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Es ist uns nicht bekannt, wie die Bewohner in
der frühgeschichtlichen Zeit ihren Ort bezeichneten. Erst mit dem Auffinden von
schriftlichen Unterlagen gelingt es, die Ortsbezeichnungen in den
zurückliegenden Jahren festzustellen. Da es keine einheitliche Schreibweise gab,
entstanden seit der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahre 1479 etliche
Varianten. Die nachstehende Aufstellung ergibt einen Überblick über einen
Zeitraum von etwa 400 Jahren.
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Jahr |
Verwendete Ortbezeichnung |
Quelle |
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1479 |
Lent´föhr |
Amtsrechnung (LAS) |
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1526 |
Lenndefoer |
Segeberger Amtsrechnung |
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1533 |
to Lentforde |
Amtsrechnung (LAS) |
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1537 |
Lentforth |
Bramstedter Kirchenbücher |
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1588 |
Lintfoh |
Landtafel Grafschaft Holstein v. Daniel Friese |
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1598 |
Lenthforth |
Kaltenkirchener Kirchenbücher |
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1630 |
Lindfort |
Karte von Willem Johannson Bleauw |
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1650 |
Limford |
Grafschaft Pinneberg v. Joh. Meyer Husum |
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1693 |
Lindtförde |
Kaltenkirchener Kirchenbücher |
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1700 30. Sept. |
Lendförd |
Kaltenkirchener Kirchenbücher |
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1700 05. Okt. |
Lentförd |
Kaltenkirchener Kirchenbücher |
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1700 26. Okt. |
Lentfoers |
Kaltenkirchener Kirchenbücher |
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1725 |
Lentförden |
Vermerk für eine erteilte Baugenehmigung |
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1838 |
Lentföhr |
Karte der Herzogtümer Holstein u. Lauenburg v. Baggesen K.
Hedemann |
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1877 |
Lentföhrden |
Kreis Segeberg: Bekanntgabe des Landrats |
Bezeichnend für die wechselnden
Ortsbezeichnungen sind die im Jahre 1700 gemachten Angaben in den
Kaltenkirchener Kirchenbüchern. Hier findet man bei Eintragungen innerhalb von 3
Wochen Veränderungen in der Schreibweise.
Sehr entscheidend und wahrscheinlich auch wichtig für die Beibehaltung der
Schreibweise mit „h“ im Ortsnamen ist eine Landkarte aus dem Jahre 1838.
Gleichzeitig ist in Rechnungsunterlagen der Schule aus dem gleichen Jahr das „h“
in der Ortsbezeichnung anzutreffen.
Beide Schreibformen, Lentföhrden mit „h“ und ohne „h“ fanden daraufhin
Anwendung.
Erst im Jahre 1877 wurde durch Bekanntmachung des Landrats die heutige Form
festgelegt.
In den Berichten der Segeberger Zeitung, die Lentföhrden betreffen, wird seit
1878 die heutige Schreibweise angewendet.
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