt sein,
hatte der neue schleswig-holsteinische Verkehrsminister Dietrich Austermann
(CDU) vor einigen Wochen angekündigt und dem Projekt in sei im Ministerium
Vorrang eingeräumt. Die Linienbestimmung ist quasi abgeschlossen. In den
nächsten Tagen erwarten wir die Bestätigung dafür vom Bund“, erklärt jetzt Kurt
Richter, Leiter der Projektgruppe A 20 im Verkehrsministerium. Richters Team hat
in jahrelanger Vorarbeit etliche Trassenvarianten für das Straßenbauprojekt
geprüft. Elf Vorschläge blieben übrig. Davon wählte die frühere rot-grüne
Landesregierung die jetzige Route aus. Nun fehlt noch das so genannte
Planfeststellungsverfahren: Ein gesetzlich vorgeschriebener Schritt, bei dem von
Behörden unter anderem öffentliche und private Belange einschließlich
Umweltaspekte abgewogen werden. „Erst dabei wird der A20-Trassenverlauf
parzellenscharf festgelegt“, betont Chefplaner Richter.
Planfeststellungsverfahren dauern etwa eineinhalb Jahre und enden mit einem
verbindlichen für den Autobahnbau benötigte Flächen abgekauft oder gegen derzeit
landeseigene Grundstücke getauscht. Auch Enteignungen sind nicht ausgeschlossen,
sollten Grundstückseigentümer sich nicht kompromissbereit zeigen.
Obgleich für den A20-Abschnitt von Bad Segeberg bis zur Elbe das
Planfeststellungsverfahren noch nicht gestartet wurde, ist der Trassenverlauf
durch den Kreis Segeberg und darüber rund 400 Meter breiten Korridor dar, in dem
- sofern der Bund zustimmt - später die Asphaltpiste gebaut werden soll. Den
Plänen nach soll kurz hinter dem Lentföhrdener Ortsausgang Richtung Bad
Bramstedt die A 20 das AKN Gleis und die Bundesstraße 4 überbrücken. Dort ist
zudem eine Autobahnanschlussstelle vorgesehen. Auf halber Strecke der
Landesstraße (L 79) zwischen Hartenholm und Struvenhütten sollen ebenfalls eine
zu- und Abfahrt entstehen. In der Schmalfelder Feldmark im Bereich Wierenkamp
ist ein Autobahnkreuz geplant. Dort können dann Autofahrer von der A 7 auf die A
20 wechseln und umgekehrt. Möglichkeiten zum Auf- oder Abfahren wird es dort
nicht geben.
Anfang der Woche waren Bürgermeister aus dem Amt Kaltenkirchen Land sowie
Mitarbeiter der Amtsverwaltung im Verkehrsministerium an der Kieler Förde und
ließen sich von Projektleiter Richter über den Planungsstand unterrichten. Dabei
wurde von den Besuchern angefragt, ob die A2 0-Trasse zwischen dem Autobahn
kreuz und der Lentföhrdener Anschlussstelle gänzlich nördlich der Kreisstraße
(K81) gebaut werden könnte. Somit wäre unter anderem der Reiterhof Schröder
nicht ganz so stark von der A20 betroffen, außerdem müsste die Kreisstraße nicht
zwei Mal überbrückt werden. Doch die Aussichten für eine teilweise
Trassenverschiebung in Richtung Bad Bramstedt sind schlecht.,, Es handelt sich
um einen ökologisch sehr sensiblen Bereich“, er klärt Torsten Ridder, leitender
Verwaltungsbeamter des Amtes Kaltenkirchen-Land. Sogar durch EU-Recht ist ein
Großteil der Flächen an den Flüssen Schmalfelder Au und Ohlau geschützt. Sollte
dort eine Autobahn genehmigt werden, würden enorm teure Ausgleichsmaßnahmen
fällig.
Alle sechs Gemeinden des Amtes Kaltenkirchen-Land hatten vor zwei Jahren in
einer gemeinsamen Stellungnahme die von Bund und Land formulierte
verkehrspolitische Notwendigkeit für die A20 in Frage gestellt. Unter anderem in
Schmalfeld, Hartenholm und Lentföhrden gründeten sich Bürgerinitiativen gegen
das Projekt Amtsleiter Ridder glaubt nicht mehr daran, dass der Bau der A20
aufgehalten oder sogar ganz verhindert werden kann. "Deshalb sollten wir das
Beste daraus machen“, findet Ridder......
Auf dem Hof Möller in Lentföhrden erleben Urlauber Landidylle
SZ 27.7 (ach)Wenn die Ziege meckert, Schweine grunzen und Ponys wiehern ist das nicht nur
ein tierisches Konzert, sondern fester Bestandteil eines Erlebnisurlaubs auf dem
Bauernhof der Familie Möller. Vor allem gestresste Städter finden auf dem
idyllischen Anwesen von Hans und Anette Möller Erholung und gesunde Nahrung für
Körper und Geist. Ein Kinderzoo, eine Herde mit Charolais-Rindern sowie Speisen
und Getränke aus ökologischem Landbau gehören zum Angebot.
„Wir sind begeistert vom Urlaub auf dem Bauernhof‘, schwärmt Dirk Ahrens (37)
aus Nordrhein-Westfalen. Er, seine Frau Mandi und die Söhne Gregor (1) und Verio
(6) haben mehr als sechsstündige Anreise aus Mühlheim an der Ruhr keine Sekunde
lang bereut. "Hier wird für jeden etwas geboten. Die Jungen können auf dem
Spielplatz toben oder mit den Kindertreckern auf dem Hof fahren“, freut sich
Mandi Ahrens. Besonders gut gefallen dem kleinen Verio die Tiere
Streichelzoo.„Die Ziegen mag ich besonders. Sie sind so neu gierig. Immer suchen
sie, man nicht was zu fressen dabei hat“, sagt er.
An
schönen Tagen leiht sich Familie Ahrens Fahrräder den Möllers. Auf ihnen geht in
die nähere Umgebung mit den Auenlandschaften, Moore bieten und Wäldern.,, Es ist
schön. Das ist mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch“, verspricht Dirk
Ahrens. Fünf Tage erholt sich die Familie auf dem Bauernhof.
Auch Michael Hanske, seine Frau Anja und die Kinder Leo nie (6) und Konrad (2)
genießen die Abwechslung vom Alltagstrott. Die Familie ist aus
sächsischen Stadt Kamenz den Norden getourt. „Am liebsten streichle ich die
Ponys, Ziegen und die kleinen Schweine“, erzählt Leonie mit leuchtenden Augen.
„Toll ist das Frühstückseiersammeln im Hühnerstall. Es ist ein ganz anderes
Gefühl, et was zu essen, von dem man weiß, woher es kommt“, betont ihre Mutter
Anja. Außer Aktionen auf dem Hof plant das Quartett Tagesausflüge an die Ostsee
und nach Hamburg. Auch die Hanskes wollen wieder nach Lentföhrden kommen.
Ein Angebot der Möllers an ihre Gäste ist ein Ausflug mit Oldtimer-Trecker und
Kutsche auf die Weide mit den Charolais-Rindern. „Dort können unsere Gäste
sehen, wie Kühe ihre Kälber säugen“, schildert Hans Möller. Ums leibliche Wohl
der Urlauber kümmert sich Anette Möller. Die gelernte Hauswirtschafterin achtet
beim Früh stück darauf, dass nur Gesundes auf den Tisch kommt.,, Sämtliche
Produkte stammen aus ökologisch kontrolliertem Anbau oder eigener Erzeugung“,
sagt sie. Dazu gehören Eier und das zu Salami und anderer Wurst veredelte
Fleisch der Charolais Rinder. Um deren Herstellung kümmert sich ein
Hausschlachter. Dem Ferienhof angeschlossen ist ein Hofladen, in dem sich
ernährungsbewusste Zeitgenossen mit Rindfleisch, Eiern, Milch, Milchprodukten,
Kartoffeln und Gemüse sowie Naturkostprodukten eindecken können.
Übernachtet wird in vier Einzelappartements mit separater Küche, Dusche, WC,
Satelliten- TV und Telefon. Für Familieneignen sich die fünf Ferienwohnungen mit
jeweils 45 Quadratmeter Platz. Seit einiger Zeit finden in der so genannten
Seminardiele auch Veranstaltungen wie Yoga- und Englischkurse externer Anbieter
statt. Bis zu 20 Personen finden dort Platz.
Anette und Hans Möller haben das landwirtschaftliche Anwesen an der Schmalfelder
Straße nach einem aufwändigen Umbau im Mai 2003 eröffnet. „Unseren Entschluss,
den Betrieb zu erweitern, haben wir nie bereut. Die Auslastung ist gut“, freut
sich das Paar. Auch wegen der steigenden Nachfrage hat sich das Paar Möller
entschlossen, ab August eine Hauswirtschafterin auszubilden (Informationen über
Ferien auf dem Hof der Familie Möller gibt es unter 04192 6319 oder unter
www.ferienhofmoeller.de.)
Die freiwillige Feuerwehr
Lentföhrden und der Verein Kontra Langeweile hauen in ihrem Dorf ein schönes
Fest für die ganze Familie auf die Beine gestellt. Für die Kleinen gab es eine
kleine Dorfrallye innerhalb des Ortskerns, die Möglichkeit, ein
Vogelfutter-Häuser zu bauen sowie eine Vielzahl an Kinderspielen wie Angeln und
Kegeln. Weiterhin wurde eine Tombola initiiert, bei der es 200 Preise zu
gewinnen gab. In den Räumen der Feuerwehr konnten sich derweil die Eltern bei
Speis und Trank ausruhen. Für den Abend standen Tanz und gute Laune auf dem
Programm.
Nachwuchs für die Feuerwehr
Die Feuerwehr nutzte das Dorffest gleichzeitig, um die Werbetrommel zu rühren.
Sie planen, zum 28. August die Gründung einer Jugendfeuerwehr. „Wir benötigen
für unsere Wehr unbedingt neue Mitglieder - zur Zeit sind es 44 Aktive - die wir
aus dem Nachwuchs der Jugendwehr beziehen können“, erklärte der erste
Vorsitzende Hans Möller das Gründungsvorhaben. Erste Erfolge konnten sogar schon
während des Dorffestes verbucht werden, denn es gab bereits zehn Anmeldungen von
Jugendlichen.
Von Wolfgang Klietz erschienen am 23. Juli 2005
Wie viele Lastwagen durch die Städte und Gemeinden donnern,
weiß bislang niemand so genau. Doch Bürgermeister und Anwohner entlang der
Strecke von Lentföhrden über Bad Bramstedt und Wiemersdorf sind sich weitgehend
einig, daß die Zahl seit einem halben Jahr deutlich angestiegen ist - eine
subjektive Einschätzung, die auch ohne exakten Nachweis von den Behörden geteilt
wird.
Offenbar weichen immer mehr Lkw-Fahrer auf die Bundesstraße 4
und die Landesstraße 319 aus, seitdem sie auf der Autobahn 7 Maut bezahlen
müssen. Die Zunahme des Schwerlastverkehrs sei deutlich spürbar, berichtet
Lentföhrdens Bürgermeister Kurt Sander. So sieht er beispielsweise in seiner
Gemeinde, die von der B 4 durchschnitten wird, deutlich mehr Fahrzeuge der
Weddelbrooker Spedition Bojens als vor der Einführung der Maut in Deutschland.
"Die Strecke bietet sich an", sagt Sander, der auch hinterm Steuer seine
Erfahrungen mit dem Ausweichverkehr macht. Für den täglichen Weg nach Hamburg
über die B 4 benötigt er wegen der schleichenden Lastwagen seit Jahresbeginn
zehn Minuten mehr als zuvor. Sander sieht nur einen Ausweg: Auch die parallel
zur Autobahn verlaufenden Bundes- und Landesstraßen müssen künftig mautpflichtig
werden.
Als "deutlich wahrnehmbar" bezeichnet auch Bad Bramstedts Bürgermeister
Hans-Jürgen Kütbach den wachsenden Ansturm des Schwerlastverkehrs. Er habe in
den letzten Wochen viele Rückmeldungen aus der Bevölkerung mit Beschwerden
erhalten.
"Die Maut muß her", meint der der Chef der Bramstedter Gaststätte Kaisersaal,
Jürgen Fuhlendorf. Sein Lokal liegt am Bleeck, der Hauptverkehrsader der
Kurstadt. Noch schlimmer als ihm ergehe es allerdings den Bewohnern entlang der
Hauptverkehrsstraßen, meint der Kaisersaal-Wirt.
Die Bramstedter Innenstadt trifft die wachsende Lärm- und Abgasbelastung
besonders hart, denn an Restaurants und Geschäften führt nicht nur die B 4,
sondern auch die B 206 zwischen Bad Segeberg und Itzehoe vorbei. Doch solange
nicht die seit Jahrzehnten ersehnte Ortsumgehung gebaut wird, ist die Stadt
machtlos. Bürgermeister Kütbach: "Wir können nichts dagegen tun."
Nicht viel besser sieht es nördlich von Bad Bramstedt aus. Der Wiemersdorfer
Ludwig Reese berichtet: "Wenn die Lastwagenfahrer keinen Zeitdruck haben, fahren
sie durch unser Dorf." Er hat beispielsweise deutlich mehr Lkw als früher
entdeckt, die zur "Norddeutschen Fleischzentrale" am nördlichen Bramstedter
Stadtrand unterwegs sind.
Auch ohne konkrete Zahlen vorliegen zu haben, geht die Polizei ebenfalls von
zunehmendem Lkw-Verkehr aus. Gleich nach der Maut-Einführung war den Beamten
aufgefallen, daß auf den Parallelstraßen zur Autobahn immer mehr Lastwagen mit
Kennzeichen aus anderen Bundesländern oder Staaten unterwegs waren. Die
Schwerlast-Kontrolleure der Polizeiinspektionen in den Kreisen Segeberg und
Pinneberg seien wegen des zunehmenden Verkehrs verstärkt auf der B 4 und der L
319 unterwegs, sagt Frank Lassen vom Landespolizeiamt.
Daß die Parallelstrecken zur Autobahn gern von Mautflüchtlingen befahren werden,
haben auch schon die Bewohner der Gemeinden an der B 4 im Kreis Pinneberg
festgestellt. Laute Klagen kommen beispielsweise aus Hasloh und Quickborn. Der
Verdacht: Brummi-Fahrer verlassen die A 7 in Schnelsen-Nord oder Quickborn und
fahren ohne bedeutende Zeitverluste bis zur Anschlußstelle Großenaspe oder
Neumünster-Süd, um dort wieder auf die Autobahn zu gelangen.
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Juni |
Werkzeuge, Kugellager, Produkte
aller Art, so umschreibt Dieter Wich in seinem Firmenlogo die Fachrichtung
seines Unternehmens. Dahinter verbirgt sich ein um fangreiches Angebot an
technischen Geräten vom einfachen Hammer über komplizierte.
Feinmechanikerwerkzeuge bis zum hochwertigen Elektrowerk zeug, vom Radlager für
Sackkarren bis zum Miniaturkugellager, das nur noch mit, der Lupe erkennbar ist.
Daneben Wellendichtringe, Keilriemen und Schrauben in allen Größen, die auch in
kleinen Mengen abgegeben werden sowie Arbeitsschutzartikel.
Außerdem gibt es Sonderpostenwaren, die zum Beispiel aus Firmenauflösungen
stammen. „Es sind bestimmt mehr als 40.000 Produkte, die in unserem Verkaufsraum
und den Lagern auf einer Fläche von rund 1000 Quadratmetern bereit liegen“,
versichert Juniorchef Andreas Wich. Selbst ihm falle es schwer, die Übersicht zu
behalten, so dass zurzeit die Lagerbestände über eine EDV-Anlage erfasst und
künftig auch abgerechnet werden sollen…
….Seit 32 Jahren gibt es die Firma Wich in Lentföhrden, die heute als Groß- und
Einzelhandelsunternehmen sowie im Versandhandel erfolgreich ist. Seniorchef
Dieter Wich. hatte 1973 mit drei Mitarbeitern begonnen, in aller Welt gebrauchte
Kugellager einzusammeln und weiterzuverkaufen. Heute beschäftigt die ( GmbH &
Co KG von Dieter und Andreas Wich elf fachlich geschulte Mitarbeiter, die von
drei Teilzeitkräften und zwei Aushilfen zeitweise unterstützt werden.
Der Betrieb ist telefonisch unter 04192-81 220 zu erreichen,
Fax: 04192-812222. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 7.30 bis 18 Uhr,
Samstag von 8 bis 12 Uhr.
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Bislang feierten sie ihre Ehejubiläen stets im Winter. Aber am
Dienstag, 22. Juni, haben Herta (84) und Fritz (92) Sander auch einen Grund zum
Anstoßen, denn sie sind genau seit 67,5 Jahren miteinander verheiratet und sind
somit ein steinernes Hochzeitspaar.
Wenn es bei Herta Sander auch mit dem Laufen nicht
mehr so recht geht, das Erinnerungsvermögen und der Humor haben dagegen noch
nicht nachgelassen. Für einen Spaß ist die Seniorin deshalb immer noch zu haben.
Auch ihr Mann Fritz lacht immer noch so gern wie früher. Dabei verlief das Leben
des Paares nicht gerade vom finanziellen Glück begünstigt, aber fünf Kinder, elf
Enkel und 15 Urenkelkinder sind mehr wert als Geld und Gut und bringen täglich
Freude in ihr Rentnerleben.
„Jung gefreit, nie bereut“, so lautet Herta Sanders Motto für die glückliche
Ehe. Auch wenn beide sich nicht daran erinnern können, in jungen Jahren zu
Tanzvergnügen gegangen zu sein. Dazu war das Geld immer zu knapp. Aber die bald
nach der Hochzeit geborenen Kinder waren für die Eltern die größte Freude.
Fritz Sander, der 20 Jahre lang beim staatlichen Versuchsgut in Lentföhrden und
später noch fünf Jahre bei der AKN beschäftigt war, trat bereits 1948 der FDP
bei, war fünf Jahrzehnte passives Mitglied der Feuerwehr und kloppte jede Woche
mit Freunden gern Karten. Als Rentner liest er heute auch viel, aber den früher
liebevoll gepflegten Garten bearbeitet mittlerweile der Nachwuchs.
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Mai |
Zwischen dem Alten- und Pflegeheim „Zur Waldburg“ und dem Kindergarten der Gemeinde Lentföhrden wurde eine Kooperation initiiert. Unter dem Titel „Jung trifft Alt“ wurde ein generationsübergreifendes Projekt vereinbart. Die Zusammenarbeit sieht regelmäßige Treffen zwischen Senioren des Heimes und Kindern im Vorschulalter vor. Hierbei sollen unter anderem gemeinsame Veranstaltungen entsprechend den Jahreszeiten vor bereitet werden. Geplant ist außerdem gemeinsames Frühstücken. Die Treffen sollen für jeweils zwei Stunden abwechselnd in den Räumen des Kindergartens und des Heimes stattfinden. Durch die gemeinsamen Zusammenkünfte sollen den Km dem auf spielerische Art und Weise eventuell vorhandene Berührungsängste im Umgang mit alten Menschen genommen werden.
Schmalfeld. Seit fünfzehn Jahren ist Pastor Hans-Jochen Vetter
(s. Bild) Seelsorger in Schmalfeld. Doch Ende Mai ist Schluss. Der Kirchenvorstand wollte
mit dem 58-Jährigen nicht länger zusammenarbeiten und teilte diesen Entschluss
Propst Stefan Block in Neumünster und dem nordelbischen Kirchenamt in Kiel mit.
Vetter ließ es nicht zum Streit kommen und stimmte seiner Versetzung nach
Koldenbüttel auf der Halbinsel Eiderstedt zu.
Die bei seiner Verabschiedung bis auf den letzten Platz gefüllte Schmalfelder
Kirche war Beweis für die Beliebtheit, die Vetter bei vielen Gläubigen genoss.
Sein Verhältnis zum Kirchenvorstand war aber seit langem angespannt. „Ich bin
nicht bereit, über die Trennungsgründe zu reden“, sagte Rudolf Naujack, seit
September letzten Jahres Vorsitzender des Kirchenvorstandes. Die Trennung ist
nach seinen Worten Ende eines Prozesses, der schon seit Jahren laufe. So ist
Naujack der dritte Kirchenvorstandsvorsitzende innerhalb von drei Jahren, und
auch zwei Organisten hätten in dieser Zeit das Handtuch geworfen. Naujack:
„Keiner dieser Wechsel war berufs- oder krankheitsbedingt.“
Obwohl sich die Beteiligten nicht zu den Gründen äußern, sickerte durch, dass
Vetter sein autoritärer Stil zum Verhängnis wurde. „Alle mussten nach seiner
Pfeife tanzen“, so ein Insider. Das wollten sich die Kirchenoberen nicht mehr
bieten lassen.
Die Trennung von Vetter war nicht so einfach. Weil er vom Kirchenvorstand vor
einigen Jahren im Amt bestätigt wurde, hätte er bis zur Pensionierung eigentlich
in Schmalfeld bleiben dürfen. Der Kirchenvorstand sah aber das Verhältnis zum
Seelsorger als zerrüttet an und hätte ein sogenanntes
„Ungedeihlichkeitsverfahren“ in Gang setzen können. Die Kirchenjuristen in Kiel
hätten sich dann des Falles annehmen und prüfen müssen, ob eine künftige
Zusammenarbeit aussichtslos ist. Doch darauf ließen es die Beteiligten nicht
ankommen. Das nordelbische Kirchenamt suchte eine neue Stelle für Vetter. Er
stimmte dann freiwillig seiner Versetzung in die kleine Gemeinde auf Eiderstedt
zu.
Schmalfelds Bürgermeister Herbert Kraft und seine Amtskollegen aus Hasenmoor,
Lentföhrden, Nützen und Struvenhütten, für deren Gemeinden Vetter zuständig war,
bedauerten die Entwicklung. „Ich bin enttäuscht von dieser Lösung. Sie ist
unsozial und für mich nicht ganz nachvollziehbar. Offenbar haben sich viele
Dinge zwischen den Beteiligten aufgebaut“, bedauerte Kraft. Ihm tue auch die
Familie des Pastors leid, die in Schmalfeld Wurzeln geschlagen habe....
....Die Verabschiedung von Vetter in der Gnadenkirche nahm Propst Stefan Block
vor, assistiert von Pastor Lothar Le Jeune aus Kaltenkirchen und Pastor Ulrich
Both. Der ehemalige Kaltenkirchener Seelsorger Both kennt kirchliche Querelen
aus eigenem Erleben. Er wurde von seinem damaligen Kirchenvorstand nicht im Amt
bestätigt. Dank und Mitgefühl waren aus der Predigt des Propstes nicht zu
überhören. Auch der Kirchenvorstand dankte dem scheidenden Vetter für seine
Arbeit mit Präsenten. Der Kantor und der Kirchenchor sowie der Posaunenchor
umrahmten die würdige Verabschiedung musikalisch, und ein abschließender Imbiss
im Gemeindehaus gab Möglichkeit, um nochmals über die Entscheidung zu
diskutieren. Zwei Wochen wird die scheidende Pastorenfamilie vor ihrem Umzug
noch Urlaub machen.
Schmalfeld wird auf keinen Fall seelsorgerisch verwaisen. Ein neuer Pastor wird
das Amt übernehmen. Die Ausschreibung für die Stelle läuft bereits.
Bahnhofsgaststätte mit wechselvoller Geschichte (zwi) 10.5.SZ
Am 22. Juli 1978 gerieten das Lentföhrdener Lokal „Tannenhof“
und der damalige Wirt Manfred Katzer unfreiwillig bundesweit in die
Schlagzeilen. Von einer „Saalschlacht“ wurde berichtet, nachdem ein Treffen im
„Tannenhof“ von rund hundert Neonazis aus ganz Deutschland mit Polizeigewalt
aufgelöst worden war. Fünf Jahre später sorgten andere ungewöhnliche Gäste für.
Aufsehen und Unruhe im Dorf. Mitglieder der berüchtigten Rockergruppe „Hells Angels“ kamen in der Gaststätte zusammen. Das Treffen verlief aber friedlich.
Seit mehr als hundert Jahren steht an der Ortsdurchfahrt das 1898 errichtete
Gebäude, das im Laufe der Jahrzehnte Bahnhofswirtschaft, Tannenhof und
Landgasthof hieß und den Besitzen und Pächtern mehr oder weniger erfolgreiche
Geschäfte ermöglichte. Seit 1999 wird dort kein Bier mehr gezapft. Das Haus ist
aber noch bewohnt, in einem Anbau betreibt seit 1998 die Kaltenkirchener
Bäckerei Wagner eine Filiale.
Die
wechselvolle Geschichte des Gebäudes, in dem mehrere Vereine ihren Clubraum
hatten und unzählige Feste gefeiert wurden, haben die Hobby-Heimatforscher Uwe
Looft (Lentföhrden) und Hans Mißfeldt (Rellingen) erforscht und aufgeschrieben.
„100 Jahre Bräu und Brunnen“ haben sie ihr inzwischen zweites Heft zur
Lentföhrdener Ortsgeschichte betitelt. In ihrem ersten Gemeinschaftswerk
widmeten sie sich der „Waldburg“ (früher Villa, heute Seniorenheim).
Ihre Abhandlung über die Bahnhofswirtschaft haben die Autoren Looft und Mißfeldt
mit Erläuterungen unter anderem zum historischen Hintergrund und einer kleinen
Kulturgeschichte des Bieres angereichert. Im letzten Drittel des knapp
hundertseitigen Büchleins ist aber nichts von Bier und Köm, sondern von
Briefmarken und Kriminalfällen zu lesen. ,,Von Postbüdeln und Räubern“ sind die
Kapitel zur Postgeschichte im Ort überschrieben. 1898 bekam Lentföhrden eine
eigene Poststelle (Kieler Straße 52), die anfangs von Theodor Krewitt,
gleichzeitig Wirt der Bahnhofsgaststätte, geleitet wurde. In der mehr als
hundert jährigen Lentföhrdener Postgeschichte gab es auch schlimme Ereignisse.
1988 stürmten Räuber in die Post und erbeuteten 7000 Mark. Auf kriminelle Weise
gelangten auch drei Postbeschäftigte an Geld und wurden wegen Veruntreuung
entlassen.
Die Bahnhofsgaststätte in Lentföhrden war lange Zeit auch das kulturelle Zentrum
im Dorf. Auch während der Kriegszeit lief der Betrieb weiter. Das Foto entstand
1941 beim Ringreiten. Während des Krieges wurde im Saal Nachschubmaterial für
die Luftwaffe gelagert. Kurz vor der Kapitulation sollte das gesamte Gebäude
gesprengt werden, doch zwei Lentföhrdener vergruben das Dynamit im Garten und
konnten so das Haus retten. Seit 1999 gibt es keine Gastwirtschaft mehr In dem
Gebäude, das nun bis auf den Anbau privat genutzt wird.
Das Büchlein mit gleich zwei Themen zur Ortsgeschichte wird am Pfingstsonntag, 15.Mai, beim Fest auf dem Lentföhrdener Bauen- und Ferienhof Möller (Schmalfelder Straße 25) vorgestellt und verkauft (7,50 Euro). Von 10 bis 18 Uhr wird ein Programm unter anderem mit landwirtschaftlicher Ausstellung und Kinderspielen geboten. Außerdem ist das neue Heft zur Ortsgeschichte in Lentföhrden unter anderem bei Edeka-Kröger und im Fahrradgeschäft PMS Bikes, im Weddelbrooker Dorfladen und in der Bad Bramstedter Buchhandlung von Uta Höch erhältlich. Die Druckkosten für das Büchlein hat die Gemeinde übernommen.
Krise bei „Kontra Langeweile“ beendet
(zwi) SZ
Es sah lange Zeit nicht gut aus: Dem Lentföhrdener Verein „Kontra Langeweile“ (KoLa)
drohte das Aus, nachdem sich in der jüngsten Jahreshauptversammlung zu wenige
ehren- amtliche Mitstreiter für den Vorstand gemeldet hatten. Daraufhin wurde
als letzter Rettungsversuch eine Krisensitzung anberaumt. Mit Erfolg.,,
Erfreulich war, dass dort einige neue Gesichter zu sehen waren. Ebenso
erfreulich war, dass alte Vorstandsmitglieder und auch Gründungsmitglieder zur
Versammlung kamen. Diese wollten den Verein nach 15-jährigem Bestehen nicht so
einfach untergehen sehen. "Der Verein hat in den vergangenen Jahren sehr viel
auf die Beine gestellt und hat einiges in Lentföhrden bewegen können“‚ erklärte
KoLa - Pressewartin Claudia Petersen.
„Kontra Langeweile“ organisierte in der rund 2400 Einwohner zählenden Gemeinde
bislang unter anderem Kinderfeste, Kleidermärkte und Ferienpass-Aktionen. Eltern
Kind-Spielgruppen und die Tanzgruppe „TaKiKoLas“ sind ebenso regelmäßige wie
begehrte Freizeitangebote des Vereins, der rundl40 Mitglieder zählt. Der
vierköpfige Vorstand wurde bisher alle zwei Jahre zur Hälfte erneuert. Nach der
jüngsten Jahreshauptversammlung standen aber Bettina Busse und Anja Dieckmann
allein da. Niemand wollte das Vorstandsquartett komplettieren. Auch in der
Krisensitzung war kein Andrang auf die Posten zu verspüren. Schließlich
erklärten sich aber Sonja Böge und Doris Schümann bereit, zwei Jahre im
Vorstand mitzuarbeiten. Es wird also vorerst keine Langeweile in Lentföhrden
geben. Die nächste große Veranstaltung des Vereins ist das Kinderfest am 11.
Juni.
Der neue Vorstand: Bettina Busse, Anja Dieckmann, Sofia Böge und Doris
Schümann.
Der Plan der Gemeinde, beim Kastanienhof einen so genannten
Generationenplatz einzurichten, auf dem Jugendliche und Erwachsene miteinander
und nebeneinander kommunizieren können, ist genehmigt. Das erklärte Bernd Georg
Lochmann vor der Gemeindevertretung. Der Vertreter der mit dem Projekt befassten
Planungs- und Ingenieurgesellschaft legte den Kommunalpolitikern im Kultur- und
Jugendzentrum den Stand der Ländlichen Entwicklungs- und Strukturanalyse (LSE)
im Amt Kaltenkirchen-Land vor.
In deren Rahmen würden derzeit Dorfentwicklungspläne für alle sechs
amtsangehörigen Gemeinden erarbeitet und Fördermöglichkeiten für gemeldete
private und öffentliche Initiativen geprüft, sagte der Diplom-Ingenieur für
Raum- und Umweltplanung. Lentföhrden könne danach für den Generationenplatz mit
einem Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Baukosten von Seiten des Landes und
der Europäischen Union rechnen.
Geplant seien unter anderem die Aufstellung eines Großschachbretts sowie
verschiedene weitere Spielmöglichkeiten. Allerdings müsse die Gemeinde über die
Finanzierung des Eigenanteils nachdenken, so dass die Verwirklichung noch nicht
sicher sei, erklärte Gemeindevertreter Norbert Kirstein auf Nachfrage der SZ.
Als weitere förderungswürdige Projekte nannte Lochmann die Verbesserung der
Schulwegsicherung in der Kieler Straße, die Fassadengestaltung des Jugend- und
Kulturzentrums sowie eine Sanierung des Gemeindehauses, Schulstraße 17. Dringend
empfahl er den Gemeindevertretern, möglichst bald festzustellen, was im
zentralen Dorfbereich erhaltenswert ist und welche Veränderungen möglich seien,
ohne den dörflichen Charakter zu gefährden. Das gelte auch für die
Wiederherstellung des Wöddelweges mit dem Bau einer Brücke.
Wichtig für eine Förderung sei die Erhaltung historischer Gegebenheiten, zum
Beispiel ortsbildprägender Gebäude sowie eine dörfliche Gestaltung. Dabei würden
auch private Vorhaben mit bis zu 30 Prozent der Kosten oder 20000 Euro je
Maßnahme gefördert.
Zum Gemeindehaus erklärte Bürgermeister Kurt Sander, dass ein Gutachten in
Auftrag gegeben worden sei, das aber noch nicht vorliege. Es könne davon
ausgegangen werden, dass empfohlen werde, kein Geld in dessen Sanierung zu
stecken. Zunächst sei eine notdürftige Herrichtung erforderlich, um weitere
Schäden durch die Witterung zu vermeiden. Es gebe Beratungsbedarf über die
Zukunft des Gebäudes. Eine weitere Nutzung sei ebenso denkbar wie Abriss und
Neubau.
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April |
Zu wenig Vorstandsmitglieder: Krisensitzung
des Lentföhrdener Vereins am 21. April
Kein Kinderfest mehr, Ferienpass-Aktionen gestrichen, Kleidermärkte fallen aus,
Tanz- und Krabbelgruppen werden aufgelöst. In Lentföhrden wäre garantiert viel
weniger los ohne den Verein „Kontra Langweile“. Diese unerfreuliche Vorstellung
könnte Wirklichkeit werden, denn für die künftige Vorstandsarbeit fanden sich
bislang nicht genügend Mitstreiter.
„Nach 15 Jahren steht der zweitgrößte Verein in unserem Dorf vor dem Aus“,
bedauerte Nadine Plaeschke vom Club mit dem ungewöhnlichen, aber aussagestarken
Namen - kurz „KoLa“ genannt.
Laut Satzung sollen dem Vorstand vier gleichberechtigte Mitglieder angehören.
Alle zwei Jahre wurden bislang zwei Posten neu besetzt, so dass Neulinge immer
mit erfahrenen Vereinsleitern zusammenarbeiten konnten. In der jüngsten
Jahreshauptversammlung fanden sich aber keine Nachfolger(innen) für die
turnusgemäß ausgeschiedenen Bianca Werner und Nadine Plaeschke. Deshalb wurde
eine Krisensitzung angesetzt.,,Am Donnerstag, 21. April, entscheidet sich, ob
der Verein aufgelöst werden muss oder er gerettet wird. Die Versammlung beginnt
um 20 Uhr im Kultur- und Jugendzentrum“, erklärte Anja Dieckmann vom
Rest-Vorstand, dem noch Bettina Busse angehört. Den beiden Müttern von kleinen
Kindern - wie wenigen anderen ehrenamtlich Aktiven des Vereins - schleierhaft,
dass sich unter den zahlreichen Eltern in der rund 2400 Einwohner zählenden
Gemeinde offenbar nur ganz wenige für den Fortbestand von " Kontra Langweile“
einsetzen möchten. Auch das weit verbreitete Desinteresse in den eigenen Reihen
des Vereins mit 140 Mitgliedern (mit einem günstigen Jahresbeitrag 12 Euro für
Familien) stört
Die zahlreichen Angebote des Vereins werden gut angenommen. Drei Krabbelgruppen
treffen sich regelmäßig im Kultur- und Jugendzentrum, die Kindertanzgruppe "TaKiKoLas"
ist oft in Bewegung. Feste, Flohmärkte, Bastelnachmittage und Ausflüge in den
Ferien haben ebenso schon Tradition. „KoLa“ bot auch Erwachsenen etwas, unter
anderem Nähkurse, Erste-Hilfe-Schulungen und Nordic Walking. „Das kunterbunte
Programme steht wirklich auf der Kippe. Die Nachfrage ist zwar groß, doch dafür
etwas ehrenamtlich zu leisten, das will kaum jemand. Dabei hält sich der
Zeitaufwand für die Vorstandsarbeit in Grenzen“, betonte Nadine Plaeschke, die
nach zwei Jahren an der „KoLa“-Spitze die Aufgaben anderen überlassen möchte.
Deshalb fordert sie Mütter und Väter - auch von frisch zugezogenen Familien -
auf, sich für die Dorfgemeinschaft und insbesondere für den Lentföhrdener
Nachwuchs zu engagieren. Darauf zu hoffen, dass der Sportverein als größter Club
im Dorf die „KoLa “-Angebote übernehmen könnte, sei aus Sicht von Frau Plaeschke
mehr als gewagt. „Das wird nicht klappen, weil viele unserer Veranstaltungen mit
Sport nichts zu tun haben.“
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März |
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Februar |
Ergebnisse der Landtagswahl vom 20.2.2005
Die älteren Einwohner der Gemeinde Lentföhrden
müssen auch künftig auf einen Seniorenbeirat verzichten. Die Fraktionen von CDU
und FDP, die im Gemeinderat gemeinsam über eine Mehrheit verfügen, sprachen sich
einstimmig gegen die Gründung eines solchen, beratenden Gremiums aus.
Nach ihrer Auffassung werden die rund 400 Senioren im Dorf durch den Altenclub
bereits hinreichend vertreten und repräsentiert. Auf einer zuvor einberufenen
Senioren - Einwohnerversammlung hatten sich von den anwesenden 38 älteren
Mitbürgern mit nur einer Ausnahme ebenfalls alle gegen einen Beirat
ausgesprochen.
Die Gemeindevertreter der SPD hatten sich demgegenüber für eine
Interessenvertretung der älteren Einwohner in Form eines Seniorenbeirates
eingesetzt.
Nun will der Altenclub sich in „Seniorenclub" umbenennen und zukünftig als
Sprachrohr aller älteren Bürger in der Gemeinde wirken.
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Januar |
Die Freiwillige Feuerwehr Lentföhrden hatte 2004
ein relativ ruhiges Jahr zu. Die Aktiven mussten zu 18 Einsätzen - darunter acht
Brände - ausrücken, berichtete Wehrführer Hans Möller. Überdurchschnittlich im
Vergleich zu anderen Wehren des Kreises Segeberg war die Dienstbeteiligung der
Lentföhrdener Nothelfer. Sie lag bei 78 Prozent.
44 Kameraden sind aktiv. Außerdem lassen sich zwei junge Leute in den
Jugendwehren der Nachbarschaft ausbilden. Unerfreulich aus Sicht der Wehr: Die
Zahl der fördernden Bürger nahm 2004 um 30 ab. Hans Möller führte dies auf die
allgemein schlechte Wirtschafts- und Finanzlage zurück und sprach sich für eine
verstärkte Werbung - besonders bei den Hauseigentümern - aus. Derzeit
unterstützen 217 Lentföhrdener ihre Wehr durch Mitgliedsbeiträge. Die
Ehrenabteilung umfasst 16 Kameraden.
Für die Zukunft scheint vorgesorgt. Drei Neueintritte konnten auf der
Versammlung verzeichnet werden: Mary Michael, Jörg Lund und Ron Vollriehe.
Beförderungen gab es auch. So dürfen sich Petra Tobien, Michael Ludwig und
Ronald Djukic nun Oberfeuerwehrfrau beziehungsweise Oberfeuerwehrmann nennen.
Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Thomas Jarck ernannt, zu Löschmeistern Bernd
Heeren, Hartwig Böge und Volker Böge. Die Ehrenspange für zehnjährige
Mitgliedschaft erhielten Dieter Bergmann, Nils Böge, Norbert Schröder und Rudi
Wöbke; für zwanzig Jahre Dienst Carsten Gripp, Wehrführer Hans Möller und Owe
Thormählen. Das Brandschutzehrenzeichen in Silber erhielt Klaus Peter Böhlke.
Bedingt durch seinen Umzug nach Kisdorf schied der stellvertretende Wehrführer
Thomas Rathjens aus. Ohne Gegenstimmen wurde Georg Schattiger zu seinem
Nachfolger gewählt. Bernd Heeren wurde mit nur einer Gegenstimme zum
Gruppenführer bestimmt, sein Stellvertreter wurde Ronald Djukic. Das Amt des
Funkwarts übernahm Joachim Kratzke.
Erstmals fand in Lentföhrden ein Neujahrs empfang statt. Bürgermeister Kurt Sander konnte dazu gut 50 Mitbürger begrüßen. Darunter waren auch FDP-Gemeinde Vertreterin Christine Rehder, Finanzausschussvorsitzender Kurt Thormählen, zweite stellvertretende Bürgermeisterin Anneliese Böge, Kulturausschussvorsitzende Wilma Schöning sowie der Lentföhrdener CDU-Kreistagsabgeordnete Renee Böttcher. Ein Schwerpunkt der Dorfpolitik im vergangenen Jahr war der Straßenbau, unter anderem am Fußweg von der Schmalfelder Straße bis zum Querweg, der auch bedeutsam für einen sicheren Schulweg ist. Kurt Sander dankte Rolf und Inge Kryza für die Organisation des Empfangs sowie Gemeindearbeiter Michael Ludwig für vorbildliche Arbeit bei der Sauberhaltung der gemeindlichen Gebäude und Straßen.