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Richtfest für Millionen-AnbauSZ 1.12 ach
Eine Investition von 3,1Millionen Euro nimmt Gestalt an. Für den Anbau eines neuen Gebäudeflügels im Alten- und Pflegeheim „Zur Waldburg" wurde Richtfest gefeiert. Auf rund 2 000 Quadratmeter Nutzfläche entsteht Platz für 40 neue Bewohner. Bis April soll der neue Trakt bezugsfertig sein. Der erste Spatenstich war Mitte August. Entstehen wird außer Einzel- und Doppelzimmern ein 150 Quadratmeter große Multifunktionsraum; außer dem wird im Foyer eine Cafeteria eingerichtet, wie Andreas Schulz erklärt. Der 42-jährige Altenpfleger leitet den Betrieb zusammen mit seiner Schwester Manuela (37), seiner Mutter Edith (69) und seinem Vater Harald Schulz (70). Für künftige Bewohner wird ein behindertengerechtes Ambiente geschaffen. Auch die Außenanlagen rund um den neuen Flügel werden umgestaltet. Es soll ein kleiner Park mit Wegen und Bänken entstehen. Insgesamt 45 Mitarbeiter werden sich nach dem Abschluss der Bauarbeiten um die dann 100 Bewohner kümmern. •
Gemeinsames Basteln von Senioren und Kindern im
Kindergarten
Ingrid Pohlmann SPD ist neue Gemeindevertreterin
in Lentföhrden. Die 54-jährige Grundschullehrerin Ingrid Pohlmann
ist neue Gemeindevertreterin. Die Sozialdemokratin rückte für ihren
Parteigenossen Dieter Schöning nach. Der 57-jährige Angestellte legte
sein Mandat nach über zehn Jahren aus persönlichen Gründen nieder. Bei
der jüngsten Gemeindevertretersitzung verpflichtete Bürgermeister Kurt
Sander (CDU) Frau Pohlmann per Handschlag. 80 Namen und ihre SchicksaleLentföhrdener Hobby-Historiker Uwe Looft schrieb ein Buch über die auf dem Ehrenmal im Dorf verewigten Männer Von Michael Zwicker - Segeberger Zeitung - Sonnabend, 18.11.2006 80 Namen schwarz auf grau: Am
Lentföhrdener Denkmal wird am Volkstrauertag - wie in anderen Orten
auch - traditionell der gefallenen und vermissten Soldaten beider
Weltkriege gedacht. Doch welche Schicksale sind mit all den auf Stein
verewigten Namen verbunden? Diese Frage beschäftigte Hobbyhistoriker
Uwe Looft jahrelang. So entstand ein Buch - mit weit mehr als 80
Kapiteln.
„Das Thema Kriegerdenkmal,
Ehrenmal, Heldengedenkstein - oder wie immer man es nennen mag - ist
brisant. Da müssen Erinnerungen hervorkommen, viel Leid ebenso - bei
den Angehörigen. Den anderen Bewohnern unseres Ortes sagen die. Namen
nichts mehr“, schrieb Uwe Looft im Vorwort. Trotz spärlicher amtlicher
Unterlagen begann der passionierte Heimatkundler, der zuvor schon drei
andere Hefte zur Lentföhrdener Geschichte herausgegeben hatte, Kopien
von Dokumenten, Briefen und Bildern zu sammeln in Archiven zu forschen
und nach vielen Gesprächen mit alten Mitbürgern deren Erinnerungen an
den Krieg auf Papier festzuhalten.
Historie Rentner griff zu Pinsel und Farbe und bekam großen Ärger Grabbe hat es zu bunt getriebenDer 65-jährige Henstedt-Ulzburger hat die Wappen und Zahlen auf den Meilen- und Halbmeilensteinen angemalt - das Landesamt für Denkmalschutz findet das gar nicht lustig.Von Frank Knittermeier erschienen am 12. Oktober 2006 Hamburger Abendblatt Wer die Meilensteine zwischen Altona und Kiel einst passierte, musste tief in die Tasche greifen: An jedem Stein kassierte der dänische Zoll Geld. Das war vor 160 Jahren. Diese Steine können heute immer noch teuer werden: Joachim Grabbe soll einige Tausend Euro zahlen, weil er ein Maler ohne Auftrag ist. Er hat die Wappen und Zahlen auf den Meilen- und Halbmeilensteinen farbig angemalt. Jetzt sind die Inschriften endlich zu lesen. Aber das Landesamt für Denkmalschutz findet die fröhliche Farbgebung gar nicht lustig: Der Henstedt-Ulzburger soll die Entfernung der Farbe bezahlen, zudem droht ihm ein Bußgeldverfahren.
Joachim Grabbe ist ein einfallsreicher Mensch. Der EDV-Berater im Ruhestand, ein direkter Nachfahre des Dichters Christian Dietrich Grabbe (1801-1836) und ein Verwandter des jüngst verstorbenen Ohnsorg-Schauspielers Ernst Grabbe, hat 15 Theaterstücke verlegt und diverse Bücher geschrieben. Der Einfallsreichtum machte auch vor den Meilensteinen nicht halt, die der dänische König von 1832 bis 1849 zwischen Hamburg und Lübeck sowie Altona und Kiel setzen ließ. Die nämlich stehen am Straßenrand und sind meist unansehnlich. Es sind bis zu 1,70 Meter hohe Gebilde, deren Inschriften bis vor kurzem weitgehend unleserlich waren - bis Joachim Grabbe auf den Plan trat. Der 65 Jahre alte Henstedt-Ulzburger fragte bei der Straßenmeisterei Lübeck nach und erhielt die Auskunft, das da wohl mal etwas gemacht werden müsse. Grabbe machte: Er kaufte sich Acryl-Farbe, nahm einen feinen Malerpinsel und pinselte. In Richtung Lübeck reinigte und bemalte er 15 Meilen- und Halbmeilensteine an der B 432 (darunter drei in Norderstedt), der B 75 und der Landesstraße 75. Außerdem 24 Steine an der B 4. Das königlich-dänische Wappen malte er in roter Farbe nach, Buchstaben und Zahlen in blauer Farbe. Blau für Schleswig-Holstein, Rot für Dänemark. Für den Eimsbütteler Marktplatz fertigte er sogar einen neuen Stein an. "Viele Menschen blieben stehen und interessierten sich für die Arbeit", erinnert sich Joachim Grabbe. "Manchmal fuhr auch die Polizei vorbei, aber nie ist ein Polizist zu mir gekommen." Etwa zwei Wochen brauchte der Henstedt-Ulzburger, der auch eine Schauspielausbildung hat, für die Arbeit. Immer von 7 bis 18 Uhr war er mit Drahtbürste, Pinsel und Farbe unterwegs. Die Stadt Neumünster kam ihm auf die Spur. Und Denkmalschutzbeauftragter Holger Meyer findet die Aktion gar nicht komisch. "Private Heimatforscher können doch keine Kulturdenkmäler verschönern." Von einer Strafanzeige will er absehen, aber seiner Ansicht nach muss Joachim Grabbe den Anstrich rückgängig machen. Er hat einen Kostenvoranschlag eingeholt: 200 Euro pro Stein. Das Landesamt für Denkmalschutz will die Einleitung eines Bußgeldverfahrens prüfen. "Vorstellbar sind fachgerecht aufgetragene Bemalungen in Schwarz und Gold", so Sprecher Heiko Schulze. "Aber nicht irgendeine Farbe aus dem Baumarkt." Rund 2600 Euro für hungernde Kinder erlaufen ach SZ 18.10
Labels für Less: Reduzierte Markenartikel für die ganze Familie (bo) Umschau 18.10Bei „Labels for Less", direkt an der Bundesstraße 4 gibt es hochwertige Textilien zu absoluten Schnäppchenpreisen. Markenartikel, wie beispielsweise von Tom Taylor, Escada Sport, Kenny S., Esprit oder Diesel Jeans sind kräftig reduziert. Selbst ausgefallene Jacken von „ralph gladen" oder Outdoor-Kleidung von „Jackets" gibt Inhaberin Beate Wundsam 10 bis 80 Prozent günstiger ab. Bei „Labels for Less" findet die ganze Familie ein neues Kleidungsstück. Soll es eine neue Winterjacke für den Herrn, eine modische Hose für die Dame und oder pfiffige Sweat-Shirts für die Kinder sein, „Labels for Less" hat es. Die Auswahl ist riesig. Im Angebot für Kinder sind unter anderem auch „Elefantenschuhe" und Bekleidung von „Pampe& na", „cakewalk" und „Tom Taylor". „Der Renner für die gesetzte Dame sind unsere „ZerresHosen" und für Damen und Herren die Winterwesten mit Echtfell", so Beate Wundsam, die im Laufe der Woche auch italienische Damen-Schuhmode herein bekommt. „Um das Angebot immer wieder zu aktualisieren, können gern noch weitere Einzelhändler mit ihren Restbeständen an Markenware zu uns stoßen, wenn sie für einen bestimmten Zeitraum mitmachen wollen", informierte die Unternehmerin. Labels für Less, Lentföhrden, an der B4.Postfiliale jetzt mit
35‑Stunden-Woche ... und noch mehr Service dazu
(dri) Umschau 18.10
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September |
Lentföhrden -
Leistung soll belohnt werden: Dieser Devise folgen die 40 Volksbanken
und Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein mit der Vergabe des
VR-Förderpreises Handwerk. Der Startschuss für die diesjährige Runde
des mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Wettbewerbs wurde jetzt bei
der Helmut C. Hartwig Feinwerktechnik in Lentföhrden (Kreis Segeberg)
gegeben. Für die Entwicklung eines „mechanischen Gelenkarms für
medizinische Therapie- und Diagnoseverfahren hatte der
Vorjahreshauptpreisträger Helmut Christian Hartwig 5000 Euro erhalten.
Schirmherr des Wettbewerbs ist Wirtschaftsminister Dietrich
Austermann. Die Handwerkskammern Flensburg und Lübeck sind
Kooperationspartner der Banken bei der Organisation des Förderpreises.
Informationen gibt es im Internet unter www.vr-schleswig-holstein.de.
Für die Bewerbung sollte dann Kontakt mit den Volks- und
Raiffeisenbanken vor Ort oder den beiden Handwerkskammern aufgenommen
werden.
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August |
Mitten im Dorf darf
geplanscht, geschwommen, ins Wasser gesprungen und gesonnt werden. Das
Wetter ließ keine Wünsche offen, als Bürgermeister Kurt Sander die
Saison im Freibad eröffnete. Bei damals fast 19 Grad Wassertemperatur
wagten die ersten Mutigen bereits den Sprung in die Fluten. So auch
die kleine Monica Meier, die in Kaltenkirchen die 5. Klasse besucht.
„Ich komme regelmäßig hierher, es ist toll hier!", strahlte die
Elfjährige und schüttelte sich die Wassertropfen aus den langen
Haaren.
Familie Gurr kümmert sich um alle und alles
Der Bürgermeister und seine Frau hatten es sich auf der
teilüberdachten Terrasse mit 25 Sitzplätzen vor dem Kiosk bei Kaffee
und Kuchen gemütlich gemacht.
Kathrin Gurr heißt die Perle, die seit 14 Jahren ehrenamtlich dafür
sorgt, dass niemand das Bad mit knurrendem Magen verlassen muss.
Pommes, Curry- und Schinkenwurst, Eis, Süßigkeiten,
Erfrischungsgetränke und Kaffee gibt es bei ihr täglich von 14 bis 19
Uhr zu kaufen. Die 40-jährige Hausmeisterin ist vor allem
Ansprechpartnerin für die Kinder, die mit allen kleinen und großen
Anliegen zu ihr kommen. Ehemann Andre achtet darauf, dass niemandem
beim Baden etwas passiert. Auch für das Rasen mähen, die Entnahme von
Clorproben, die Säuberung des Beckens und das Beheben technischer
Defekte ist er zuständig. Der Rettungsschwimmer verbringt, genau wie
seine Frau, fast seine gesamte Freizeit unentgeltlich hier. „Ich sehe
das Ganze aber als Hobby an und tue es wirklich gern", schmunzelte der
41-jährige, der in Ellerau als Anlagenschlosser arbeitet.
Unterstützung bekommt er von Gemeindearbeiter Michael Ludwig.
Badespaß bis zum September
Das hinter der Schule gelegen; circa. 2000 Quadratmetern große Freibad
gibt es seit 35 Jahren. Bis zu 200 Besucher dieser Oase im Dorf werden
an besonders schönen Sommertagen gezählt. Neben dem 25 Meter großen
Schwimmbecken mit Sprungbrett und dem Planschbecken, die von einer
wunderschönen, gepflegten Liegewiese, die vor Eröffnung der Saison
erweitert wurde, umgeben sind, gibt es auch die Möglichkeit, den
Sportplatz und die Wiese der Schule zu nutzen. Das Schwallwasser des
Beckens wird gefiltert, fließt in einen extra Tank und dann wieder ins
Becken zurück. Die Wasserqualität wird natürlich regelmäßig überprüft.
Über eine automatische Dosiereinrichtung wird so viel Chlor, wie
notwendig, dem Wasser zugefügt. Es gibt je drei Umkleidekabinen für
Damen und Herren. Badespielzeug kann ausgeliehen werden. Der Eintritt
ist frei! Spenden sind immer willkommen. So stehen der Gemeinde mehr
Mittel zur Verfügung, das Bad instand zu halten.
Wer nach 19 Uhr noch seine Bahnen ziehen möchte, kann sich beim
Bürgermeister einen Schlüssel abholen. In diesem Fall wird um eine
Spende für das Bad gebeten. Das Freibad hat - je nach Wetterlage - bis
in den September hinein geöffnet.
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Juli |
Dieser Abschied fiel allen Beteiligten schwer: Nach
25 Jahren gab Marlies Jungjohann das Kinderturnen im TSV Lentföhrden
vor den Sommerferien auf. »Man soll gehen, wenn es am schönsten ist«,
sagt Frau Marlies, wie sie genannt wird.
Leicht gefallen ist ihr diese Entscheidung nicht, aber sie meint, dass
jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen sei. Über 50 Kinder hat sie
jeden Dienstagnachmittag in der Turnhalle betreut – in 25 Jahren hat
sie mehr als 600 verschiedene Kinder an den Sport herangeführt. Die
Kinder von damals sind erwachsen geworden und habe in den letzten
Jahren ihre eigenen Kinder zu Frau Marlies gebracht. Ein Jahr nachdem
sie das Kinderturnen 1981 übernommen hatte, hat sie das
Mutter-Kind-Turnen eingeführt. Die »bewegliche Kinderwelt« war ihre
Idee, jede Woche haben die Sportparcours anders ausgesehen, immer ist
dabei auf die Wünsche der Kinder eingegangen.
»Frau Marlies ist immer dagewesen, selbst wenn sie sich mal nicht gut
gefühlt hat, die Kinder standen immer an erster Stelle. Wir sind ihr
sehr dankbar und lassen sie nur schweren Herzens gehen«, sagt Gudrun
Radloff, die erste Vorsitzende des TSV. Einfühlsam und mit großer
Zuwendung sei sie auf die Kinder zugegangen, hat auch mal getröstet,
wenn es nötig war. Für ihr großes Engagement wurde die 51-Jährige in
diesem Jahr zur Sportlerin des Jahres gewählt.
Nach den Sommerferien übernimmt eine Mutter das Mutter-Kind-Turnen,
für das Kinderturnen ist noch keine Nachfolgerin gefunden. Eine Lizenz
sei keine Voraussetzung, so Radloff, könne aber unter Kostenübernahme
vom TSV gemacht werden. Wer Interesse hat, das Kinderturnen zu
übernehmen, kann sich bei Gudrun Radloff unter 04192 / 56 32 melden.
Streit: Bürgermeister lehnen die Trasse des Landes für die A 20 Richtung Westen ab. Sie haben einen Vorschlag gemacht, der weniger Geld kostet als die jetzige Lösung. Außerdem würden die Menschen und die Umwelt weniger belastet.
von Helge Buttkereit, Hamburger Abendblatt vom 11. Juli 2006
Einen Namen haben sie der A 20-Trasse in ihrem
Gebiet schon gegeben: "Nützen-Beule". Wenn die neue Autobahn durch den
Kreis Segeberg in der geplanten Form gebaut wird, dann macht sie einen
Schlenker in Richtung Nützen. Das wollen die Gemeinden Lentföhrden und
Nützen nicht hinnehmen.
"Wir wissen, daß wir die Autobahn nicht verhindern
können, auch wenn wir das nach wie vor gerne tun würden", sagt
Lentföhrdens Bürgermeister Kurt Sander (CDU). Da die neue Verbindung
in jedem Fall kommen werde, müsse nun geschaut werden, wie die
Autobahn so wenig Menschen wie möglich schade. Deswegen haben sich
beide Gemeinden die Pläne vorgenommen und eine Änderung vorgeschlagen.
"Mit unserem Vorschlag werden die Menschen und
unsere finanziellen Ressourcen geschont", sagt Lentföhrdens
CDU-Fraktionschef Kurt Thormählen. Er rechnet vor, daß bei der
geplanten "Nützen-Beule" wesentlich mehr Brücken gebaut werden müßten
als bei seinem Vorschlag. Und der sieht vor: Die Trasse führt von der
A 7 aus gerade zwischen Bad Bramstedt und Lentföhrden hindurch. "Hier
ist auch der Baugrund besser", sagt Thormählen. Das Problem: Diese
Variante entlang der Kreisstraße 81 zwischen Schmalfeld und
Lentföhrden führt durch ein laut Naturschutzgesetz besonders
schützenswertes Biotop.
"Hier müßte man nicht einmal einen Baum fällen",
sagt Nützens Bürgermeister Klaus Brakel (Allgemeine
Wählergemeinschaft), als er auf das Gelände schaut, das dem
Autobahnbau entgegensteht. Zumindest auf den ersten Blick ist vom
Parklatz des Modellflugplatzes Kaltenkirchen aus in Richtung Autobahn
7 kein Grund zu erkennen, der die Fläche zu einem besonders
schützenswerten Gebiet machen würde.
Würde wie geplant weiter südlich gebaut, verliefe
die Autobahn durch das Tal der Ohlau. Das ist, so Sander,
schützenswerter als die brach liegende Fläche an der A 7. Warum das
Tal durchschnitten werden muß, kann Sander nicht verstehen. Außerdem
wäre die A 20 nach jetziger Planung länger als beim Vorschlag der
beiden Gemeinden. "Wenn 50 Jahre lang die Autos 400 Meter mehr fahren,
schadet das der Umwelt", sagt Brakel. Auch dieser Aspekt müsse neben
den höheren Baukosten und dem größeren Schaden für die Menschen
berücksichtigt werden.
"Die Trasse ist von Ökologen, Biologen und
Landschaftspflegern geprüft worden", sagt Thies Kohlsaat,
stellvertretender Leiter der Projektgruppe A 20 West vom Landesbetrieb
Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein. Er hatte die Aufgabe, den
beiden Gemeinden den aktuellen Stand der Planung vorzustellen. Auf
deren Vorschläge konnte er nicht eingehen. Entscheidungen würden auf
höherer Ebene getroffen.
"Wir werden uns direkt an den Minister wenden
müssen", sagt der Lentföhrdener Sven Stimac. Daß die Beamten auf den
Minister verwiesen, sei verständlich, nicht aber, daß dieser sich
hinter der Verwaltung verstecke. Ob allerdings die Nützenbeule noch
ausgebeult werden kann, ist unklar. In Kürze wird ein Rechtsanwalt von
den betroffenen Gemeinden beauftragt, die rechtlichen Möglichkeiten zu
prüfen.
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Juni |
KoLa bietet Ferienprogramm
ach Nordexpress 28.8
Die Ferienzeit naht und nicht jeder will oder kann verreisen. „Macht
nichts. Auch wer zu Hause bleibt, kann sich prächtig amüsieren",
behauptet Karin Kürschner, Vorstandsmitglied des Vereins Kontra
Langeweile (KoLa). Sie und ihre Mitstreiterinnen haben das Programm
für den Ferienpass erarbeitet. Er liegt bereits in der Schule, dem
Kindergarten, der Raiffeisenbank-Filiale sowie beim Edeka-Markt Kröger
aus.
.. Freuen dürfen sich die
Daheimgebliebenen unter anderem auf eine Busfahrt in den
Serengeti-Park Hodenhagen. Die Exkursion ins „Reich der wildem Tiere"
ist für Dienstag, 1. August, geplant. Einen im wahrsten Sinne des
Wortes Leckerbissen im Programm gibt es am Dienstag, 18. Juli. „Im
Ferienhof Müller bieten wir einen Kochkursus für Kinder von sechs bis
acht Jahren an. Gemacht wird, was gut schmeckt und gesund ist", wirbt
KoLa-Vorsitzende Sonja Böge haben das Ferienprogramm für KoLa
organisiert.
ende Sonja Boege.
Insgesamt 13 Arrangements - darunter
Tagesausflüge ins Miniatur-Wunderland Hamburg (10. August) und eine
Übernachtung im Heuhotel (29./30. Juli) - hat der Kola-Vorstand
organisiert. Mitglieder erhalten bei Anmeldung Preisnachlässe.
Wer sich für eine Mitgliedschaft im Verein interessiert, kann sich
unter e 04192/897104 an Karin Kürschner wenden. Der Jahresbeitrag für
die gesamte Familie beträgt 12 Euro. Im Verein „Kontra Langeweile"
sind 142 Familien organisiert.
Per Pferdekutsche
ging es kürzlich durchs Dorf, als die Bewertungskommission für den
Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" sich einen Einblick in das
Dorfleben und die zukünftige Entwicklung der Gemeinde verschaffte.
Die Route führte von der Feuerwehr über den Dorfkern und von dort aus
zu Sportplatz und Schule. Die Laufbahn, das neu angelegte Fußballfeld,
Tennisplatz, Freibad und Skaterbahn wurden besichtigt. „Charlys
Koppel", LSE-Projekt „Platz der Generationen" und der Möller-Hof waren
weitere Stationen. Der erfolgreiche Ansatz zur Umwandlung eines
Bauernhofes in einen BioHof mit Hotel- und Seminarbetrieb wurden hier
vorgestellt. Historische Traktoren waren bei Hans Rickert zu sehen.
Dass Reitsport groß geschrieben wird, davon konnten sich die
Kommissionsmitglieder auf den Reiterhöfen Ressler und Schröder
überzeugen. Bei PMS bikes gab es den in Privatinitiative geschaffenen
Mountainbike Parcours anzuschauen. Naturschutz wird groß geschrieben,
wie das Engagement von Horst Kröger zeigt. Er hat ein privates Biotop
geschaffen. Das wachsende Pflegeheim „Waldburg", der Angelverein und
das Projekt „Leben im Alter auf dem Lande" in der Schulstraße bildeten
den Abschluss der Rundfahrt.
Anschließend stellte Bürgermeister Kurt Sander im Kultur- und
Jugendzentrum die Dorfgeschichte sowie die aktuellen B-Pläne und den
F-Plan vor. Die Kleinen vom Kindergarten udc die Tanzgruppe des
Senioren-Clubs konnten die Gäste mit Gesang und Tanz davon überzeugen,
wie wohl sie sich in ihrer Gemeinde fühlen. Kommissionsvorsitzender
Hans-Peter Sager bedankte sich für die Präsentation und sprach von :
„... leuchtenden Augen bei den Gästen ob der Vielfalt des Gezeigten."
Das Dank seiner reizvollen Umgebung und guter Verkehrsanbindungen
durch Straße, Bahn und Bus bereits fast 2.300 Einwohner zählende,
bäuerlich geprägte Dorf verfügt natürlich auch über Geschäfte für den
täglichen Bedarf, Post, Bank und Handwerksbetriebe. Im Rahmen des
Kreiswettbewerbes wurden zwei Projekte entwickelt: Die
Breitbandversorgung (DSL) und ein Fremdsprachenangebot für Kinder im
Kindergartenalter. Drei -bis Siebenjährige sollen zukünftig die
Möglichkeit haben, vor Ort die englische Sprache zu erlernen
Nach sechs Jahren zog der Vorstand die Konsequenz aus zu wenig Engagement der meisten Mitglieder
Ein stiller Abschied: Vier Vorstandsmitglieder des örtlichen Gewerbevereins trafen sich am Montagabend zur letzten Jahreshauptversammlung. Einziger Tagesordnungspunkt war das Ende der 1998 von 14 selbstständigen Gewerbetreibenden gegründeten Unternehmer-Interessenvereinigung.
Einstimmig
votierten die vier Vorstandsmitglieder des Lentföhrdener
Gewerbevereins, (v.l.) Hans Möller, Jens Knäbe, Hans-Werner Hülsen und
Harald Dötze bei der letzten Jahreshauptversammlung für die Auflösung
der Unternehmer-Interessengemeinschaft. Der Verein hatte unter anderem
Broschüren (kleines Foto) wie ein Verzeichnis der Lentföhrdener
Gewerbetreibenden drucken lassen.
Vereinsvorsitzender Jens Knäbe beantragte bei dem Treffen auf dem Ferienhof Möller die Auflösung. Knäbe selbst, sein Stellvertreter Hans Möller, Kassenwart Hans-Werner Hülsen und Schriftwart Harald Dötze stimmten dafür. „Es haben sich zu wenig Leute engagiert. Bei der Organisation von Veranstaltungen und Projekten hat sich niemand außer den Vorstandsmitgliedern eingebracht", erklärte Jens Knäbe. Auch bei der letzten Zusammenkunft blieb das Vorstandsteam unter sich.
In der rund 2 300 Einwohner zählenden Gemeinde Lentföhrden gibt es rund 70 Gewerbebetriebe, von denen zuletzt 32 im Gewerbeverein organisiert waren. Mit viel Idealismus hatte sich der Vorstand für seine Mitglieder eingesetzt. „Es wurden zahlreiche Informationsabende organisiert. Dozenten referierten über Themen, die für mittelständische Unternehmer interessant sind. Hierzu gehörten unter anderem Vorträge über die Entwicklung der Wirtschaft in der Region oder über das Steuerrecht für Selbstständige", erläuterte Schriftführer Harald Dötze. Bis zu acht Mal im Jahr traf sich das Vorstandsteam, um über neue Vereinsgeschichte waren die beiden Gewerbemessen für Unternehmen aus Lentföhrden in 1998 und 2002. Mehr als 20 Firmen beteiligten sich an der Leistungsschau örtlicher Betriebe. Derartige Präsentationen sollen - trotz Auflösung des Vereins - auch künftig stattfinden. „Die nächste Gewerbeschau ist für 2007 geplant. Interessenten können sich in einer Aussteller-Gemeinschaft organisieren. Ich stehe als Ansprechpartner gerne zur Verfügung", erklärte Ex-Schriftwart Harald Dötze 04192/1855).
Eingesetzt hatte sich der Vorstand auch stets für die Erweiterung des Gewerbegebietes an der Norderstraße. „Nicht zuletzt unserer Initiative ist es zu verdanken, dass der zweite Bauabschnitt im Gewerbegebiet in der Norderstraße realisiert wurde, betont der stellvertretende Vorsitzende Hans Möller. Dort wurden Anfang des Jahrzehnts sechs neue Gewerbegrundstücke erschlossen, von denen bisher vier verkauft werden konnten. Und auch bei Gestaltung des dörflichen Miteinanders wirkte die Vorstandsriege kräftig mit. „Wir haben 1999 erstmals ein Osterfeuer organisiert. Das wurde von den Lentföhrdenern gut angenommen und ,hat sich inzwischen im Veranstaltungskalender fest etabliert. Sei drei Jahren kümmert sich der TSV Lentföhrden um die Durchführung.
Als in Lentföhrden die Post-Annahmestelle im Edeka Markt Kröger an der Kieler Straße geschlossen wurde, organisierte der Gewerbeverein aktiv eine Unterschriftenaktion. Fragebögen wurden auch vor zwei Jahren an rund 800 Haushalte verteilt, von denen 167 ausgefüllt wieder beim Absender landeten. „Wir wollten unter anderem wissen, wie zufrieden die Bürger mit den vorhandenen Einrichtungen der Gemeinde wie Schwimmbad, Kindergarten und dem Angebot an Gewerbetrieben sind und was verbessert werden kann. Die Auswertungen unserer Umfrage haben wir der Gemeinde zur Verfügung gestellt", sagte Möller. Der Verein habe sich stets als überparteilich verstanden, betonte Kassenwart Hans-Werner Hülsen. Auch in der A-20-Diskussion bezog der Vorstand klare Stellung: Schon lange vor der genauen Trassenbestimmung hat sich der Vorstand für eine Autobahnauf- und Abfahrt bei Lentföhrden ausgesprochen.
Der Vorstand des Gewerbevereins hatte seine Mitglieder bereits im Februar zu einer -Jahreshauptversammlung eingeladen, um den Verein aufzulösen. Da jedoch mehr als zwei Drittel der Mitglieder nicht anwesend waren, akzeptierte das für das Vereinsregister zuständige Amtsgericht in Kiel den damaligen Auflösungsbeschluss aus formalen Gründen nicht. Bei der jüngsten Zusammenkunft hätte bereits die Anwesenheit eines Vorstandsmitgliedes für eine korrekte Abwicklung gereicht.
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Mai |
Bürgerbrief der Gemeinde Lentföhrden 8. Mai 2006
Liebe Lentföhrdenerinnen, liebe Lentföhrdener,
für die Bewältigung einiger Aufgaben benötige ich Ihre Mithilfe.
Unser Freibad wollen wir durch Eigenleistung am 26. und 27.5. für die Badesaison 2006 herrichten. Ich bitte um rege Beteiligung. Fernmündliche Anmeldungen bitte bei mir unter der Rufnummer 4946. Werkzeuge – Harke und Spaten – sind, wenn möglich, mitzubringen. Nach Abschluss der Arbeiten wollen wir mit Grillwurst und Bier die 2 Tage ausklingen lassen.
Für die Badeaufsicht wird auch noch Personal gesucht. Hierzu melden sich bitte geeignete Bewerber/innen bei Familie Gurr.
Am 21.6. in der Zeit von 14 bis 16 Uhr findet die Bereisung unseres Dorfes durch die Kommission „Unser Dorf hat Zukunft" statt. Es werden an diesem Tage einige Veranstaltungen stattfinden, zu denen alle recht herzlich eingeladen sind.
Ab dem 30.6. bis zum 1.7. findet das 15. Internationale Musikfest in Bad Bramstedt statt. Hierfür werden noch Gastfamilien gesucht. In unserer Gemeinde sollen 15 Personen untergebracht werden. Wer Gäste aufnehmen möchte, melde sich bitte bei mir unter Telefon 04192/4946. Hierfür schon einmal im Voraus meinen herzlichen Dank.
Der Wertstoffsammelplatz ist kein Müllplatz! Ich möchte alle bitten, darauf zu achten. Scheuen Sie sich nicht, jemanden anzusprechen oder uns diejenigen Personen zu melden, die das nicht einhalten.
Leider wissen einige Personen nicht wohin mit ihrer Kraft und meinen, sich an Allgemeingut austoben zu müssen; Vandalismusschäden häufen sich. In den letzten Wochen sind Schäden von insgesamt 3.000,-- € entstanden. Angaben, die zur Ergreifung der Täter führen, werden mit 300,-€ belohnt.
Ob illegale Müllentsorgung oder Vandalismusschäden: Die anfallenden Kosten tragen die Bürger/innen über die von ihnen gezahlten Steuern. Dieses Geld geht an anderer Stelle verloren. Daher bitte ich Sie noch einmal, achten Sie darauf, dass unsere Gemeinde sauber und von Vandalismus frei bleibt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Kurt Sander, Bürgermeister
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April |
1945 wurde sie durch die Flucht nach
Lentföhrden verschlagen und als junges Mädchen begann sie 1946 ihre
Vereinskarriere im Dorf: Die Rede ist von Margot Timmermann, die jetzt
60 Jahre aktives Mitglied im TSV - Lentföhrden ist. Sie wurde auf der
Jahreshauptversammlung des Vereins im Sportlerraum der Sporthalle
gebührend geehrt.
Mit Barrenturnen bei „Burmeister" (Bahnhofswirtschaft, später
Tannenhof) fing alles an. Bei schönem Wetter ging es damals raus auf
den Bahnhofsvorplatz. Dort wurde dann Faustball, und zwar gemischt
gespielt. Da Material nach dem Kriege knapp war und die Sportler
erfinderisch waren, banden sie ein altes Band zu einer Schnur zusammen
und fertig war das Netz. In der Folge spielte Margot Timmermann
liebend gern Feldhandball. „Gespielt wurde auf der freien Fläche im
Otterbraack, wo sich heute die Siedlung befindet", informierte Ulrich
„Ulli" Krause, der die Laudatio auf die allseits geschätzte Sportlerin
hielt. Beim Handballspiel lernte die Jubilarin auch ihren Mann Arnold
kennen. Volleyball und Leichtathletik kamen hinzu und bis heute
absolvierte Margot Timmermann mehr als 25 Mal das Sportabzeichen:
„Eine hervorragende Leistung!" so der zweite Vorsitzende des TSV. Ihre
weitere sportliche Karriere setzte sie dann 1979 mit der Übernahme der
Gymnastik-Gruppe fort, die sie gut 20 Jahre leitete. Vor sechs Jahren
machte Margot Timmermann mit dem aktiven Sport Schluss und die heutige
erste Vorsitzende Gudrun Radloff wurde ihre Nachfolgerin.
Aber die Geehrte war nicht nur sportlich aktiv, sondern hat sich auch
in die Vorstandsarbeit des Vereins eingebracht. 1979 übernahm sie das
Amt der Schriftführerin und 1982 das der Kassenwärtin. Margot Timmermann erhielt 1988 die Goldene Vereinsnadel
überreicht und vier Jahre später ernannten sie die Mitglieder zum
Ehrenmitglied. Die so Geehrte erhielt vom Verein einen Buch-Gutschein,
eine Dankesurkunde des Vereins und einen frühlingshaften Blumenstrauß
überreicht.
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Januar |
17 Männer und Frauen, von denen die meisten dem Ende vorigen
Jahres auf gelösten FDP-Ortsverband an gehört hatten, gründeten die
Wählergemeinschaft (WGL). Neben CDU und SPD soll die WGL dritte
kommunalpolitische Kraft in dem rund 2300 Einwohner zählenden Dorf werden. Die
Voraussetzungen dafür sind gut. Denn ohne bisherige Teilnahme an einer
Kommunalwahl übernimmt die neue WGL drei Mandate in der 17-köpfigen
Gemeindevertretung: Die ehemalige FDP- Fraktion mit Jürgen Götsch, Christine
Rehder und Bernd Mohr wird in gleicher Zusammensetzung zur WGL - Fraktion. Die
CDU hat bislang acht Mandate, die SPD verfügt über sechs Sitze.
In der WGL - Gründungsversammlung wurde der wegen einer Dienstreise abwesende
Bernd Mohr zum Vorsitzenden gewählt. Der ehemalige FDP Ortsverbandsvorsitzende
hatte vorher seine Einwilligung zur Obernahme des Amts gegeben; Alexander
Brusowski wurde zu seinem Stellvertreter gewählt. Uwe Matzat übernahm das Amt
des Kassenwartes, Christine Rehder wurde Schriftführerin. Fest steht bereits,
dass die WGL zur nächsten Kommunalwahl im Frühjahr 2008 antreten möchte. Der WGL
beitreten kann jeder Einwohner, der keiner Partei angehört und mindestens 16
Jahre alt ist.
Die Freiwillige Feuerwehr
Lentföhrden hat keine Nachwuchssorgen. Während der Jahreshauptversammlung im
Jugend- und Kulturzentrum wurden wieder sechs Anwärter verpflichtet, die nunmehr
endgültig in den Kameradenkreis aufgenommen wurden. Die Wehr hat damit 45
Aktive. Dazu kommen 15 Mitglieder der Ehrenabteilung und 220 Förderer, erklärte
Wehrführer Hans Möller bei der Zusammenkunft.
16 Einsätze wurden im vergangenen Jahr registriert, wobei bei zwei Großbränden
in Nützen Nachbarschaftshilfe geleistet wurde - einmal beim Feuer in der Firma
Brockmann, zum anderen im Unternehmen Teerbau. Es gab auch zwei Fehlalarme.
Wehrführer Hans Möller gab auch einen ausführlichen Bericht über die zahleichen
Übungs- und Schulungsmaßnahmen, sowie über die Festlichkeiten und
kameradschaftlichen Zusammenkünfte, die dazu beitragen, den Zusammenhalt zu
fördern.
Georg Schättiger wurde während der Versammlung zum Brandmeister befördert,
Daniel Wulf zum Oberfeuerwehrmann, Steffen Decker,
Ronald Djukic und Michael Ludwig zu Hauptfeuerwehrmännern. Jan Schroedter
erhielt die Ehrenspange für seine zehnjährige Zugehörigkeit zur Wehr.
Bürgermeister Kurt Sander und Wehrführer Möller freuten sich über die
Verpflichtung der Anwärter Mary Doreen Michael, Jan Bergemann, Jörg Lund,
Patrick Matzat, Heiko Nawarra und Ron Vollriehe.
Klaus Böhlke, der als Sicherheitsbeauftragter eigentlich ausscheiden wollte,
stellte sich der Aufgabe für weitere zwei Jahre und wurde einstimmig wieder
gewählt.
3. Teil der Chronik Lentföhrden
Die Kampener Mühle - Die Fliegerbaracke und der Schweinestall admin nk 23.1
Und
wieder entführen uns die Autoren Uwe Looft und Manfred Mißfeldt in die fast
vergessene Vergangenheit. Mit Akribie und Hartnäckigkeit wurden Quellen
erforscht und auf anschauliche Weise in die Gegenwart geholt.
Aus dem Vorwort:
……..Ein Thema wie die Kampener Mühle mag auf den ersten Blick verwundern.
Was hat sie mit unserem Ort zu tun? Nun, mehr als sich vermuten lässt. Nebenbei
ergibt sich daraus auch ein Stück Kirchengeschichte vergangener Jahre. Das
gesamte Kirchspiel Kaltenkirchen musste hier mahlen lassen, dabei hatte unser
Dorf noch Glück, der Weg war kurz. Andere, beispielsweise die Henstedter oder
Struvenhüttener, hatten es da weit beschwerlicher.
Auch werden hier erstmals, wenn auch nur am Rande, frühere Kriegsereignisse und
-folgen erwähnt.
Dieses Thema ist ein gutes Beispiel dafür, wie weit sich unsere Ortsgeschichte
mit anderen Dörfern oder Orten verzahnt. Isoliert, das gab und gibt es nicht.
Immerhin tauchen wir hier in 700 Jahre Geschichte ein….....
…..Das Thema Fliegerbaracke bringt uns zurück zum Kriegsende:
Flucht und Vertreibung, Nöte der Dorfbewohner und natürlich der Flüchtlinge. Sie
verloren alles, häufig genug auch Angehörige. Der vorliegende Text kann nur
beispielhaft für dieses Thema stehen. Die Fliegerbaracke und der Schweinestall,
der auch ursprünglich wirklich einer war, waren weitere markante Gebäude.....
Siedlergemeinschaft Lentföhrden ist die einzige mit Zuwachs SZ tö 14. Januar 2006
Die Siedlergemeinschaft Lentföhrden kann in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges
Bestehen zurückblicken. Mit ihren 69 Mitgliedern ist sie gegenwärtig die
zweitgrößte Siedlergemeinschaft im Kreisverband Segeberg und die einzige, deren
Mitgliederzahl im vergangenen Jahr weiter zugenommen hat.
Für das laufende Jahr sind wieder vier Spieleabende plant, die den Teilnehmern
viel Vergnügen und außerdem recht ansehnliche Gewinne garantieren. Angeboten
werden neben Skat noch 66 sowie „Mensch ärgere dich nicht“. Traditionell gehören
zum Jahresprogramm auch eine Fahrradtour sowie das Erntefest und die
Silvesterfeier.
Die Siedlergemeinschaft will sich zukünftig auch verstärkt um die Jugendlichen
im Dorf bemühen, betonte Vorsitzender und Bürgermeister Kurt San der bei der
Jahresversammlung. Großes Lob wurde den Mitgliedern im Festausschuss zuteil.
Ihnen sei es zu verdanken, dass auch im vergangenen Jahr sämtliche
Veranstaltungen erfolgreich verlaufen seien. Geehrt wurden deshalb Renate und
Horst Pollick, Inge und Rolf Kryza, Christa und Dirk Lüdtke, Ursel Sander,
Traute Henning, Rita Bradtke, Marlene Linke, Magrit Bonnhoff, Rudolf Schroedter
und Günter Scholtz.
Die Finanzen der Siedlergemeinschaft sind nach Aussagen ihres Kassenwarts Walter
Linke „trotz der relativ hohen Abgaben an den Landesverband“ weiterhin
erfreulich stabil. Bei der Kassenprüfung gab es keine Beanstandungen, so dass
der Vorstand von der Versammlung einstimmig entlastet werden konnte.
Harmonisch verliefen auch die anstehenden Wahlen. In ihren Ehrenämtern bestätigt
wurden sowohl Kurt Sander als Vorsitzender als auch Linke als Kassenwart.
Der schleswig-holsteinische Landwirtschaftsminister Christian
von Boetticher sorgt für einen kleinen Geldregen. 600 000 Euro für die
Beseitigung von Umweltschäden werden im Land verteilt. "Dies hat nach wie vor
eine hohe Priorität in der Umweltpolitik", sagte der Minister. Der Kreis
Segeberg ist unter den Empfängern des Geldes. 53 766 Euro wurden für die
Entsorgung von Altlasten in einer Lentföhrdener Kiesgrube bewilligt.
Die unteren Bodenschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte haben die
Aufgabe, Standorte zu erfassen und zu erkunden, von denen wegen ihrer früheren
gewerblichen und industriellen Nutzung eine Gefährdung ausgehen könnte. Für
notwendige Sanierungen sind in erster Linie die Verursacher dieser Schäden, aber
auch Grundstückseigentümer zuständig. Häufig lassen sich derartige
Verantwortlichkeiten aber nicht mehr genau feststellen, so daß auch die
zuständige Behörde in die Sanierung eintreten muß. In Lentföhrden vergrub eine
Kiesbaufirma vor Jahren Fässer mit Reinigungschemikalien in einem Baggersee.
Leichtflüchtige Halogenkohlenwasserstoffe treten seither aus. Seit 1997 wird in
Lentföhrden bereits das Grundwasser gereinigt. Doch das Sanierungsziel wurde
noch nicht erreicht. Zusätzlich soll nun ein innovatives Verfahren zur
biologischen Reinigung eingesetzt werden. Dafür sind die 53 766 Euro bestimmt.
Weitere Empfänger von Geld sind die Städte Kiel und Lübeck sowie der Kreis
Herzogtum Lauenburg. Auch im kommenden Jahr sollen Sanierungsmaßnahmen
finanziell unterstützt werden. Von Boetticher: "Die Untersuchung der rund 17 500
altlastverdächtigen Flächen in Schleswig-Holstein wird zukünftig gefördert. Wir
wollen, daß diese Flächen zügig wieder in den Wirtschaftskreislauf gelangen und
der Ansiedlung von Gewerbe und der Schaffung von Wohnraum zur Verfügung stehen."
Hamburger Abendblatt von Andreas Burgmayer, erschienen am 4. Januar 2006
Verkehr: Neues Konzept gegen Maut-Flüchtlinge.
Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dietrich Austermann will dafür sorgen, daß
es keine Alternative mehr zur Autobahn 7 für Brummi-Fahrer gibt.
Für die "Maut-Flüchtlinge" im Kreis Segeberg soll es keine Alternativen mehr zur
A 7 geben. Dafür sorgt ein Konzept, daß Verkehrsminister Dietrich Austermann
vorgelegt hat. Landesweit werden die Schlupflöcher für den Schwerlastverkehr
gestopft: entweder mit der Erhebung von Maut auf den Nebenstraßen entlang der
Autobahnen des Landes (wie auf der Bundesstraße 4 von Bad Bramstedt nach
Hamburg) oder durch die komplette Sperrung für mautpflichtige Brummis wie auf
den Landesstraßen 320, 326 und 284 (Schleswig-Holstein-Straße) zwischen
Kaltenkirchen und Norderstedt.
Austermanns Konzept soll knapp ein Jahr nach Einführung der Autobahn-Maut für
Lastwagen das teilweise extrem gestiegene Verkehrsaufkommen auf den Bundes- und
Landesstraßen eindämmen. Die Verkehrszählungen des Ministeriums haben ergeben,
daß besonders die Orte an den Parallel-Strecken zur A 7 stark betroffen sind.
Darunter auch die Landesstraße zwischen Kaltenkirchen über Henstedt-Ulzburg nach
Norderstedt. "Die Sperrung für den Lastwagen-Durchgangsverkehr ist eine alte
Forderung des schleswig-holsteinischen Gemeindetages", sagt Volker Dornquast,
Bürgermeister von Henstedt-Ulzburg. Bisher sei die Sperrung an der fehlenden
gesetzlichen Grundlage gescheitert. Dornquast: "Es gab schlichtweg kein Schild
für diese Art der Sperrung." Nun gibt es dieses Schild: Es besteht aus drei
Einzelschildern, zeigt einen rotumrandeten Lastwagen, dazu die Hinweise
"Durchgangsverkehr" und "ab 12 Tonnen". Genaue Zahlen, wieviele "Mautflüchtinge"
täglich zwischen Kaltenkirchen und Norderstedt unterwegs sind, gibt es nicht.
"Aber die riesigen Lastwagen mit ausländischen Kennzeichen wird man demnächst
nicht mehr durch Henstedt-Ulzburg rollen sehen", sagt Dornquast. Das wird aber
auch von der Kontrolle des Durchfahrtverbotes und von der Einsicht der
Lastwagenfahrer und deren Auftraggebern abhängen. Der Anliegerverkehr und der
regionale Wirtschaftsverkehr sollen von der Sperrung auf jeden Fall nicht
betroffen sein, so das Wirtschaftsministerium.
Wegen der großen Aufwandes, der mit der Kontrolle der Sperrung für auswärtige
Lastkraftwagen verbunden wäre, ist Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen
Kütbach froh, daß sich Bund und Land bei der Bundesstraße 4 für die Maut
entschieden haben. Wie viele Mautbrücken es geben wird und wo diese stehen
werden, weiß er noch nicht. Kütbach geht allerdings davon aus, daß entlang der B
4 mindestens zwei Stationen errichtet werden: "Eine im Bereich Quickborn und
eine zweite zwischen Lentföhrden und dem Kreisel im Süden von Bad Bramstedt."
Badevergnügen kostet die Gemeinde Lentföhrden 16000 Euro im Jahr
Das sommerliches
Badevergnügen im gemeindeeigenen Freibad wird auch weiterhin kostenlos bleiben.
Das lässt sich Lentföhrden auch künftig einen fünfstelligen Betrag kosten. 16000
Euro wurden dafür in den Haushalt für dieses Jahr von den Gemeindevertretern
eingestellt.
Eine gute Nachricht hat Bürgermeister Kurt Sander (CDU) auch für die Jugend der
2300-Einwohner-Gemeinde:
Die Gemeindevertretung beschloss während ihrer jüngsten Sitzung, die
Jugendarbeit mit insgesamt 5 000 Euro zu unterstützen. 3000 Euro Zuschuss gibt
es für den Jugendtreff im Jugend- und Kulturzentrum, und 2 000 Euro erhält der
Verein Kontra Langeweile (Kola), der sich ebenfalls um die Betreuung der
Jugendlichen kümmert.
Auch an die Sportler haben die Kommunalpolitiker bei der Verabschiedung des
Hauhalts gedacht. Die Mitglieder des TSV Lentföhrden dürfen sich über die
Sanierung ihrer Tartanbahn auf dem Sportplatz freuen. Rund 10000 Euro sind dafür
vorgesehen.
Ob ein größeres Bauvorhaben im Dorf verwirklicht wer den kann, steht hingegen
noch nicht fest. Die geplante Begrünung rund um die Straße Zum Bahnhof - dort
soll unter anderem die Asphaltdecke abgetragen werden - werde nur in Angriff
genommen, wenn Landeszuschüsse fließen, kündigte Bürgermeister Sander an. Über
die Kosten und die Höhe des Gemeindeanteils liegen noch keine konkreten Zahlen
vor.
Die Verbreiterung des Nützer Weges auf 5,50 Meter für die 25 Meter vor dem
Bahnübergang und für die bereits in 2005 abgeschlossene Verbreiterung der Straße
Papenkamp hat die Gemeinde 58000 Euro eingeplant. Finanziert wird das alles aus
dem laufen den Verwaltungshaushalt so wie aus Verkaufserlösen für
Gewerbegrundstücke.
Der Haushalt umfasst 2,7 Millionen Euro - 442000 Euro im Vermögens- und 2,3
Millionen Euro im Verwaltungshaus halt. In die Rücklage gehen 213000 Euro, die
damit Ende 2006 auf 563000 Euro an wächst.
Einnehmen will die Gemeinde 548000 Euro aus der Einkommenssteuer und 190 000
Euro aus der Gewerbesteuer. An Schlüsselzuweisungen werden 488000 Euro fließen.
16000 Euro werden aus der Grundsteuer A und 160000 Euro aus der Grundsteuer B
erwartet.
Abführen muss die Gemeinde 450000 Euro an den Kreis und 251000 Euro an das Amt
Kaltenkirchen-Land. Aus der Gewerbesteuer müssen 45 000 Euro wieder abgeführt
wer den. Die Betreuung der kleinen Lentföhrdener in der gemeindeeigenen
Kindertagesstätte kostet 192 000 Euro, und die Umlage an den Schulverband, die
Beiträge für den Besuch junger Lentföhrdener an weiterführenden Schulen so wie
der Schülertransport wurde mit zusammen 191 000 Euro angesetzt.
Die Hebesätze für die Grundsteuern A und B (jeweils 240 Prozent) sowie die
Gewerbesteuer mit 310 Prozent bleiben unverändert.