Archiv 1997

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Tolle Stimmung beim Matjesessen

Große Beliebtheit erfreut sich das traditionelle Matjesessen des SPD Ortsvereins. Diesmal konnte die Vorsitzende Wilma Schöning wieder junge und alte Freunde des leckeren Fisches begrüßen, die mit fünf verschiedenen Soßen Pellkartoffeln und Schwarzbrot gereicht wurde.
Nach dem "Verteiler" wurde kräftig das Tanzbein geschwungen. An der Sektbar ließen sich neue Kontakte knüpfen oder alte wieder auffrischen. Alle Teilnehmer waren sich einig: Dieses Fest war ein voller Erfolg. Nur schade, daß es ein Jahr dauern wird, bis man den Matjes wieder "schwimmen" lassen kann.


Freiwillige Feuerwehr lud zum Laternenumzug

Unzählige Laternen leuchteten in der Dunkelheit. Die Freiwillige Feuerwehr Lentföhrden hatte zum Laternenumzug für die Lütten eingeladen. Bei Anbruch der Dunkelheit hatten sich alle auf dem Parkplatz vor dem Jugend- und Kulturzentrum versammelt, um durch's Dorf zu ziehen und Lieder zu singen. Die Feuerwehrkameraden leuchteten mit ihren brennenden Fackeln vorweg, die Hartenholmer Feuerwehrkapelle spielte und gut 200 Kinder, Eltern und Großeltern marschierten gemeinsam mit ihnen zum Mönkloher Weg, wo ein Lagerfeuer auf den Umzug wartete. Bei gemütlichem Beisammensein mit Grillwurst und Getränken klang der Abend dann aus, der schon früh morgens mit einem Schulfest begonnen hatte.


Ein familienfreundliches Dorf

Lentföhrden, das ruhige und beschauliche Bauerndorf von einst, entwickelt sich immer mehr zu einer fortschrittlichen familienfreundlichen Gemeinde. Von den 43 ländwirtschaftlichen Betrieben, die einst das Bild des Dorfes prägten, werden heute nur noch zehn produktiv bewirtschaftet. Die freigewordenen Acker- und Weidenflächen konnten bislang von den verbliebenen Hofstellen übernommen werden, die sich damit vergrößerten und wirtschaftlicher produzieren können.
Bürgermeister Holger Pohlmann erläuterte, daß sich Lentföhrden trotz Umstrukturierung seinen dörflichen Charakter und die damit verbundene Lebensqualität erhalten hat. Der 2 100 Einwohner zählende Ort verfügt über eine Grundschule, einen Kindergarten, ein eigenes Freibad und einen aktiven Sportverein.
Durch die zentrale Verkehrsanbindung wird Lentföhrden auch als Standort für Gewerbetreibende zunehmend attraktiver. Von den 60 ortsansässigen Betrieben zahlen heute bereits zehn eine Gewerbesteuer von über 10.000 Mark jährlich.
Nach den zukünftigen Bauvorhaben gefragt, blickte Bürgermeister Pohlmann voraus. Eine der vordringlichsten Maßnahmen ist der Erweiterungsbau der Grundschule. In den vergangenen fünf Jahren wuchs die Einwohnerzahl um 300 Bürger, so daß auch die Zahl der schulpflichtigen Kinder entsprechend angestiegen ist.
Mit einer Investition von 1,4 Millionen Mark werden zwei zusätzliche Klassenräume geschaffen, dazu ein Mehrzweckraum und ein Werkraum, der im Keller der Schule untergebracht wird
Ein weiteres geplantes Objekt ist der zweite Bauabschnitt "Wohnen". Nachdem bereits ein neues Wohngebiet mit 40 Häusern fertiggestellt ist, weist die Gemeinde bis zum Ende diesen Jahres 22 weitere Baugrundstücke aus, die allerdings den in Lentföhrden gemeldeten Personen und ehemaligen Bürgern der Gemeinde vorbehalten sind. Pohlmann betonte, daß innerhalb der nächsten zwei Jahre weitere Grundstücke aus privatem Angebot zum Verkauf stehen werden.
Die angewachsene Einwohnerzahl wirkt sich auch auf die politische Szene des Dorfes aus. Nach der Kommunalwahl im nächsten Jahr wird die Zahl der Gemeindevertreter von 14 auf 17 angehoben.
Ein Ärgernis, mit dem sich Pohlmann nicht abfinden mag, ist die Verzögerung des geplanten und notwendigen Ausbaus der Schulstraße. Der Kreis, dem die Straße zugeordnet ist, hatte seinerzeit die Gelder für 1997 fest eingeplant. Da das Land jedoch die notwendigen Zuschüsse verweigert, müssen die Arbeiten auf unbefristete Zeit verschoben werden. Die Benutzer der vielbefahrenen Kreisstraße müssen sich also bis auf weiteres mit dem desolaten Zustand der Kreisstraße abfinden.


Jugend soll mitbestimmen

Der Verein "Kontra Langeweile" will sich ab Herbst wieder verstärkt der Kinder- und Jugendarbeit widmen. Marion Homfeldt, die Vorsitzende des Vereins berichtete, daß der Jugendtreff zur Zeit etwas ins Hintertreffen geraten sei. Um eine sinnvolle und dauerhafte Wiederbelebung zu bewirken, sucht der Verein einen Pädagogischen Betreuer oder eine Betreuerin, der oder die ein- bis zweimal in der Woche im Kulturzentrum der Gemeinde eine Jugendfreizeit leitet.
Der Treff muß einfach attraktiver gestaltet werden. Nur so können wir das Interesse der jungen Menschen für eine gemeinsame Freizeitgestaltung neu wecken,` erklärte die Vorsitzende. Aus diesem Grunde wurde jetzt ein Jugendausschuß gegründet, der sich mit den Wünschen und Vorstellungen der Jugendlichen auseinandersetzt und diese als Gedankenanstoß in die Neuplanung des Treffs mit einbringen will.
Inzwischen existieren drei Gruppen mit 30 Müttern. Viele der jungen Frauen nutzen den Nebeneffekt, bei dieser Gelegenheit Kontakte zu anderen Müttern zu knüpfen und sich somit in die Dorfgemeinschaft zu integrieren.
Zu den großen Veranstaltungen des Vereines gehören das Drachenfest, das in diesem Jahr am 20. September auf der Koppel an der Heidmoorer Straße stattfindet und der alljährlich durchgeführte Weihnachtsmarkt am 29. November.
Für das Herbst- und Weihnachtsbasteln, das schon bald wieder beginnen soll, werden noch erwachsene Helfer gesucht (Tel. 04192 / 3936), die den Kindern ab Schulalter bei ihren Handarbeits- und Bastelarbeiten behilflich sind.

Badeanstalt mit Familienanschluss

Lentföhrden gehört zu den wenigen Gemeinden im Kreis Segeberg, die über ein eigenes Freibad verfügen. Zwischen dem Sportplatz und der Tennisanlage befindet sich die 1969 erbaute Badeanstalt, die an schönen Sommertagen von bis zu 200 Badegästen besucht wird. Hier gibt es keine extravaganten Superrutschen oder Exotikzauber, dafür aber viel natürliches Grün rundherum, ausreichend große Schwimm- und Planschbecken und einen sehr sauberen und gepflegten Sanitärbereich.
In dem gut sortierten Kiosk können sich die Besucher mit erfrischenden Getränken, Süßigkeiten und frisch zubereiteten Pommesfrites versorgen. Katrin Gurr, die seit 6 Jahren als Hausmeisterin bei der Gemeinde angestellt ist, leitet in den Sommermonaten den Bade- und Kioskbetrieb. Mit einer Engelsgeduld erfüllt sie selbst die ausgefallenen Wünsche ihrer zumeist jugendlichen Badegäste und hört sich dann noch interessiert ihre Geschichten an.
Nicht nur sie allein wird von den Kindern umschwärmt und geliebt. Auch Ehemann Andre, der in seiner Freizeit die Badeaufsicht und kleinere Reparaturen übernimmt, wird von jung und alt geschätzt.
Das Paar kam 1991 von Stralsund nach Lentföhrden, wo sie nach eigener Aussage - gleich sehr freundlich aufgenommen wurden. Während Andre Gurr hauptberuflich als Anlagenschlosser in Ellerau tätig ist, er hielt seine Frau eine Fest-Anstellung bei der Gemeinde, wo sie für die Bereiche Schule, Sportanlagen und Freibad zuständig ist.
Bürgermeister Holger Pohlmann schätzt die Zuverlässigkeit des Paares. "Für mich sind sie die Richtigen an diesem Platz".

Gemeindevertretung Lentföhrden:  Grenzänderungen

Ab 1. Januar 1998 wird die Bundesautobahn die Grenze zwischen den Gemeinden Lentföhrden und Schmalfeld sein. Rund 20 Einwohner im Bereich Wierenkamp bekommen damit ihren Wunsch erfüllt, die gerne in die Gemeinde Schmalfeld umgemeindet werden möchten. Einen entsprechenden Beschluß zum Grenzänderungsverfahren fassten die Gemeindevertreter Lentföhrdens in der jüngsten Sitzung einstimmig.
Bürgermeister Holger Pohlmann erläuterte den Sachverhalt und verwies auf die zwischenzeitlichen Beratungen in den gemeindlichen Gremien der beiden Orte. Danach hat Schmalfeld einer Finanzausgleichszahlung in Höhe von 105.000 Mark zugestimmt. Dieser Betrag ist ab 1998 in fünf Jahresraten von jeweils 21.000 Mark zu zahlen. Die Gemeinde Schmalfeld übernimmt die Kosten für eine Verschleißdecke des an Lentföhrden zu übertragenden Wirtschaftsweges und meldet diese Maßnahme zum Förderprogramm Wirtschaftswegebau außerhalb der Flurbereinigung an.
Zudem wird die Gemeinde Schmalfeld mit Inkrafttreten der Umgemeindung an Lentföhrden als Ausgleich für erhebliche Aufwendung für den Straßenbau auf der von Lentföhrden an Schmalfeld zu übertragenden Fläche einen Betrag in Höhe von 20.000 Mark zahlen. Für Grundsteuerausfälle leistet Schmalfeld an Lentföhrden einen Ausgleich von 5000 Mark. Der Betrag ist ab 1998 in fünf Jahresraten zu erstatten.
Im Zuge der Grenzänderung mit Schmalfeld ist Lentföhrden auch an die Nachbargemeinde Nützen herangetreten, um die Gemeindegrenze zwischen Lentföhrden und Nützen im Bereich der Ohlau zu bereinigen. Grenze soll danach künftig die Ohlau sein. Lentföhrden würde an Nützen circa zwölf Hektar, Nützen an Lentföhrden circa sechs Hektar abgeben. Der Tausch soll schlicht um schlicht erfolgen. Dieses Gebiet liegt innerhalb der Fläche, die sonst an Schmalfeld abgegeben worden wäre. Auch dieser Grenzänderung stimmte die Gemeindevertretung einmütig zu.


Wilma Schöning ist neue SPD-Chefin

Wilma Schöning löst den bisherigen Vorsitzenden der Lentföhrdener Sozialdemokraten, Jürgen Lorenz, ab. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung erhielt die 43jährige Sozialdemokraten das einstimmige Votum ihrer Genossen und Genossinnen. Seit gut zehn Jahren ist sie SPD-Mitglied und seit sieben Jahren Gemeindevertreterin.
Die zweite Vorsitzende Ingrid Pohlmann dankte dem scheiden den Jürgen Lorenz für sein Engagement in den zurückliegenden fünf Jahren als Ortsvereinsvorsitzender. Jürgen Lorenz hatte sich nicht wieder zur Wahl gestellt. Die neue SPD-Chefin ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. "Ich habe mich für den Posten der Vorsitzenden
beworben, um zu versuchen, der Politikverdrossenheit der Bürger entgegenzuwirken", sagte sie de UMSCHAU. "Gerade junge
Menschen möchte sie wieder für die Politik gewinnen.
Auch Kassenwärtin Frauke Riethmüller stellte sich nach zehn Jahren in diesem Amt nicht mehr zur Verfügung. Ihr Nachfolger wurde Norbert Kirstein 
Zuvor hatte die für die nächsten zwei Jahre wieder gewählte Ingrid Pohlmann über die Ortsvereinsaktivitäten des vergangenen Jahres berichtet. Fahrradrallye, Sommerfest, Matjesessen, Flohmarkt sind nur einige Vorhaben, die die SPD in Lentföhrden startete.
Für das laufende Jahr 1997 werden die Sozialdemokraten einen Ausflug zum "Tag der offenen Tür" des Kieler Landtages am Sonnabend, 19. April unternehmen. Monika Dähling hatte die Idee. Außerdem möchten die Lentföhrdener Sozialdemokraten zum Thema "Kiesabbau auf dem Grützberg" mit der Firma Pfannenschmidt eine Informationsveranstaltung durchführen. Neben dieser Veranstaltung diskutiert der Ortsverein in seiner nächsten Aprilsitzung unter anderem die Themen: Wasserversorgung, Dorfentwicklung und Landtausch.


Dirk Tölle neuer Chef des TSV Lentföhrden

Nach 10 Jahren gab Klaus Peter Böhlke sein Amt ab

Der TSV Lentföhrden hat einen neuen Chef' Die Mitglieder wählten einstimmig den 31jährigen Bankkaufmann Dirk Tölle zum Vorsitzenden. Dirk Tölle löst Klaus Peter Böhlke ab, der bereits vor einem Jahr seinen Verzicht auf eine weitere Amtsperiode angekündigt hatte. Böhlke hatte zehn Jahre lang an der Spitze des TSV Lentföhrden gestanden.
Der neue
TSV-Vorsitzende ist ein gebürtiger Lentföhrdener und von Kindesbeinen an Mitglied des Sportvereins.
Heute ist Tölle aktiv in der erfolgreichen I. Herrenmannschaft der Handballsparte, die nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft
den Bezirksklassenaufstieg anstrebt. Tölle war Böhlkes Wunschkandidat für die Nachfolge gewesen. Böhlke nannte Zeitprobleme als Grund für den Verzicht. Außerdem habe er seine alte Passion fürs Segeln wieder entdeckt.
Ulrich Krause, der stellvertretende TSV-Vorsitzender, dankte Böhlke für dessen langjährigen Einsatz. Als Vorsitzender habe er engagiert und umsichtig zum Wohle des Vereins gewirkt. Böhlkes Arbeit sei durch Sachkompetenz und die Fähigkeit, Aufgaben
zu delegieren, gekennzeichnet gewesen. Krause überreichte dem scheidenden Vorsitzenden den Ehrenteller des TSV Lentföhrden und zwei Eintrittskarten für das "Phantom der Oper".
Von Bürgermeister Holger Pohlmann nahm Böhlke zwei Ehrengläser mit dem Wappen der Gemeinde Lentföhrden entgegen.
Einstimmig wieder gewählt wurde Kassenwart Hans-Peter Kramer. Der Kassenwart hatte die Mitglieder zuvor auf die dünner gewordene Finanzdecke aufmerksam gemacht (unter anderem hatte der Kreis Segeberg die Übungsleiterzuschüsse für Erwachsenengruppen gekürzt). Ohne eine Beitragserhöhung, führte Kramer aus, würde eine Deckungslücke von 7000 Mark klaffen. Wie Böhlke der Versammlung erläuterte, seien die Beiträge über mehrere Jahre konstant geblieben.
Einstimmig billigte die Versammlung eine Erhöhung der Beiträge, so daß Familien anstelle - von 15 Mark künftig 18 Mark monatlich zahlen müssen. Erwachsene entrichten 12 Mark (bisher 10 Mark), Jugendliche 7 Mark (5 Mark) und Kinder sechs Mark (5 Mark) Vereinsbeitrag.
Mit einer Urkunde zeichnete Böhlke für 50jährige Mitgliedschaft Erwin Pohlmann aus. Außerdem ernannte die Versammlung Pohlmann zum Ehrenmitglied. Angelika Kaupe erhielt die silberne Ehrennadel des Vereins für 25 jährige Mitgliedschaft. Wegen ihrer Leistungen im Handball bestimmten die Mitglieder Anja Lewerenz zur Sportlerin des Jahres 1996. Sie nahm den von Arnold Timermann gestifteten Wanderpokal entgegen.


Totes Baby im Altpapier - Leiche war in Kopfkissenbezug eingewickelt

Eineinhalb Wochen nach dem schrecklichen Fund eines toten Babys im Nützener Recycling-Zentrum (RZN) liegen der Kriminalpolizei wichtige neue Erkenntnisse vor: "Die Ermittlungen haben ergeben, daß das Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit in einem in Lentföhrden aufgestellten Mehrkammer-Container nach Nützen gelangte", teilte ein Kriposprecher gestern der Segeberger Zeitung mit.
Der große orangefarbene Behälter mit mehreren Einwurfsöffnungen stand an der Schulstraße schräg gegenüber vom Feuerwehrhaus. Anhand von Adressen auf alten Zeitungen und Zeitschriften, zwischen denen die Leiche gefunden wurde, sowie durch die Kenntnis des Transportweges des Altpapiers wurde der vermutliche Standort ermittelt.
In der Zeit zwischen dem Wochenende (22./23. Februar) und Mittwoch Vormittag (26. Februar) muß das frischgeborene Mädchen in den Container geworfen worden sein. Das Baby war voll ausgetragen und lebensfähig, wurde aber durch Gewalteinwirkung getötet.
Auf die Spur der Mutter des
toten Säuglings hofft die Kripo (04551/8840) durch Hinweise zu einem markanten Kopfkissenbezug zu gelangen. In dem mit einem Pferdemotiv bedrucktem Stoff war die nackte Babyleiche eingewickelt gewesen. Derartige Kissenbezüge sollen nach Auskunft der Mordkommission Kiel seit einigen Jahren nicht mehr im Handel erhältlich sein. Zudem werden Hinweise auf Frauen oder jugendliche Mädchen gesucht, die letzte Woche nicht zur Arbeit oder Schule gekommen sind oder den gewohnten Aufenthaltsort verlassen hatten.


Theaterspaß beim Feuerwehrball

Die Laienspielgruppe Lentföhrden wird auch beim diesjährigen Feuerwehrball am Sonnabend, 1. März, mit einem plattdeutschen Schwank für Spaß sorgen. Gespielt wird der Einakter "Frollein Schwiegerdochter" auf der Bühne zu sehen sind: Georg Schättiger, Hinrich Harder, Torsten Bajorat, Maren Ring, Hans Möller, Gudrun Lenz, Jens Rickert und Susanne Möller. Seit Gründung der Laienspielgruppe vor 12 Jahren wurden nahezu vierzig Aufführungen auf die Bretter gebracht. Anfangs wurden zumeist nur Sketche einstudiert, inzwischen überwiegen aber längere Stücke. Gespielt wird ohne Souffleur. Es muß nicht alles so perfekt sein", meinte Gründungsmitglied Klaus-Peter Böhlke. Wichtiger sei, daß die Theaterstücke von Darstellern aus der Gemeinde aufgeführt werden und den Zuschauern gefallen. Beides war bisher stets der Fall. Der Feuerwehrball beginnt um 20 Uhr im Tannenhof; an der Abendkasse sind noch Karten erhältlich. "Frollein Schwiegerdochte" ist außerdem am Freitag, 14. März, ab 19.39 Uhr Jugend- und Kulturzentrum zu sehen. 


Feuerwehr Lentföhrden 1996 war ein ruhiges Jahr

Ein gutes Jahr 1996 konnte Wehrführer Heinrich Freyer für die Feuerwehr vermelden, denn ein gutes Jahr, ist immer auch ein ruhiges Jahr. Der Jahresbericht während der Jahreshauptversammlung umfasste für die vergangenen zwölf Monate nur sechzehn Einsätze, wobei neun kleinere Brände zu bekämpfen waren. Bei Verkehrsunfällen, zu denen die Wehrmänner gerufen wurden, waren allerdings zwei Tote und sieben Verletzte zu beklagen. Die übrigen Einsätze bestanden aus technischen Hilfeleitungen wie Bäume von der Straße räumen oder Ölspuren beseitigen.
Daß die Wehr mit ihren 49 Aktiven inzwischen 270 fördernde Mitglieder hat, bezeichnete Bürgermeister Holger Pohlmann als ein gutes Zeichen der Zusammengehörigkeit. Wehrfahrer Freyer hofft, die Zahl 300 noch in diesem Jahr überspringen zu können.
Für 40 Jahre im Feuerwehrdienst wurde Löschmeister Günther Schuth mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Oberfeuerwehrmann Klaus Böge erhielt die Auszeichnung in Silber für 25jährige Zugehörigkeit. Ärmelstreifen für 30 Jahre Dienst erhielten Reimer Kruse und für 20 Jahre Rolf Pohlmann, Norbert Kirstein, Volker Götsch und Jürgen Ahrens. Ihren ersten Streifen für 10 Jahre empfingen Volker Böge und Bernd Heeren.
Thomas Rathjens wurde zum Löschmeister befördert, Rudi Wöbke, Dieter Bergemann und Norbert Kirstein wurden Oberfeuerwehrmänner und Ralf Pohlmann, Stefan Möller, Christoph Lammers, Thorsten Bajorat und Erwin Böge sind jetzt Hauptfeuerwehrmänner.
Den Dienstausweis mit der Nummer 100 erhielt Maren Schröder, die vom Wehrführer verpflichtet wurde. Sie ist die einzige Feuerwehrfrau in Lentföhrden. Uwe Thormählen wurde zum Gruppenführer ernannt.