Archiv 06

Zurück Home Nach oben Weiter
 


Archiv

Dezember

 

Richtfest für Millionen-Anbau    

                                                                                                                                                                                 SZ 1.12 ach

Architektin Birga Frank (von links) feierte mit den Eigentümern Manuela, Andreas, Edith und Harald Schulz beim Richtfest des Anbaus am Altenheim „Zur Waldburg" in Lentföhrden. Foto ach

Eine Investition von 3,1Millionen Euro nimmt Gestalt an. Für den Anbau eines neuen Gebäudeflügels im Alten- und Pflegeheim „Zur Waldburg" wurde Richtfest gefeiert. Auf rund 2 000 Quadratmeter Nutzfläche entsteht Platz für 40 neue Bewohner. Bis April soll der neue Trakt bezugsfertig sein. Der erste Spatenstich war Mitte August.

    Entstehen wird außer Einzel- und Doppelzimmern ein 150 Quadratmeter große Multifunktionsraum; außer dem wird im Foyer eine Cafeteria eingerichtet, wie Andreas Schulz erklärt. Der 42-jährige Altenpfleger leitet den Betrieb zusammen mit seiner Schwester Manuela (37), seiner Mutter Edith (69) und seinem Vater Harald Schulz (70).

    Für künftige Bewohner wird ein behindertengerechtes Ambiente geschaffen. Auch die Außenanlagen rund um den neuen Flügel werden umgestaltet. Es soll ein kleiner Park mit Wegen und Bänken entstehen. Insgesamt 45 Mitarbeiter werden sich nach dem Abschluss der Bauarbeiten um die dann 100 Bewohner kümmern. •

 

November

 

Gemeinsames Basteln von Senioren und Kindern im Kindergarten
Ein Miteinander der Generationen                                                                                        
              
 (em) Do.Anzeiger 29.11

Kürzlich trafen sich einige Bewohner des Alten- und Pflegeheims »Zur Waldburg« und Kinder des Kindergartens Lentföhrden zum gemeinsamen Basteln im Kindergarten. Diese zwei Stunden haben den Kindern und den älteren Menschen sowie den Betreuern sehr viel Freude bereitet.
Die Bewohner der Waldburg und die Kinder des Kindergartens haben schon sehr viele schöne Stunden miteinander verbracht. beispielsweise treffen sie sich zu gemeinsamen Gymnastikrunden, zum Ostereier bemalen, zum Plätzchen backen oder wie jetzt zum Basteln kleiner Laternen.
Hintergrund des Beisammenseins ist, dass zwischen dem Alten- und Pflegeheim und dem Kindergarten im Mai letzten Jahres eine beispielhafte Kooperation initiiert wurde. Unter dem Titel »Jung trifft Alt« wurde ein generationenübergreifendes Projekt vereinbart. Die Zusammenarbeit sieht regelmäßige Treffen zwischen Senioren des Heimes und Kindern im Vorschulalter vor. Hierbei sollen unter anderem gemeinsame Veranstaltungen entsprechend den Jahreszeiten vorbereitet werden. Geplant ist außerdem gemeinsames Frühstücken. Die Treffen finden für jeweils zwei Stunden abwechselnd in den Räumen des Kindergartens und des Heimes statt. Daran teilnehmen sollen zunächst maximal je zehn Kinder und Senioren, die durch Fachpersonal aus beiden Einrichtungen sowie engagierten Bürgern der Gemeinde begleitet werden.
Durch die gemeinsamen Zusammenkünfte sollen den Kindern auf spielerische Art und Weise eventuell vorhandene Berührungsängste im Umgang mit alten Menschen genommen werden. Die Senioren können dabei trotz altersbedingter Probleme ihre verloren geglaubten Fähigkeiten wieder neu entdecken und für ihre Umwelt wieder mehr Interesse entwickeln.
Durch das Projekt soll insbesondere auch die Kommunikation und das Verständnis zwischen den Generationen gefördert werden. Dies erscheint um so notwendiger, als dass spontane Begegnungen zwischen Jung und Alt immer weniger stattfinden und die Kinder in den Familien nur noch selten mit älteren Menschen zusammenleben.


Ingrid Pohlmann SPD ist neue Gemeindevertreterin in Lentföhrden.
                                                                                                                                                                                  
ach SZ 14.11.06

Die 54-jährige Grundschullehrerin Ingrid Pohlmann ist neue Gemeindevertreterin. Die Sozialdemokratin rückte für ihren Parteigenossen Dieter Schöning nach. Der 57-jährige Angestellte legte sein Mandat nach über zehn Jahren aus persönlichen Gründen nieder. Bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung verpflichtete Bürgermeister Kurt Sander (CDU) Frau Pohlmann per Handschlag.
Kommunalpolitik ist für Ingrid Pohlmann kein Neuland. Ihr Mann, Holger Pohlmann (SPD), war zwölf Jahre Bürgermeister. Die zweifache Mutter hat bereits als bürgerliches Mitglied im Kultur - und Sozialausschuss Erfahrung in der Lokalpolitik. Künftig will sich Lehrerin Pohlmann, wie sie sagte, „besonders im Bereich Schule und Bildung engagieren".


80 Namen und ihre Schicksale

Lentföhrdener Hobby-Historiker Uwe Looft schrieb ein Buch über die auf dem Ehrenmal im Dorf verewigten Männer

Von Michael Zwicker - Segeberger Zeitung - Sonnabend, 18.11.2006

80 Namen schwarz auf grau: Am Lentföhrdener Denkmal wird am Volkstrauertag - wie in anderen Orten auch - traditionell der gefallenen und vermissten Soldaten beider Weltkriege gedacht. Doch welche Schicksale sind mit all den auf Stein verewigten Namen verbunden? Diese Frage beschäftigte Hobbyhistoriker Uwe Looft jahrelang. So entstand ein Buch - mit weit mehr als 80 Kapiteln.
Kürzlich ist das 207-Seiten- Werk als offizielle Veröffentlichung der Gemeinde erschienen. Doch dieses Ereignis erlebte Autor Looft, der früher in Lentföhrden eine Bäckerei betrieben hatte, nicht mehr. Er ist Anfang Mai gestorben. Erst vier Tage vor seinem Tod hatte Looft sein Buch mit dem Titel „Setzt Euren Helden Steine“ (in Anlehnung an einen Liedtext von Hans Baumann) vollendet.

Morgen am Volkstrauertag wird auch wieder neben der Raiffeisenbank am Lentföhrdener Denkmal der Toten beider Weltkriege gedacht. Um 14 Uhr beginnt die Zeremonie. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen im Kulturzentrum. Welche Einzelschicksale sich hinter den 80 Namen auf dem Denkmal verbergen, hat der Lentföhrdener Hobby-Historiker Uwe Looft (†) herauszufinden versucht. Loofts Forschungsergebnisse sind kürzlich in einem Buch erschienen. Darin wird unter anderem beschrieben, warum auch der Name des gebürtigen Lentföhrdeners Johannes Schröder (kleines Foto) auf dem Stein steht.

„Das Thema Kriegerdenkmal, Ehrenmal, Heldengedenkstein - oder wie immer man es nennen mag - ist brisant. Da müssen Erinnerungen hervorkommen, viel Leid ebenso - bei den Angehörigen. Den anderen Bewohnern unseres Ortes sagen die. Namen nichts mehr“, schrieb Uwe Looft im Vorwort. Trotz spärlicher amtlicher Unterlagen begann der passionierte Heimatkundler, der zuvor schon drei andere Hefte zur Lentföhrdener Geschichte herausgegeben hatte, Kopien von Dokumenten, Briefen und Bildern zu sammeln in Archiven zu forschen und nach vielen Gesprächen mit alten Mitbürgern deren Erinnerungen an den Krieg auf Papier festzuhalten.

Antrieb für Looft, das durch das natürliche Verschwinden der Zeitzeugen-Generation zunehmende Dunkel um das Schicksal der 80 Soldaten etwas zu erhellen, war die Frage: „Wenn die Männer den angeblichen Heldentod fanden und für Kaiser, Führer, Volk und Vaterland fielen: Was bedeutete das eigentlich?“
Und Looft fand viele Antworten. „Erstickt im Gaskrieg, verschüttet im Schützengraben, verhungert, im Panzer verbrannt, erfroren, abgeschossen, im Lazarett an Seuchen verstorben “, notierte der Autor. Mitunter kam Looft bei seinen Recherchen nicht sehr weit und musste sich mit den auf dem Stein ab- lesbaren Todesdaten begnügen oder konnte dazu lediglich den Geburtstag, manchmal auch den letzten Einsatz- ort der Soldaten ermitteln. „Weitere Informationen liegen nicht vor“, notierte Looft dann am Ende des jeweiligen Kapitels.

Ausführlich beschreiben konnte der rührige Geschichtsbewahrer dagegen unter anderem den letzten Abschnitt des Lebenswegs von Johannes Schröder, der im Januar 1924 auf dem Hof von Julius und Ida Schröder am Lohnweg 1 geboren wurde. Als 18-Jähriger kam er 1942 zum Militär. Nach seiner zwölfwöchigen Ausbildung bekam er 14 Tage Heimaturlaub, danach musste er an die Ostfront in Russland. Schon nach wenigen Tagen wurde der junge Soldat verwundet und lag zunächst in einem Lazarett in Sachsen, später kam er in die zu einem Reservelazarett umfunktionierte Rheumaheilstätte in Bad Bramstedt. Dort fühlte Johannes Schröder sich offensichtlich sehr gut aufgehoben, denn er schrieb in einem Gedicht an seine Eltern: „Hier im Lazarett - Essen gut, Landser fröhlich und Mädels nett“.

Nach seiner Genesung wurde der dann 20-Jährige an die Westfront zur so genannten Ardennenoffensive beordert. Am 15. Dezember1944 schrieb er unpoetisch und ganz sachlich von Belgien nach Hause:
„Es ist das Jahr 1944 bald zu Ende, doch vom Ende des Kriegs dürfen wir nicht reden.“ Vier Tages später starb Johannes Schröder. Seine Eltern erhielten vom Kompanieführer ihres Sohnes Anfang 1945 ein Schreiben. Darin stand: „Ich habe die schwere Aufgabe, Ihnen davon Mitteilung zu machen, dass Ihr Sohn vor St. Vith durch Granatsplitter in Brust und Rücken den Heldentod starb.“ Begraben wurde der Leichnam des jungen Lentföhrdeners auf einer Waldlichtung östlich der belgischen Stadt St. Vith.

Autor Uwe Looft hat sich bei seiner enormen Fleißarbeit nicht nur auf die biografische Spurensuche hinsichtlich der auf dem Gedenkstein erwähnten Männer begeben, auch zahlreiche geschichtliche Exkurse bereichern das Buch. So schreibt Looft über das Ehrenmal in seiner Heimatgemeinde. 1922 wurde der erste Gedenkstein auf dem Geländer der damaligen Genossenschaftsmeierei eingeweiht - zum Andenken an 19 im Ersten Weltkrieg gefallene Soldaten aus Lentföhrden. 1952 wurde das Ehrenmal umgebaut und um die Namen der aus Lentföhrden stammenden vermissten und gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkrieges erweitert.

In anderen halbseitigen Exkursen beschreibt Autor Looft unter anderem das Reservelazarett im Bad Bramstedter Kurhaus, die Schulzeit in den Weltkriegen, Krankheiten wie die „Spanische Grippe“, das Thema Fahnenflucht und die Geschichte des Volkstrauertages.

Kirstein hat sich nach dem Tod von Uwe Looft um Druck und Veröffentlichung des Werkes gekümmert. Die Gemeinde finanzierte das Projekt und bekam dafür ein Buch, das für alteingesessene Lentföhrdener ebenso interessant sein dürfte wie für Neubürger, die bislang mit den vielen Namen auf dem unübersehbaren Gedenkstein im Ortskern nichts anzufangen wissen.

 

Oktober

 

Historie Rentner griff zu Pinsel und Farbe und bekam großen Ärger

Grabbe hat es zu bunt getrieben

Der 65-jährige Henstedt-Ulzburger hat die Wappen und Zahlen auf den Meilen- und Halbmeilensteinen angemalt - das Landesamt für Denkmalschutz findet das gar nicht lustig.

Von Frank Knittermeier  erschienen am 12. Oktober 2006 Hamburger Abendblatt

Wer die Meilensteine zwischen Altona und Kiel einst passierte, musste tief in die Tasche greifen: An jedem Stein kassierte der dänische Zoll Geld. Das war vor 160 Jahren. Diese Steine können heute immer noch teuer werden: Joachim Grabbe soll einige Tausend Euro zahlen, weil er ein Maler ohne Auftrag ist. Er hat die Wappen und Zahlen auf den Meilen- und Halbmeilensteinen farbig angemalt. Jetzt sind die Inschriften endlich zu lesen. Aber das Landesamt für Denkmalschutz findet die fröhliche Farbgebung gar nicht lustig: Der Henstedt-Ulzburger soll die Entfernung der Farbe bezahlen, zudem droht ihm ein Bußgeldverfahren.

Lentföhrdener Meilenstein im neuen Layout

Joachim Grabbe ist ein einfallsreicher Mensch. Der EDV-Berater im Ruhestand, ein direkter Nachfahre des Dichters Christian Dietrich Grabbe (1801-1836) und ein Verwandter des jüngst verstorbenen Ohnsorg-Schauspielers Ernst Grabbe, hat 15 Theaterstücke verlegt und diverse Bücher geschrieben. Der Einfallsreichtum machte auch vor den Meilensteinen nicht halt, die der dänische König von 1832 bis 1849 zwischen Hamburg und Lübeck sowie Altona und Kiel setzen ließ. Die nämlich stehen am Straßenrand und sind meist unansehnlich. Es sind bis zu 1,70 Meter hohe Gebilde, deren Inschriften bis vor kurzem weitgehend unleserlich waren - bis Joachim Grabbe auf den Plan trat.

Der 65 Jahre alte Henstedt-Ulzburger fragte bei der Straßenmeisterei Lübeck nach und erhielt die Auskunft, das da wohl mal etwas gemacht werden müsse. Grabbe machte: Er kaufte sich Acryl-Farbe, nahm einen feinen Malerpinsel und pinselte. In Richtung Lübeck reinigte und bemalte er 15 Meilen- und Halbmeilensteine an der B 432 (darunter drei in Norderstedt), der B 75 und der Landesstraße 75. Außerdem 24 Steine an der B 4. Das königlich-dänische Wappen malte er in roter Farbe nach, Buchstaben und Zahlen in blauer Farbe. Blau für Schleswig-Holstein, Rot für Dänemark. Für den Eimsbütteler Marktplatz fertigte er sogar einen neuen Stein an. "Viele Menschen blieben stehen und interessierten sich für die Arbeit", erinnert sich Joachim Grabbe. "Manchmal fuhr auch die Polizei vorbei, aber nie ist ein Polizist zu mir gekommen." Etwa zwei Wochen brauchte der Henstedt-Ulzburger, der auch eine Schauspielausbildung hat, für die Arbeit. Immer von 7 bis 18 Uhr war er mit Drahtbürste, Pinsel und Farbe unterwegs.

Die Stadt Neumünster kam ihm auf die Spur. Und Denkmalschutzbeauftragter Holger Meyer findet die Aktion gar nicht komisch. "Private Heimatforscher können doch keine Kulturdenkmäler verschönern." Von einer Strafanzeige will er absehen, aber seiner Ansicht nach muss Joachim Grabbe den Anstrich rückgängig machen. Er hat einen Kostenvoranschlag eingeholt: 200 Euro pro Stein. Das Landesamt für Denkmalschutz will die Einleitung eines Bußgeldverfahrens prüfen. "Vorstellbar sind fachgerecht aufgetragene Bemalungen in Schwarz und Gold", so Sprecher Heiko Schulze. "Aber nicht irgendeine Farbe aus dem Baumarkt."


Rund 2600 Euro für hungernde Kinder erlaufen                                                                                      ach  SZ 18.10

Not gibt es nicht nur in Ländern der Dritten Welt, sondern auch mitten in Deutschland. Besonders Kinder sind die Leidtragenden, wenn Mutter oder Vater arbeitslos werden und dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Kinder in Not zu unterstützen, war auch die Idee des Elternbeirates der Lentföhrdener Grundschule für einen Sponsorenlauf.
Der Erlös von 2600 Euro aus der Veranstaltung ging an den Kinderschutzbund in Bad Bramstedt. Mit dem Geld will er Kinder aus armen Familien im Zuge der Einführung der Offenen Ganztagsschule an der Haupt- und Realschule am Schäferberg täglich mit einer kostenlosen warmen Mahlzeit versorgen.
Rund 170 Jungen und Mädchen der Grundschule Lentföhrden starteten. Gespendet wurde das Geld für die am Lauf teilnehmenden Klassen von rund 50 Firmen aus Lentföhrden und der Umgebung.
Akquiriert wurde der Sponsorenpool von den Mitgliedern des Elternbeirats. Deren Vorsitzende Doris Schümann erläuterte: „Eltern sind mit ihren Kindern zu Firmen gegangen und haben das Projekt vorgestellt."
Über das Ergebnis freute sich auch Anja Schuppe vom Kinderschutzbund, der die Trägerschaft für den Mensabetrieb der Ganztagsschule übernommen hat. Unter den Schülern gibt es nach Frau Schuppes Aussage rund vierzig Kinder aus armen Familien. „Deren Eltern haben oft nicht einmal die 2,20 Euro, die eine warme Mahlzeit voraussichtlich kosten wird."

 


Labels für Less: Reduzierte Markenartikel für die ganze Familie                                           (bo) Umschau 18.10

Bei „Labels for Less", direkt an der Bundesstraße 4 gibt es hochwertige Textilien zu absoluten Schnäppchenpreisen. Markenartikel, wie beispielsweise von Tom Taylor, Escada Sport, Kenny S., Esprit oder Diesel Jeans sind kräftig reduziert. Selbst ausgefallene Jacken von „ralph gladen" oder Outdoor-Kleidung von „Jackets" gibt Inhaberin Beate Wundsam 10 bis 80 Prozent günstiger ab. Bei „Labels for Less" findet die ganze Familie ein neues Kleidungsstück. Soll es eine neue Winterjacke für den Herrn, eine modische Hose für die Dame und oder pfiffige Sweat-Shirts für die Kinder sein, „Labels for Less" hat es. Die Auswahl ist riesig. Im Angebot für Kinder sind unter anderem auch „Elefantenschuhe" und Bekleidung von „Pampe& na", „cakewalk" und „Tom Taylor". „Der Renner für die gesetzte Dame sind unsere „Zerres­Hosen" und für Damen und Her­ren die Winterwesten mit Echtfell", so Beate Wundsam, die im Laufe der Woche auch italienische Damen-Schuhmode herein bekommt. „Um das Angebot immer wieder zu aktualisieren, können gern noch weitere Einzelhändler mit ihren Restbeständen an Markenware zu uns stoßen, wenn sie für einen bestimmten Zeitraum mitmachen wollen", informierte die Unternehmerin. Labels für Less, Lentföhrden, an der B4.


Postfiliale jetzt mit 35‑Stunden-Woche ... und noch mehr Service dazu                                     (dri) Umschau 18.10

Lentföhrden  - Wenn das keine gute Nachricht ist: Die Postfiliale in der Kieler Straße 84 hat jetzt 35 Stunden in der Woche geöffnet. Sie präsentiert sich zudem in einem völlig neuem Outfit. Die Räume sind vollkommen renoviert worden, erstrahlen in einladend hellen Farben, zeigen Transparenz. Das ist bei weitem nicht das einzig Neue: Die Postkunden müssen sich zudem an ein neues Gesicht gewöhnen. Alicja Palasz (Foto) heißt die neue Filialleiterin, die bereits in den ersten Tagen nach der Übernahme der Postfiliale alle Hände voll zu tun hatte, die Wünsche der Postkunden zu erfüllen. Der Standort der Postfiliale ist nicht neu. So gesehen müssen sich die Kunden nicht neu orientieren. Neu ist jedoch das Konzept mit dem Alicja Palasz in die Selbstständigkeit startet. Neben dem bekannten Komplettservice einer Poststelle (außer Postbank) bietet die Henstedt-Ulzburgerin außerdem einen Quelle-Bestellservice an. Kunden können ihre Bestellungen aus dem Sortiment des Versandhauses direkt vor Ort abwickeln und die bestellte Ware nach Anlieferung dort auch abholen. Alicja Palasz wird außerdem noch in diesem Jahr ihr Serviceangebot ausweiten und ein kleines, aber kompaktes Schreibwarensortiment, das auch den Bedarf der Lentföhrdener Schulkinder abdecken soll, aufnehmen. Die Postfiliale/ Quelle-Bestellannahme direkt an der Bundesstraße 4 ist Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr sowie von 14.30 bis 18 Uhr geöffnet sowie am Samstag von 9.30 bis 12 Uhr.


Nordic-Walking für Senioren mit dem TSV Lentföhrden Umschau                                           (dk) Umschau 18.10

Der TSV Lentföhrden hatte eine Wander­ und Nordic-Walking-Stunde für Senioren angeboten, die mit 25 Teilnehmerinnen sehr gut angenommen worden war. Zu den Teilnehmerinnen gehörten auch neun Seniorinnen aus der Gymnastikgruppe von Gudrun Rad­loff. Das TSV-Vorstandsmitglied gehörte zusammen mit Petra Galjan und Edmont Jäger zu den Initiatoren der Walking-"Schnupperstunde" für Senioren. „Die meisten Vereine sind jugendorientiert", erklärte Frau Radloff. „Für Senioren wird da meist weniger getan - sie sind das Schlusslicht im Verein." Beim TSV Lentföhrden gebe es beispielsweise eine Senioren-Gymnastikgruppe von 22 Damen und Herren im Alter von 60 bis 80 Jahren, die nach Musik - auf einem Stuhl sitzend oder im Stehen - unterschiedliche Übungen machen. Dazu gehörten auch kleine Tänze sowie rhythmische Bewegungsabläufe, in die ein Gedächtnistraining mit einbezogen werde. Darüber hinaus würden zweimal jährlich mit dieser Gruppe Ausfahrten unternommen, die mit Spaziergängen und einem gemeinsamen Essen gekoppelt seien. Im TSV Lentföhrden gibt es bereits eine Nordic-Walking-Gruppe. Sie besteht seit fast zwei Jahren und wird von Trainer Edmont Jäger geleitet. Der ausgebildete Seniorentrainer für Bewohner in Altersheimen nahm auch die Teilnehmerinnen der Wander- und Walking­Schnupperstunde unter seine Fittiche, um sie auf anschauliche Weise in die notwendige Aufwärmtechnik vor dem Laufen einzuführen. Dabei erfuhren die Seniorinnen, dass das Nordic­Walking mit Stöcken vom Som­mertraining finnischer Skiläufer herrührt. Da der Schnupper-Kursus dem Spaß und nicht dem Wettbewerb dienen sollte, machten sich die Teilnehmerinnen vom Sportplatz aus ohne Hast auf die „Loipe", um nach einer guten dreiviertel Stunde an den Ausgangsort zurückzukehren. Anschließend stärkte man sich bei Kaffee und Kuchen im Vereinshaus. Da körperliche Bewegung in der Gemeinschaft insbe­sondere für ältere Menschen sehr wichtig ist, bietet der TSV Lentföhrden mit seinem Fachtrainer Edmont Jäger, genannt Eddi, einen Nordic-Walking-Kurs für ortsansässige und außerhalb der Gemeinde lebende Seniorinnen und Senioren an. Kursbeginn ist am Donnerstag, 2. November, um 10.45 Uhr vor der Sporthalle. Interessenten können sich in Verbindung setzen mit Gudrun Rad­loff, Telefon: 04192/5632 oder mit Petra Galjan, Telefon: 04192/5317 sowie mit Edmont Jäger, Telefon: 04106/74460. Foto: Bevor es losgeht zeigt Edmont Jäger, (links) den Walking-Teil­nehmern, hier Anita Knegendorf (Mitte), das fachgerechte Anlegen der Handschlaufe an den Stöcken.

 

September

 

Förderpreis für Handwerk ausgelobt                                                                                          SZ 26.9     rik

Lentföhrden - Leistung soll belohnt werden: Dieser Devise folgen die 40 Volksbanken und Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein mit der Vergabe des VR-Förderpreises Handwerk. Der Startschuss für die diesjährige Runde des mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Wettbewerbs wurde jetzt bei der Helmut C. Hartwig Feinwerktechnik in Lentföhrden (Kreis Segeberg) gegeben. Für die Entwicklung eines „mechanischen Gelenkarms für medizinische Therapie- und Diagnoseverfahren hatte der Vorjahreshauptpreisträger Helmut Christian Hartwig 5000 Euro erhalten. Schirmherr des Wettbewerbs ist Wirtschaftsminister Dietrich Austermann. Die Handwerkskammern Flensburg und Lübeck sind Kooperationspartner der Banken bei der Organisation des Förderpreises. Informationen gibt es im Internet unter www.vr-schleswig-holstein.de. Für die Bewerbung sollte dann Kontakt mit den Volks- und Raiffeisenbanken vor Ort oder den beiden Handwerkskammern aufgenommen
werden.

August

 

Eine Oase mitten im Dorf                                                                               eke     UMSCHAU 2. August 2006

Mitten im Dorf darf geplanscht, geschwommen, ins Wasser gesprungen und gesonnt werden. Das Wetter ließ keine Wünsche offen, als Bürger­meister Kurt Sander die Saison im Freibad eröffnete. Bei damals fast 19 Grad Wassertemperatur wagten die ersten Mutigen bereits den Sprung in die Fluten. So auch die kleine Monica Meier, die in Kaltenkirchen die 5. Klasse besucht. „Ich komme regelmäßig hierher, es ist toll hier!", strahlte die Elfjährige und schüttelte sich die Wassertropfen aus den langen Haaren.
Familie Gurr kümmert sich um alle und alles
Der Bürgermeister und seine Frau hatten es sich auf der teil­überdachten Terrasse mit 25 Sitzplätzen vor dem Kiosk bei Kaffee und Kuchen gemütlich gemacht.
Kathrin Gurr heißt die Perle, die seit 14 Jahren ehrenamtlich dafür sorgt, dass niemand das Bad mit knurrendem Magen verlassen muss. Pommes, Curry- und Schinkenwurst, Eis, Süßigkeiten, Erfrischungsgetränke und Kaffee gibt es bei ihr täglich von 14 bis 19 Uhr zu kaufen. Die 40-jährige Hausmeisterin ist vor allem Ansprechpartnerin für die Kinder, die mit allen kleinen und großen Anliegen zu ihr kommen. Ehe­mann Andre achtet darauf, dass niemandem beim Baden etwas passiert. Auch für das Rasen mähen, die Entnahme von Clorproben, die Säuberung des Beckens und das Beheben tech­nischer Defekte ist er zuständig. Der Rettungsschwimmer ver­bringt, genau wie seine Frau, fast seine gesamte Freizeit unentgeltlich hier. „Ich sehe das Ganze aber als Hobby an und tue es wirklich gern", schmunzelte der 41-jährige, der in Ellerau als Anlagenschlosser arbeitet. Unterstützung bekommt er von Gemeindearbeiter Michael Ludwig.
Badespaß bis zum September
Das hinter der Schule gelegen; circa. 2000 Quadratmetern große Freibad gibt es seit 35 Jahren. Bis zu 200 Besucher dieser Oase im Dorf werden an besonders schönen Sommertagen gezählt. Neben dem 25 Meter großen Schwimmbecken mit Sprung­brett und dem Planschbecken, die von einer wunderschönen, gepflegten Liegewiese, die vor Eröffnung der Saison erweitert wurde, umgeben sind, gibt es auch die Möglichkeit, den Sport­platz und die Wiese der Schule zu nutzen. Das Schwallwasser des Beckens wird gefiltert, fließt in einen extra Tank und dann wieder ins Becken zurück. Die Wasserqualität wird natürlich regelmäßig überprüft. Über eine automatische Dosiereinrichtung wird so viel Chlor, wie notwendig, dem Wasser zugefügt. Es gibt je drei Umkleidekabinen für Damen und Herren. Badespielzeug kann ausgeliehen werden. Der Eintritt ist frei! Spenden sind immer will­kommen. So stehen der Gemein­de mehr Mittel zur Verfügung, das Bad instand zu halten.
Wer nach 19 Uhr noch seine Bahnen ziehen möchte, kann sich beim Bürgermeister einen Schlüssel abholen. In diesem Fall wird um eine Spende für das Bad gebeten. Das Freibad hat - je nach Wetterlage - bis in den September hinein geöffnet.
 

Juli

 

"Tschüß, Frau Marlies!"                                                                            (tc) Donnerstag Anzeiger 19.6

Dieser Abschied fiel allen Beteiligten schwer: Nach 25 Jahren gab Marlies Jungjohann das Kinderturnen im TSV Lentföhrden vor den Sommerferien auf. »Man soll gehen, wenn es am schönsten ist«, sagt Frau Marlies, wie sie genannt wird.
Leicht gefallen ist ihr diese Entscheidung nicht, aber sie meint, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sei. Über 50 Kinder hat sie jeden Dienstagnachmittag in der Turnhalle betreut – in 25 Jahren hat sie mehr als 600 verschiedene Kinder an den Sport herangeführt. Die Kinder von damals sind erwachsen geworden und habe in den letzten Jahren ihre eigenen Kinder zu Frau Marlies gebracht. Ein Jahr nachdem sie das Kinderturnen 1981 übernommen hatte, hat sie das Mutter-Kind-Turnen eingeführt. Die »bewegliche Kinderwelt« war ihre Idee, jede Woche haben die Sportparcours anders ausgesehen, immer ist dabei auf die Wünsche der Kinder eingegangen.
»Frau Marlies ist immer dagewesen, selbst wenn sie sich mal nicht gut gefühlt hat, die Kinder standen immer an erster Stelle. Wir sind ihr sehr dankbar und lassen sie nur schweren Herzens gehen«, sagt Gudrun Radloff, die erste Vorsitzende des TSV. Einfühlsam und mit großer Zuwendung sei sie auf die Kinder zugegangen, hat auch mal getröstet, wenn es nötig war. Für ihr großes Engagement wurde die 51-Jährige in diesem Jahr zur Sportlerin des Jahres gewählt.
Nach den Sommerferien übernimmt eine Mutter das Mutter-Kind-Turnen, für das Kinderturnen ist noch keine Nachfolgerin gefunden. Eine Lizenz sei keine Voraussetzung, so Radloff, könne aber unter Kostenübernahme vom TSV gemacht werden. Wer Interesse hat, das Kinderturnen zu übernehmen, kann sich bei Gudrun Radloff unter 04192 / 56 32 melden.


Gemeinden wollen keine "Nützen-Beule"

Streit: Bürgermeister lehnen die Trasse des Landes für die A 20 Richtung Westen ab. Sie haben einen Vorschlag gemacht, der weniger Geld kostet als die jetzige Lösung. Außerdem würden die Menschen und die Umwelt weniger belastet.

von Helge Buttkereit, Hamburger Abendblatt vom 11. Juli 2006

Einen Namen haben sie der A 20-Trasse in ihrem Gebiet schon gegeben: "Nützen-Beule". Wenn die neue Autobahn durch den Kreis Segeberg in der geplanten Form gebaut wird, dann macht sie einen Schlenker in Richtung Nützen. Das wollen die Gemeinden Lentföhrden und Nützen nicht hinnehmen.
"Wir wissen, daß wir die Autobahn nicht verhindern können, auch wenn wir das nach wie vor gerne tun würden", sagt Lentföhrdens Bürgermeister Kurt Sander (CDU). Da die neue Verbindung in jedem Fall kommen werde, müsse nun geschaut werden, wie die Autobahn so wenig Menschen wie möglich schade. Deswegen haben sich beide Gemeinden die Pläne vorgenommen und eine Änderung vorgeschlagen.
"Mit unserem Vorschlag werden die Menschen und unsere finanziellen Ressourcen geschont", sagt Lentföhrdens CDU-Fraktionschef Kurt Thormählen. Er rechnet vor, daß bei der geplanten "Nützen-Beule" wesentlich mehr Brücken gebaut werden müßten als bei seinem Vorschlag. Und der sieht vor: Die Trasse führt von der A 7 aus gerade zwischen Bad Bramstedt und Lentföhrden hindurch. "Hier ist auch der Baugrund besser", sagt Thormählen. Das Problem: Diese Variante entlang der Kreisstraße 81 zwischen Schmalfeld und Lentföhrden führt durch ein laut Naturschutzgesetz besonders schützenswertes Biotop.
"Hier müßte man nicht einmal einen Baum fällen", sagt Nützens Bürgermeister Klaus Brakel (Allgemeine Wählergemeinschaft), als er auf das Gelände schaut, das dem Autobahnbau entgegensteht. Zumindest auf den ersten Blick ist vom Parklatz des Modellflugplatzes Kaltenkirchen aus in Richtung Autobahn 7 kein Grund zu erkennen, der die Fläche zu einem besonders schützenswerten Gebiet machen würde.
Würde wie geplant weiter südlich gebaut, verliefe die Autobahn durch das Tal der Ohlau. Das ist, so Sander, schützenswerter als die brach liegende Fläche an der A 7. Warum das Tal durchschnitten werden muß, kann Sander nicht verstehen. Außerdem wäre die A 20 nach jetziger Planung länger als beim Vorschlag der beiden Gemeinden. "Wenn 50 Jahre lang die Autos 400 Meter mehr fahren, schadet das der Umwelt", sagt Brakel. Auch dieser Aspekt müsse neben den höheren Baukosten und dem größeren Schaden für die Menschen berücksichtigt werden.
"Die Trasse ist von Ökologen, Biologen und Landschaftspflegern geprüft worden", sagt Thies Kohlsaat, stellvertretender Leiter der Projektgruppe A 20 West vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein. Er hatte die Aufgabe, den beiden Gemeinden den aktuellen Stand der Planung vorzustellen. Auf deren Vorschläge konnte er nicht eingehen. Entscheidungen würden auf höherer Ebene getroffen.
"Wir werden uns direkt an den Minister wenden müssen", sagt der Lentföhrdener Sven Stimac. Daß die Beamten auf den Minister verwiesen, sei verständlich, nicht aber, daß dieser sich hinter der Verwaltung verstecke. Ob allerdings die Nützenbeule noch ausgebeult werden kann, ist unklar. In Kürze wird ein Rechtsanwalt von den betroffenen Gemeinden beauftragt, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen.
 

Juni

 

Keine Langeweile im Urlaub

KoLa bietet Ferienprogramm                                                                                                                ach Nordexpress 28.8

Die Ferienzeit naht und nicht jeder will oder kann verreisen. „Macht nichts. Auch wer zu Hause bleibt, kann sich prächtig amüsieren", behauptet Karin Kürschner, Vorstandsmitglied des Vereins Kontra Langeweile (KoLa). Sie und ihre Mitstreiterinnen haben das Programm für den Ferienpass erarbeitet. Er liegt bereits in der Schule, dem Kindergarten, der Raiffeisenbank-Filiale sowie beim Edeka-Markt Kröger aus.

.. Freuen dürfen sich die Daheimgebliebenen unter anderem auf eine Busfahrt in den Serengeti-Park Hodenhagen. Die Exkursion ins „Reich der wildem Tiere" ist für Dienstag, 1. August, geplant. Einen im wahrsten Sinne des Wortes Leckerbissen im Programm gibt es am Dienstag, 18. Juli. „Im Ferienhof Müller bieten wir einen Kochkursus für Kinder von sechs bis acht Jahren an. Gemacht wird, was gut schmeckt und gesund ist", wirbt KoLa-Vorsitzende Sonja Böge haben das Ferienprogramm für KoLa organisiert.
ende Sonja Boege.

Insgesamt 13 Arrangements - darunter Tagesausflüge ins Miniatur-Wunderland Hamburg (10. August) und eine Übernachtung im Heuhotel (29./30. Juli) - hat der Kola-Vorstand organisiert. Mitglieder erhalten bei Anmeldung Preisnachlässe.
Wer sich für eine Mitgliedschaft im Verein interessiert, kann sich unter e 04192/897104 an Karin Kürschner wenden. Der Jahresbeitrag für die gesamte Familie beträgt 12 Euro. Im Verein „Kontra Langeweile" sind 142 Familien organisiert.


Mit der Kutsche durch das Dorf                                                                                                   PS  NordExpress 28.6

Per Pferdekutsche ging es kürzlich durchs Dorf, als die Bewertungskommission für den Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" sich einen Einblick in das Dorfleben und die zukünftige Entwicklung der Gemeinde verschaffte.
Die Route führte von der Feuerwehr über den Dorfkern und von dort aus zu Sportplatz und Schule. Die Laufbahn, das neu angelegte Fußballfeld, Tennisplatz, Freibad und Skaterbahn wurden besichtigt. „Charlys Koppel", LSE-Projekt „Platz der Generationen" und der Möller-Hof waren weitere Stationen. Der erfolgreiche Ansatz zur Umwandlung eines Bauernhofes in einen BioHof mit Hotel- und Seminarbetrieb wurden hier vorgestellt. Historische Traktoren waren bei Hans Rickert zu sehen. Dass Reitsport groß geschrieben wird, davon konnten sich die Kommissionsmitglieder auf den Reiterhöfen Ressler und Schröder überzeugen. Bei PMS bikes gab es den in Privatinitiative geschaffenen Mountainbike Parcours anzuschauen. Naturschutz wird groß geschrieben, wie das Engagement von Horst Kröger zeigt. Er hat ein privates Biotop geschaffen. Das wachsende Pflegeheim „Waldburg", der Angelverein und das Projekt „Leben im Alter auf dem Lande" in der Schulstraße bildeten den Abschluss der Rundfahrt.
Anschließend stellte Bürgermeister Kurt Sander im Kultur- und Jugendzentrum die Dorfgeschichte sowie die aktuellen B-Pläne und den F-Plan vor. Die Kleinen vom Kindergarten udc die Tanzgruppe des Senioren-Clubs konnten die Gäste mit Gesang und Tanz davon überzeugen, wie wohl sie sich in ihrer Gemeinde fühlen. Kommissionsvorsitzender Hans-Peter Sager bedankte sich für die Präsentation und sprach von : „... leuchtenden Augen bei den Gästen ob der Vielfalt des Gezeigten."
Das Dank seiner reizvollen Umgebung und guter Verkehrsanbindungen durch Straße, Bahn und Bus bereits fast 2.300 Einwohner zählende, bäuerlich geprägte Dorf verfügt natürlich auch über Geschäfte für den täglichen Bedarf, Post, Bank und Handwerksbetriebe. Im Rahmen des Kreiswettbewerbes wurden zwei Projekte entwickelt: Die Breitbandversorgung (DSL) und ein Fremdsprachenangebot für Kinder im Kindergartenalter. Drei -bis Siebenjährige sollen zukünftig die Möglichkeit haben, vor Ort die englische Sprache zu erlernen


Gewerbeverein aufgelöst, aber Messe möglich                                                               SZ 22.6 von Alexander Christ, Fotos ach

Nach sechs Jahren zog der Vorstand die Konsequenz aus zu wenig Engagement der meisten Mitglieder

Ein stiller Abschied: Vier Vorstandsmitglieder des örtlichen Gewerbevereins trafen sich am Montagabend zur letzten Jahreshauptversammlung. Einziger Tagesordnungspunkt war das Ende der 1998 von 14 selbstständigen Gewerbetreibenden gegründeten Unternehmer-Interessenvereinigung.

Einstimmig votierten die vier Vorstandsmitglieder des Lentföhrdener Gewerbevereins, (v.l.) Hans Möller, Jens Knäbe, Hans-Werner Hülsen und Harald Dötze bei der letzten Jahreshauptversammlung für die Auflösung der Unternehmer-Interessengemeinschaft. Der Verein hatte unter anderem Broschüren (kleines Foto) wie ein Verzeichnis der Lentföhrdener Gewerbetreibenden drucken lassen.

Vereinsvorsitzender Jens Knäbe beantragte bei dem Treffen auf dem Ferienhof Möller die Auflösung. Knäbe selbst, sein Stellvertreter Hans Möller, Kassenwart Hans-Werner Hülsen und Schriftwart Harald Dötze stimmten dafür. „Es haben sich zu wenig Leute engagiert. Bei der Organisation von Veranstaltungen und Projekten hat sich niemand außer den Vorstandsmitgliedern eingebracht", erklärte Jens Knäbe. Auch bei der letzten Zusammenkunft blieb das Vorstandsteam unter sich.

In der rund 2 300 Einwohner zählenden Gemeinde Lentföhrden gibt es rund 70 Gewerbebetriebe, von denen zuletzt 32 im Gewerbeverein organisiert waren. Mit viel Idealismus hatte sich der Vorstand für seine Mitglieder eingesetzt. „Es wurden zahlreiche Informationsabende organisiert. Dozenten referierten über Themen, die für mittelständische Unternehmer interessant sind. Hierzu gehörten unter anderem Vorträge über die Entwicklung der Wirtschaft in der Region oder über das Steuerrecht für Selbstständige", erläuterte Schriftführer Harald Dötze. Bis zu acht Mal im Jahr traf sich das Vorstandsteam, um über neue Vereinsgeschichte waren die beiden Gewerbemessen für Unternehmen aus Lentföhrden in 1998 und 2002. Mehr als 20 Firmen beteiligten sich an der Leistungsschau örtlicher Betriebe. Derartige Präsentationen sollen - trotz Auflösung des Vereins - auch künftig stattfinden. „Die nächste Gewerbeschau ist für 2007 geplant. Interessenten können sich in einer Aussteller-Gemeinschaft organisieren. Ich stehe als Ansprechpartner gerne zur Verfügung", erklärte Ex-Schriftwart Harald Dötze 04192/1855).

Eingesetzt hatte sich der Vorstand auch stets für die Erweiterung des Gewerbegebietes an der Norderstraße. „Nicht zuletzt unserer Initiative ist es zu verdanken, dass der zweite Bauabschnitt im Gewerbegebiet in der Norderstraße realisiert wurde, betont der stellvertretende Vorsitzende Hans Möller. Dort wurden Anfang des Jahrzehnts sechs neue Gewerbegrundstücke erschlossen, von denen bisher vier verkauft werden konnten. Und auch bei Gestaltung des dörflichen Miteinanders wirkte die Vorstandsriege kräftig mit. „Wir haben 1999 erstmals ein Osterfeuer organisiert. Das wurde von den Lentföhrdenern gut angenommen und ,hat sich inzwischen im Veranstaltungskalender fest etabliert. Sei drei Jahren kümmert sich der TSV Lentföhrden um die Durchführung.

Als in Lentföhrden die Post-Annahmestelle im Edeka Markt Kröger an der Kieler Straße geschlossen wurde, organisierte der Gewerbeverein aktiv eine Unterschriftenaktion. Fragebögen wurden auch vor zwei Jahren an rund 800 Haushalte verteilt, von denen 167 ausgefüllt wieder beim Absender landeten. „Wir wollten unter anderem wissen, wie zufrieden die Bürger mit den vorhandenen Einrichtungen der Gemeinde wie Schwimmbad, Kindergarten und dem Angebot an Gewerbetrieben sind und was verbessert werden kann. Die Auswertungen unserer Umfrage haben wir der Gemeinde zur Verfügung gestellt", sagte Möller. Der Verein habe sich stets als überparteilich verstanden, betonte Kassenwart Hans-Werner Hülsen. Auch in der A-20-Diskussion bezog der Vorstand klare Stellung: Schon lange vor der genauen Trassenbestimmung hat sich der Vorstand für eine Autobahnauf- und Abfahrt bei Lentföhrden ausgesprochen.

Der Vorstand des Gewerbevereins hatte seine Mitglieder bereits im Februar zu einer -Jahreshauptversammlung eingeladen, um den Verein aufzulösen. Da jedoch mehr als zwei Drittel der Mitglieder nicht anwesend waren, akzeptierte das für das Vereinsregister zuständige Amtsgericht in Kiel den damaligen Auflösungsbeschluss aus formalen Gründen nicht. Bei der jüngsten Zusammenkunft hätte bereits die Anwesenheit eines Vorstandsmitgliedes für eine korrekte Abwicklung gereicht.

Mai

 

Bürgerbrief der Gemeinde Lentföhrden                                                                                                         8. Mai 2006

Liebe Lentföhrdenerinnen, liebe Lentföhrdener,

für die Bewältigung einiger Aufgaben benötige ich Ihre Mithilfe.

Unser Freibad wollen wir durch Eigenleistung am 26. und 27.5. für die Badesaison 2006 herrichten. Ich bitte um rege Beteiligung. Fernmündliche Anmeldungen bitte bei mir unter der Rufnummer 4946. Werkzeuge – Harke und Spaten – sind, wenn möglich, mitzubringen. Nach Abschluss der Arbeiten wollen wir mit Grillwurst und Bier die 2 Tage ausklingen lassen.

Für die Badeaufsicht wird auch noch Personal gesucht. Hierzu melden sich bitte geeignete Bewerber/innen bei Familie Gurr.

Am 21.6. in der Zeit von 14 bis 16 Uhr findet die Bereisung unseres Dorfes durch die Kommission „Unser Dorf hat Zukunft" statt. Es werden an diesem Tage einige Veranstaltungen stattfinden, zu denen alle recht herzlich eingeladen sind.

Ab dem 30.6. bis zum 1.7. findet das 15. Internationale Musikfest in Bad Bramstedt statt. Hierfür werden noch Gastfamilien gesucht. In unserer Gemeinde sollen 15 Personen untergebracht werden. Wer Gäste aufnehmen möchte, melde sich bitte bei mir unter Telefon 04192/4946. Hierfür schon einmal im Voraus meinen herzlichen Dank.

Der Wertstoffsammelplatz ist kein Müllplatz! Ich möchte alle bitten, darauf zu achten. Scheuen Sie sich nicht, jemanden anzusprechen oder uns diejenigen Personen zu melden, die das nicht einhalten.

Leider wissen einige Personen nicht wohin mit ihrer Kraft und meinen, sich an Allgemeingut austoben zu müssen; Vandalismusschäden häufen sich. In den letzten Wochen sind Schäden von insgesamt 3.000,-- € entstanden. Angaben, die zur Ergreifung der Täter führen, werden mit 300,-€ belohnt.

Ob illegale Müllentsorgung oder Vandalismusschäden: Die anfallenden Kosten tragen die Bürger/innen über die von ihnen gezahlten Steuern. Dieses Geld geht an anderer Stelle verloren. Daher bitte ich Sie noch einmal, achten Sie darauf, dass unsere Gemeinde sauber und von Vandalismus frei bleibt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Kurt Sander, Bürgermeister

April

 

Margot Timmermann seit 60 Jahren aktiv im TSV - Lentföhrden                                                sz 20.4

1945 wurde sie durch die Flucht nach Lentföhrden verschlagen und als junges Mädchen begann sie 1946 ihre Vereinskarriere im Dorf: Die Rede ist von Margot Timmermann, die jetzt 60 Jahre aktives Mitglied im TSV - Lentföhrden ist. Sie wurde auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Sportlerraum der Sporthalle gebührend geehrt.

Mit Barrenturnen bei „Burmeister" (Bahnhofswirtschaft, später Tannenhof) fing alles an. Bei schönem Wetter ging es damals raus auf den Bahnhofsvorplatz. Dort wurde dann Faustball, und zwar gemischt gespielt. Da Material nach dem Kriege knapp war und die Sportler erfinderisch waren, banden sie ein altes Band zu einer Schnur zusammen und fertig war das Netz. In der Folge spielte Margot Timmermann liebend gern Feldhandball. „Gespielt wurde auf der freien Fläche im Otterbraack, wo sich heute die Siedlung befindet", informierte Ulrich „Ulli" Krause, der die Laudatio auf die allseits geschätzte Sportlerin hielt. Beim Handballspiel lernte die Jubilarin auch ihren Mann Arnold kennen. Volleyball und Leichtathletik kamen hinzu und bis heute absolvierte Margot Timmermann mehr als 25 Mal das Sportabzeichen: „Eine hervorragende Leistung!" so der zweite Vorsitzende des TSV. Ihre weitere sportliche Karriere setzte sie dann 1979 mit der Übernahme der Gymnastik-Gruppe fort, die sie gut 20 Jahre leitete. Vor sechs Jahren machte Margot Timmermann mit dem aktiven Sport Schluss und die heutige erste Vorsitzende Gudrun Radloff wurde ihre Nachfolgerin.

Aber die Geehrte war nicht nur sportlich aktiv, sondern hat sich auch in die Vorstandsarbeit des Vereins eingebracht. 1979 über­nahm sie das Amt der Schriftfüh­rerin und 1982 das der Kassenwärtin. Margot Timmermann erhielt 1988 die Goldene Vereinsnadel überreicht und vier Jahre später ernannten sie die Mitglieder zum Ehrenmitglied. Die so Geehrte erhielt vom Verein einen Buch-Gutschein, eine Dankesurkunde des Vereins und einen frühlingshaften Blumenstrauß überreicht.

Januar

 

WGL startete als neue politische Kraft in Lentföhrden                                                          SZ 29.1 gmg

17 Männer und Frauen, von denen die meisten dem Ende vorigen Jahres auf gelösten FDP-Ortsverband an gehört hatten, gründeten die Wählergemeinschaft (WGL). Neben CDU und SPD soll die WGL dritte kommunalpolitische Kraft in dem rund 2300 Einwohner zählenden Dorf werden. Die Voraussetzungen dafür sind gut. Denn ohne bisherige Teilnahme an einer Kommunalwahl übernimmt die neue WGL drei Mandate in der 17-köpfigen Gemeindevertretung: Die ehemalige FDP- Fraktion mit Jürgen Götsch, Christine Rehder und Bernd Mohr wird in gleicher Zusammensetzung zur WGL - Fraktion. Die CDU hat bislang acht Mandate, die SPD verfügt über sechs Sitze.
In der WGL - Gründungsversammlung wurde der wegen einer Dienstreise abwesende Bernd Mohr zum Vorsitzenden gewählt. Der ehemalige FDP Ortsverbandsvorsitzende hatte vorher seine Einwilligung zur Obernahme des Amts gegeben; Alexander Brusowski wurde zu seinem Stellvertreter gewählt. Uwe Matzat übernahm das Amt des Kassenwartes, Christine Rehder wurde Schriftführerin. Fest steht bereits, dass die WGL zur nächsten Kommunalwahl im Frühjahr 2008 antreten möchte. Der WGL beitreten kann jeder Einwohner, der keiner Partei angehört und mindestens 16 Jahre alt ist.          


Feuerwehr - Keine Nachwuchssorgen                                                                                                        gmg  SZ 22.1.

Die Freiwillige Feuerwehr Lentföhrden hat keine Nachwuchssorgen. Während der Jahreshauptversammlung im Jugend- und Kulturzentrum wurden wieder sechs Anwärter verpflichtet, die nunmehr endgültig in den Kameradenkreis aufgenommen wurden. Die Wehr hat damit 45 Aktive. Dazu kommen 15 Mitglieder der Ehrenabteilung und 220 Förderer, erklärte Wehrführer Hans Möller bei der Zusammenkunft.
16 Einsätze wurden im vergangenen Jahr registriert, wobei bei zwei Großbränden in Nützen Nachbarschaftshilfe geleistet wurde - einmal beim Feuer in der Firma Brockmann, zum anderen im Unternehmen Teerbau. Es gab auch zwei Fehlalarme.
Wehrführer Hans Möller gab auch einen ausführlichen Bericht über die zahleichen Übungs- und Schulungsmaßnahmen, sowie über die Festlichkeiten und kameradschaftlichen Zusammenkünfte, die dazu beitragen, den Zusammenhalt zu fördern.
Georg Schättiger wurde während der Versammlung zum Brandmeister befördert, Daniel Wulf zum Oberfeuerwehrmann, Steffen Decker,
Ronald Djukic und Michael Ludwig zu Hauptfeuerwehrmännern. Jan Schroedter erhielt die Ehrenspange für seine zehnjährige Zugehörigkeit zur Wehr.
Bürgermeister Kurt Sander und Wehrführer Möller freuten sich über die Verpflichtung der Anwärter Mary Doreen Michael, Jan Bergemann, Jörg Lund, Patrick Matzat, Heiko Nawarra und Ron Vollriehe.
Klaus Böhlke, der als Sicherheitsbeauftragter eigentlich ausscheiden wollte, stellte sich der Aufgabe für weitere zwei Jahre und wurde einstimmig wieder gewählt.


3. Teil der Chronik Lentföhrden 

Die Kampener Mühle - Die Fliegerbaracke und der Schweinestall                                                               admin nk 23.1

Und wieder entführen uns die Autoren Uwe Looft und Manfred Mißfeldt in die fast vergessene Vergangenheit. Mit Akribie und Hartnäckigkeit wurden Quellen erforscht und auf anschauliche Weise in die Gegenwart geholt.
Aus dem Vorwort:
……..Ein Thema wie die Kampener Mühle mag auf den ersten Blick verwundern.
Was hat sie mit unserem Ort zu tun? Nun, mehr als sich vermuten lässt. Nebenbei ergibt sich daraus auch ein Stück Kirchengeschichte vergangener Jahre. Das gesamte Kirchspiel Kaltenkirchen musste hier mahlen lassen, dabei hatte unser Dorf noch Glück, der Weg war kurz. Andere, beispielsweise die Henstedter oder Struvenhüttener, hatten es da weit beschwerlicher. 
Auch werden hier erstmals, wenn auch nur am Rande, frühere Kriegsereignisse und -folgen erwähnt.
Dieses Thema ist ein gutes Beispiel dafür, wie weit sich unsere Ortsgeschichte mit anderen Dörfern oder Orten verzahnt. Isoliert, das gab und gibt es nicht. Immerhin tauchen wir hier in 700 Jahre Geschichte ein….....
…..Das Thema Fliegerbaracke bringt uns zurück zum Kriegsende: 
Flucht und Vertreibung, Nöte der Dorfbewohner und natürlich der Flüchtlinge. Sie verloren alles, häufig genug auch  Angehörige. Der vorliegende Text kann nur beispielhaft für dieses Thema stehen. Die Fliegerbaracke und der Schweinestall, der auch ursprünglich wirklich einer war, waren weitere markante Gebäude..... 

 

 


Siedlergemeinschaft Lentföhrden ist die einzige mit Zuwachs                                                                         SZ tö 14. Januar 2006

Die Siedlergemeinschaft Lentföhrden kann in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken. Mit ihren 69 Mitgliedern ist sie gegenwärtig die zweitgrößte Siedlergemeinschaft im Kreisverband Segeberg und die einzige, deren Mitgliederzahl im vergangenen Jahr weiter zugenommen hat.
Für das laufende Jahr sind wieder vier Spieleabende plant, die den Teilnehmern viel Vergnügen und außerdem recht ansehnliche Gewinne garantieren. Angeboten werden neben Skat noch 66 sowie „Mensch ärgere dich nicht“. Traditionell gehören zum Jahresprogramm auch eine Fahrradtour sowie das Erntefest und die Silvesterfeier.
Die Siedlergemeinschaft will sich zukünftig auch verstärkt um die Jugendlichen im Dorf bemühen, betonte Vorsitzender und Bürgermeister Kurt San der bei der Jahresversammlung. Großes Lob wurde den Mitgliedern im Festausschuss zuteil. Ihnen sei es zu verdanken, dass auch im vergangenen Jahr sämtliche Veranstaltungen erfolgreich verlaufen seien. Geehrt wurden deshalb Renate und Horst Pollick, Inge und Rolf Kryza, Christa und Dirk Lüdtke, Ursel Sander, Traute Henning, Rita Bradtke, Marlene Linke, Magrit Bonnhoff, Rudolf Schroedter und Günter Scholtz.
Die Finanzen der Siedlergemeinschaft sind nach Aussagen ihres Kassenwarts Walter Linke „trotz der relativ hohen Abgaben an den Landesverband“ weiterhin erfreulich stabil. Bei der Kassenprüfung gab es keine Beanstandungen, so dass der Vorstand von der Versammlung einstimmig entlastet werden konnte.
Harmonisch verliefen auch die anstehenden Wahlen. In ihren Ehrenämtern bestätigt wurden sowohl Kurt Sander als Vorsitzender als auch Linke als Kassenwart.


Lentföhrden bekommt Geld zur Sanierung der Kiesgrube                      Hamburger Abendblatt  abm  5. Januar 2006

Der schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Christian von Boetticher sorgt für einen kleinen Geldregen. 600 000 Euro für die Beseitigung von Umweltschäden werden im Land verteilt. "Dies hat nach wie vor eine hohe Priorität in der Umweltpolitik", sagte der Minister. Der Kreis Segeberg ist unter den Empfängern des Geldes. 53 766 Euro wurden für die Entsorgung von Altlasten in einer Lentföhrdener Kiesgrube bewilligt.
Die unteren Bodenschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte haben die Aufgabe, Standorte zu erfassen und zu erkunden, von denen wegen ihrer früheren gewerblichen und industriellen Nutzung eine Gefährdung ausgehen könnte. Für notwendige Sanierungen sind in erster Linie die Verursacher dieser Schäden, aber auch Grundstückseigentümer zuständig. Häufig lassen sich derartige Verantwortlichkeiten aber nicht mehr genau feststellen, so daß auch die zuständige Behörde in die Sanierung eintreten muß. In Lentföhrden vergrub eine Kiesbaufirma vor Jahren Fässer mit Reinigungschemikalien in einem Baggersee. Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe treten seither aus. Seit 1997 wird in Lentföhrden bereits das Grundwasser gereinigt. Doch das Sanierungsziel wurde noch nicht erreicht. Zusätzlich soll nun ein innovatives Verfahren zur biologischen Reinigung eingesetzt werden. Dafür sind die 53 766 Euro bestimmt.
Weitere Empfänger von Geld sind die Städte Kiel und Lübeck sowie der Kreis Herzogtum Lauenburg. Auch im kommenden Jahr sollen Sanierungsmaßnahmen finanziell unterstützt werden. Von Boetticher: "Die Untersuchung der rund 17 500 altlastverdächtigen Flächen in Schleswig-Holstein wird zukünftig gefördert. Wir wollen, daß diese Flächen zügig wieder in den Wirtschaftskreislauf gelangen und der Ansiedlung von Gewerbe und der Schaffung von Wohnraum zur Verfügung stehen."


Zwischen Norderstedt und Kaltenkirchen gilt Fahrverbot

                                                              Hamburger Abendblatt von Andreas Burgmayer,  erschienen am 4. Januar 2006

Verkehr: Neues Konzept gegen Maut-Flüchtlinge. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dietrich Austermann will dafür sorgen, daß es keine Alternative mehr zur Autobahn 7 für Brummi-Fahrer gibt. 
Für die "Maut-Flüchtlinge" im Kreis Segeberg soll es keine Alternativen mehr zur A 7 geben. Dafür sorgt ein Konzept, daß Verkehrsminister Dietrich Austermann vorgelegt hat. Landesweit werden die Schlupflöcher für den Schwerlastverkehr gestopft: entweder mit der Erhebung von Maut auf den Nebenstraßen entlang der Autobahnen des Landes (wie auf der Bundesstraße 4 von Bad Bramstedt nach Hamburg) oder durch die komplette Sperrung für mautpflichtige Brummis wie auf den Landesstraßen 320, 326 und 284 (Schleswig-Holstein-Straße) zwischen Kaltenkirchen und Norderstedt.
Austermanns Konzept soll knapp ein Jahr nach Einführung der Autobahn-Maut für Lastwagen das teilweise extrem gestiegene Verkehrsaufkommen auf den Bundes- und Landesstraßen eindämmen. Die Verkehrszählungen des Ministeriums haben ergeben, daß besonders die Orte an den Parallel-Strecken zur A 7 stark betroffen sind. Darunter auch die Landesstraße zwischen Kaltenkirchen über Henstedt-Ulzburg nach Norderstedt. "Die Sperrung für den Lastwagen-Durchgangsverkehr ist eine alte Forderung des schleswig-holsteinischen Gemeindetages", sagt Volker Dornquast, Bürgermeister von Henstedt-Ulzburg. Bisher sei die Sperrung an der fehlenden gesetzlichen Grundlage gescheitert. Dornquast: "Es gab schlichtweg kein Schild für diese Art der Sperrung." Nun gibt es dieses Schild: Es besteht aus drei Einzelschildern, zeigt einen rotumrandeten Lastwagen, dazu die Hinweise "Durchgangsverkehr" und "ab 12 Tonnen". Genaue Zahlen, wieviele "Mautflüchtinge" täglich zwischen Kaltenkirchen und Norderstedt unterwegs sind, gibt es nicht. "Aber die riesigen Lastwagen mit ausländischen Kennzeichen wird man demnächst nicht mehr durch Henstedt-Ulzburg rollen sehen", sagt Dornquast. Das wird aber auch von der Kontrolle des Durchfahrtverbotes und von der Einsicht der Lastwagenfahrer und deren Auftraggebern abhängen. Der Anliegerverkehr und der regionale Wirtschaftsverkehr sollen von der Sperrung auf jeden Fall nicht betroffen sein, so das Wirtschaftsministerium.
Wegen der großen Aufwandes, der mit der Kontrolle der Sperrung für auswärtige Lastkraftwagen verbunden wäre, ist Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach froh, daß sich Bund und Land bei der Bundesstraße 4 für die Maut entschieden haben. Wie viele Mautbrücken es geben wird und wo diese stehen werden, weiß er noch nicht. Kütbach geht allerdings davon aus, daß entlang der B 4 mindestens zwei Stationen errichtet werden: "Eine im Bereich Quickborn und eine zweite zwischen Lentföhrden und dem Kreisel im Süden von Bad Bramstedt."


Freibad bleibt weiter kostenlos                                                                                                                        ach  SZ 4.1.

Badevergnügen kostet die Gemeinde Lentföhrden 16000 Euro im Jahr

Das sommerliches Badevergnügen im gemeindeeigenen Freibad wird auch weiterhin kostenlos bleiben. Das lässt sich Lentföhrden auch künftig einen fünfstelligen Betrag kosten. 16000 Euro wurden dafür in den Haushalt für dieses Jahr von den Gemeindevertretern eingestellt.
Eine gute Nachricht hat Bürgermeister Kurt Sander (CDU) auch für die Jugend der 2300-Einwohner-Gemeinde:
Die Gemeindevertretung beschloss während ihrer jüngsten Sitzung, die Jugendarbeit mit insgesamt 5 000 Euro zu unterstützen. 3000 Euro Zuschuss gibt es für den Jugendtreff im Jugend- und Kulturzentrum, und 2 000 Euro erhält der Verein Kontra Langeweile (Kola), der sich ebenfalls um die Betreuung der Jugendlichen kümmert.
Auch an die Sportler haben die Kommunalpolitiker bei der Verabschiedung des Hauhalts gedacht. Die Mitglieder des TSV Lentföhrden dürfen sich über die Sanierung ihrer Tartanbahn auf dem Sportplatz freuen. Rund 10000 Euro sind dafür vorgesehen.
Ob ein größeres Bauvorhaben im Dorf verwirklicht wer den kann, steht hingegen noch nicht fest. Die geplante Begrünung rund um die Straße Zum Bahnhof - dort soll unter anderem die Asphaltdecke abgetragen werden - werde nur in Angriff genommen, wenn Landeszuschüsse fließen, kündigte Bürgermeister Sander an. Über die Kosten und die Höhe des Gemeindeanteils liegen noch keine konkreten Zahlen vor.
Die Verbreiterung des Nützer Weges auf 5,50 Meter für die 25 Meter vor dem Bahnübergang und für die bereits in 2005 abgeschlossene Verbreiterung der Straße Papenkamp hat die Gemeinde 58000 Euro eingeplant. Finanziert wird das alles aus dem laufen den Verwaltungshaushalt so wie aus Verkaufserlösen für Gewerbegrundstücke.
Der Haushalt umfasst 2,7 Millionen Euro - 442000 Euro im Vermögens- und 2,3 Millionen Euro im Verwaltungshaus halt. In die Rücklage gehen 213000 Euro, die damit Ende 2006 auf 563000 Euro an wächst.
Einnehmen will die Gemeinde 548000 Euro aus der Einkommenssteuer und 190 000 Euro aus der Gewerbesteuer. An Schlüsselzuweisungen werden 488000 Euro fließen. 16000 Euro werden aus der Grundsteuer A und 160000 Euro aus der Grundsteuer B erwartet.
Abführen muss die Gemeinde 450000 Euro an den Kreis und 251000 Euro an das Amt Kaltenkirchen-Land. Aus der Gewerbesteuer müssen 45 000 Euro wieder abgeführt wer den. Die Betreuung der kleinen Lentföhrdener in der gemeindeeigenen Kindertagesstätte kostet 192 000 Euro, und die Umlage an den Schulverband, die Beiträge für den Besuch junger Lentföhrdener an weiterführenden Schulen so wie der Schülertransport wurde mit zusammen 191 000 Euro angesetzt.

Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B (jeweils 240 Prozent) sowie die Gewerbesteuer mit 310 Prozent bleiben unverändert.