Wasser
wurde von Weddelbrookern
abgegraben
aus der "Chronik von
Weddelbrook" von Jürgen Schüchler
Am Anfang des 18. Jahrhunderts ließ die
Bramstedter Gutsbesitzerin Baroneß von Groten eine Wassermühle mit einem
Bauerhof (Mühlenhof und später Weddelbrooker Hof) in Weddelbrook bauen. Diese
erste Mühle ist 1762 abgebrannt. Schon 1763 entstand eine neue Mühle, die wiederum
1867 abbrannte. Die dritte und heute noch existierende Getreidemühle entstand
1868.
Bei der Wasserzufuhr gab es ein Problem. Der Mühle stand häufig nicht genug
Wasser zur Verfügung. Der Teich war damals kleiner als heute, nach den Angaben
des Gutsbesitzers von 1803 hatte er eine Größe von 1,35 ha. Der Zufluss - der
Flitzenbek - (heute Mühlenbach) brachte zu wenig Wasser. So entschloss sich der Besitzer Stüler,
Wasser aus dem Lentföhrdener Moor in den Mühlenteich zu leiten. 1857 wurde ein
Vertrag zwischen den Gemeinden Lentföhrden, Bokel, Föhrden und Mönkloh mit dem
Mühlenbesitzer geschlossen. Dass an dieser Übereinkunft vier Gemeinden beteiligt
waren hatte folgende Ursache: die Föhrdener und Bokeler hatten aus Moormangel am
Anfang des 19. Jahrhunderts Parzellen im Lentföhrdener Moor zum Torfgraben
erworben. Mit den Lentföhrdenern zusammen waren sie mit der Entwässerung ihrer "Moorflagen"
einverstanden. Ein Lentföhrdener und drei Mönkloher Bauern gaben die Zustimmung
zum Abflussgraben durch ihre Heideländerein. Die von den Gräben "eingekesselten"
Moorflächen (gehören heute zu Heidmoor) entwässerten über den "Kesselgraben" in die Flitzenbek. Nach starken
Niederschlägen sieht man heute noch das braune Moorwasser in den Mühlenteich
fließen.
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