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Die erste ordentliche Mitgliederversammlung fand am 26. Juli 1924 statt. Es wurde u. a. beschlossen, daß bei Auflösung des Vereins sämtlicher Besitz der Schule Lentföhrden zufallen würde. Außerdem sollten ein Faustball, Schlaghölzer und Stäbe angeschafft werden. Hingewiesen wurde auf die Notwendigkeit, dem Turn- und Spielwart während der Übungsabende - unbedingten - Gehorsam zu leisten. Das Rauchen sei während der Zeit nicht gestattet. In Aussicht sei die Anschaffung eines Barrens und einheitliche Turnkleidung gestellt. Mitgliederversammlungen fänden an jedem 1. Sonnabend des Monats um 7.30 Uhr in der Bahnhofwirtschaft statt. Auf der zweiten Versammlung im August 1924 einigte man sich bei der Kleidung auf weiße Hose, weißes Hemd und schwarzer Gürtel, bezahlt vom Verein. Im Jahr 1925 ist verzeichnet: Kassenbestand aus 1924 69,20 Mark. Auf den Pfingstsonntag wurde ein Turn- und Sportfest gelegt. Eingeladen wurde die Vereine aus lägen, Bramstedt, Wiemersdorf und Bimöhlen. Es fanden Faust- und Schlagballwettkämpfe statt, außerdem Dreikampf: Kugelstoßen, Weitsprung und Hochsprung, abends fand ein Kränzchen (Tanz), statt, mit Turnvorführungen einer Musterriege. Eintritt für Herren: 1,50 Mark, je Dame 1,00 Mark. Man beschloß außerdem, 20 Brustwappen zu bestellen und zum Selbstkostenpreis an die Turner abzugeben. Zwei Adler und zwei Gurte wurden bestellt. 1926 hatte der Verein 39 Mitglieder. Auf einer Versammlung wurde beschlossen: Wenn 200 Mark in der Kasse sind, solle, ein Barren angeschafft werden. Auch solle man eine Anwesenheitsliste bereitlegen, um genaue Angaben über Versammlungs- und Übungsabendteilnehmer zu haben. 1927 wurde eine Knabenriege gegründet; Beitrag 20 Pf. Als neuer Kassierer wurde Hermann Hell gewählt, da der vorherige nie zu einer Versammlung erschienen sei und sich wenig um das Einkommen der Beiträge bemüht hatte. Daher hätte sich der Verein fast aufgelöst! Lehrer Foderberg legte 1929 sein Amt nieder. Als 1. Vorsitzender wurde Hermann Hell gewählt. Es wurden Liederbücher angeschafft und im Dezember ein Vereinsvergnügen durchgeführt. Geboten wurden „Turnerische Vorführungen", ein Theaterstück und Tanz mit einer 3 Mann-Kapelle. Aus dem Jahr 1930 ist verzeichnet: An der Kriegergedenkfeier nahm der Verein geschlossen teil. Hans Koopmann legte den Kranz nieder. Außerdem wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Rauchen im Turnsaal verboten; 2. Turner, die ohne Grund nicht mitturnen, haben den Saal zu verlassen; 3. das Vereinslokal ist nach Beendigung des Turnens sofort zu verlassen. Der Vorturner, Franz Meier, der dieses Amt fünf Jahre ehrenamtlich bekleidet hatte, sollte pro Übungsabend 2,50 Mark als Entschädigung erhalten! In den Jahren 1931 bis 1935 gab es ein Auf und Ab. Mündlich wurde berichtet: Irgendwie wurde alles anders. Viele Kameraden gingen fort, um sich Arbeit zu besorgen, manche heirateten, es kam die Hitlerzeit und im Verein gab es Meinungsverschiedenheiten. Fußball wurde erst noch gespielt, aber manchmal kriegten wir keine Mannschaft mehr zusammen. 1936 übernahm Friedrich Bahnsen den TSV Lentföhrden.
Herren-Fußballmannschaft 1938 (v. links): Hellmut Möller, Hein Kleinbongardt, Fritz Reusch, Hermann Schmidt, Erich Wrage, Willi Swenson, Klaus Ibs, Willi Hinz und Wachtmeister Büsing; vorne: Heiner Gooden, Geselle bei Tiede und Hans Clasen. Der Fußballverein konnte gegründet werden. Die Kleidung, der Fußballer wurde neu beschlossen. Schwarze Hose, schwarzes Hemd mit rotem Aufschlag, schwarze Stutzen mit rotem Rand. Paßbilder seien zu besorgen, für die Richtigkeit des Spielausweises. Beiträge seien monatlich zu bezahlen, da es ungehörig sei, bis zu vier Monaten in Verzug zu geraten. Auf der Tagesordnung im März 1938 stand geschrieben: Gründung einer Frauenabteilung. (Die Frage wurde, zurückgestellt, da Büsing sich erst nach den Bestimmungen erkundigen solle, die das Verhältnis zwischen B.D.M. und Frauenübungen betreffen.) Errichtung, einer Badeanstalt: Jedem Sportkameraden, wird es zur Pflicht gemacht, dabei zu helfen. Aufklärung über Leistungen der Deutschen Sporthilfe: Büsing gibt Verhaltensmaßregeln zu dem Benehmen der Vereinsmitglieder bei Festveranstaltungen.
Es fand ein reges Vereinsleben statt. Teilnahme an auswärtigen Sportfesten, Ausflüge mit dem Fahrrad, Fahrten mit dem Bus, Teilnahme an Faustballturnieren, Tanzfeste mit Theateraufführungen, Der Kassenbestand am 31.12.1938 = 120 RM. 1939 kam dazu: Ringreiten, Führerschein Kl. IV, Fahnenweihe, politische Vorträge und Arbeiten an der Auskleidehalle der Badeanstalt. Größere Aktivitäten in der Sparte Leichtathletik. In der Chronik vom Februar 1940 heißt es: Austritt der H.J. aus dem Sportverein. Neuregelung vertagt bis zur Beendigung des Krieges. Außerdem Bau einer Bude auf dem Sportplatz. Sie soll 3 x 4 m betragen, zu zerlegen sein und vom vorhandenen Holz gezimmert werden. Eintragung vom 10.12.1945: Durch Verordnung Nr. 52/1g wurde der Turn- und Sportverein von 1924 aufgelöst. Das Vermögen aufgrund der Verordnung beschlagnahmt. Vermögensverwalter ist von der Militärverwaltung eingesetzt. Reck und Barren sind vorhanden, alle anderen Geräte gingen verloren. Am 16.8.1946 wurde der Verein wieder neu gegründet, 1. Vorsitzender wurde Lehrer Voß, 2. Vorsitzender Erwin Pohlmann, Schriftführer Karl Hagenow und Kassenführer Helmut Schiffke. 15 Mitglieder wurden aufgenommen; Beitrag 2,00 RM. Als Sportplatz wurde das Bahnhofsgelände ausgewählt. Versammlungen sollten in der Gaststätte stattfinden. Zwei Monate später waren es 31 Mitglieder und es gab eine Frauenabteilung! Diese übernahm die frühere Leiterin. Als Sportplatz wurde die Hauskoppel von Ernst Möller benutzt. 1948 wurde außerhalb des Dorfes, auf Gemeindeland, der Turn- und Sportplatz in Eigenleistung instandgesetzt. Man hatte die Sparten Fußball, Handball, Damen- und Herrenturnriege, Faustball und eine Jugendmannschaft;, 50 Mitglieder; Beitrag 1 DM (neue Währung, was vielen die Zahlung schwer machte). Rudolf Thies hatte den Vorsitz. 1949 kamen Schach, Tischtennis und Leichtathletik dazu. Am 31.7. feierte man das 25jährige Bestehen des Vereins. Meisterschaft aus 100 m Lauf, Weitsprung, Hochsprung, Kugelstoßen, Diskus und Schleuderball. Fußball- und Handballturnier: 1950 wurde Hinrich Burmeister zum 1. Vorsitzenden gewählt, mit einem Kassenbestand von 0,30 DM. 1952 übernahm Max Hack den Vorsitz. Es kam zum Zusammenschluß mit dem Verein Nützen, der aber 1955 wieder rückgängig gemacht wurde, damals hatte den Vorsitz Otto Hülsen. In den Jahren bestand das Vereinsleben nur in Sachen Fußball, aber mit Schwierigkeiten, so daß die Sparte 1/2 Jahr gesperrt wurde. Zum neuen Vorsitzenden wählte man Willi Schmidt. 1958 kam es zur erneuten Sperrung der Mannschaft und im Anschluß daran Neuwahlen. Mit der Wahl zum 1. Vorsitzenden, Arnold Timmermann, wurde dem Verein Auftrieb gegeben.
1966 trat Arnold Timmermann vom Vorsitz zurück, den nach Rolf Schröder, Helmut Dörje übernahm. 1981 übernahm Alfons Schnoor den Vorsitz. Am 29. Oktober 1982 wurde eine neue Sporthalle in Betrieb genommen. Sie wurde eingeweiht mit einem großen Festprogramm, das aus Sport, Spiel, Gymnastik, Tombola und Tanz bestand. Drei Tage wurde gefeiert, es machte Ausführenden, Sportlern und Zuschauern so viel Freude, daß noch heute davon geredet wird. Die Halle ist der Mittelpunkt vieler sportlicher Aktivitäten und wird von allen Sparten reichlich und gern genutzt.
1996
wurde die Halle auf den Namen Arnold-Timmermann-Halle getauft, im Andenken und
zur Ehrung des langjährigen Leiters der Leichtathletiksparte, der auch
Vereinsvorsitzender gewesen ist und als Grundschulrektor immer für Nachwuchs in
der Leichtathletiksparte gesorgt hat.
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